Pablo Picasso
(spanisch, 1881 – 1973)
Biografie
Pablo Picasso war einer der berühmtesten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein Beitrag zur Geschichte der Modernen Kunst, insbesondere die von ihm gemeinsam mit Georges Braque von 1908 bis 1914 initiierte Kubismus-Bewegung, hat zahllose Künstler wie Willem de Kooning oder Robert Rauschenberg durch ihren radikal neuen Gebrauch von Form und Perspektive geprägt. Geboren am 25. Oktober 1881 in der spanischen Stadt Málaga, zeigte Picasso schon als Kind ein erstaunliches künstlerisches Talent. Er studierte kurzzeitig an der Königlichen Akademie der Schönen Künste von San Fernando in Madrid bevor er seine Laufbahn in Barcelona und Paris begann. Die erste Phase seines künstlerischen Schaffens wurde später als Blaue Periode bekannt. Picassos Bilder in blauen und grünlichen Farbtönen stellten Genreszenen, Musiker und Gaukler in Paris dar, wo er sich 1904 endgültig niederließ. Darauf folgte die Rosa Periode, die hauptsächlich Artisten in helleren Farben abbildete. 1907 entwarf Picasso das große Gemälde Les Demoiselles d’Avignon, das als Inbegriff des Kubismus gilt. Picassos Innovationen waren nicht auf die Malerei beschränkt. Er entwickelte auch neue Darstellungsformen mittels Collage, Plastik und Keramik. Stark betroffen vom Spanischen Bürgerkrieg, schuf Picasso mit Guernica (1937) sein vielleicht großartigstes und offenkundig politischstes Werk – ein wandgroßes Gemälde, das die Schrecken des Krieges in kontrastierenden Grautönen abbildet. Museen, die Picassos Werk gewidmet sind, befinden sich in Paris, Barcelona und Málaga. Picasso starb am 8. April 1973 in der südfranzösischen Stadt Mougins.
Teuerstes versteigertes Kunstwerk
Les femmes d'Alger (Version 'O'), 1955
Verkauft für 179.364.992