Laurie Simmons (amerikanisch, geb. 1949) ist eine Fotografin und Regisseurin, die der Künstlergruppe Pictures Generation angehört und vor allem für ihre Bilder von Puppenstuben, Puppen und Schaufensterpuppen bekannt ist. Sie ist in Long Island, NY geboren und schloss ihr Studium 1971 an der Tyler School of Art in Philadelphia ab. 1973 zog sie nach New York. Ihre frühen Werke zeigen Puppenstuben, die an holländische Malerei von Inneneinrichtungen und Werbeanzeigen aus den 1950er Jahren erinnern. Sie hinterfragt durch ihren fotografischen Realismus die Stereotypen der amerikanischen Kultur, u.a. in ihrer Cowboys-Serie (1979), in der sie Cowboy-Figuren im Freien mit besonderen Größenverhältnissen zur Umgebung platziert. Simmons Serien mit Puppen und Schaufensterpuppen Talking Objects (1987 – 1989) und Walking and Lying Objects (1987 – 1989) zeigen Gegenstände, wie Waffen, Kameras und Modellhäuser mit Beinen. In ihren Fotografien versucht Simmons Gegenstände mit psychologischem Ausdruck zum Leben zu erwecken. In ihrem Film Music of Regret (2006) wird eine Frau, gespielt von Meryl Streep, von sechs Freiern, die durch Dummies verkörpert werden, gejagt.
1997 erhielt Simmons ein Stipendium der Guggenheim Memorial Foundation und 1984 ein weiteres der National Endowment for the Arts. Ihre Werke wurden im Museum of Modern Art in New York, im Walker Art Center in Minneapolis und bei der Whitney Biennial 1985 und 1991 gezeigt. Sie lebt und arbeitet in New York.