Fernand Léger
(französisch, 1881 – 1955)
Biografie
Fernand Léger war ein französischer Künstler und ein Vertreter des Kubismus, einer der wichtigsten Avantgarde-Bewegungen der Moderne. Neben Pablo Picasso und Georges Braque fand Léger neue Wege, um dreidimensionale Formen auf der flachen Oberfläche einer Leinwand abzubilden. Seine Arbeiten in den späten 1910er Jahren, in der als Synthetischer Kubismus bekannten Spätphase der Bewegung, waren von zylindrischen Formen und mechanischen Gegenständen geprägt. Diese Elemente reflektierten sowohl die Kriegsmaschinerie des Ersten Weltkriegs, an der Léger als Soldat teilnahm, als auch die urbane Industrielandschaft. Geboren am 4. Februar 1881 in der französischen Stadt Argantan in der Normandie, arbeitete Legér zeitlebens in verschiedenen Kunstgattungen, darunter Malerei, Film, Illustration, Glas, Keramik und Design. 1924 eröffnete er die Académie de l’Art Moderne, ein Atelier, das er sich mit dem französischen Kubisten Amédée Ozenfant teilte. Ein Jahr später entwarf er Wandgemälde für den berühmten Pavillon de l’Esprit Nouveau, dem vom französischen Architekten Le Corbusier für die Pariser Weltausstellung für Kunstgewerbe und Industriedesign geschaffenen Gebäude. Léger starb am 17. August 1955 im Alter von 74 Jahren in der Kleinstadt Gif-sur-Yvette bei Paris. Fünf Jahre später, im Jahr 1960, wurde in der Gemeinde Biot im Südosten Frankreichs das Musée Fernand Léger eröffnet.