Robert Mapplethorpe
(amerikanisch, 1946 – 1989)
Biografie
Robert Mapplethorpe war ein amerikanischer Fotograf, der sowohl für seine Schwarzweiß-Porträts als auch für die Dokumentation der New Yorker Sadomaso-Szene bekannt ist. Er befasste sich immer mit den klassischen Aspekten von Schönheit, ob in seinen Akten, Stillleben oder den Porträts. Licht, Schatten, Komposition und Form standen im Zentrum seines Werks. Mapplethorpe hielt seine provokativen Bilder nie für „schockierend“. Dennoch nahmen religiöse und konservative Gruppen seine Arbeiten in den späten 1980er Jahren wegen vermeintlicher Obszönität unter Beschuss. Diese Kritik führte in Amerika zu einer öffentlichen Debatte über die staatliche Förderung von Kunst. Geboren am 4. November 1946 im New Yorker Vorort Floral Park, freundete sich Mapplethorpe mit der Künstlerin, Dichterin und Musikerin Patti Smith an als beide in New York lebten und arbeiteten. Inspiriert von den Mixed-Media-Arbeiten von Joseph Cornell und Marcel Duchamp kombinierte Mapplethorpe in den 1970er Jahren Polaroid-Bilder mit ausgeschnittenen Texten zu Collagen. Er nutzte zudem verschiedene fotografische Drucktechniken wie Heliogravüre und Cibachrome, ein Fotopapier zur Herstellung von Positivbildern von Dias. Mapplethorpe starb am 9. März 1989 in Boston an den Folgen der Immunschwächekrankheit AIDS – nur ein Jahr, nachdem ihm das Whitney Museum of American Art in New York als erstes amerikanisches Museum eine große Retrospektive gewidmet hatte.
Robert Mapplethorpe Kunstwerke
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