Der Fotograf Robert Mapplethorpe (amerikanisch, geb. 4. November 1946 – gest. 9. März 1989) ist vor allem für seine Aufnahmen von Stillleben und für seine dramatisch wirkenden, ins Detail gestellten Porträts seiner Freunde und von Stars, als auch für seine Darstellungen im Bereich Sadomasochismus oder weiteren unkonventionellen Gruppen beliebt. Er wurde in Queens, New York, USA geboren und war als Teenager an der Parsons School for Design, hier arbeitete er hauptsächlich an Kollagen und Mixed Media. Hier lernte er auch die Künstlerkollegin und Musikerin
Patti Smith (amerikanisch, geb. 1946) kennen, die für seine ersten Portraits von berühmten Persönlichkeiten Modell stand und er entdeckte neben dem Erstellen von Kollagen seine Liebe zur Fotografie.
In den späten 1960er Jahren arbeitete er als Fotograf für
Andy Warhols Magazin
Interview. Mapplethorpe begann damit, regelmäßig Polaroids von seiner Familie, Freunden und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu machen und konzentrierte sich hauptsächlich auf intime, sexuell aufgeladene Bilder, mit denen er erhebliche Aufmerksamkeit erregte. Später nahm Mapplethorpe eine Serie der weiblichen Bodybuilderin Lisa Lyons auf, des Weiteren machte er dramatische, klassische Aktaufnahmen und kombinierte diese mit seinen Stillleben und Porträts. 1986 erkrante er an AIDS und fotografierte die nächsten drei Jahre inbrünstig weiter. Außerdem gründete er die Robert Mapplethorpe Foundation, eine Stiftung, die sich der Fotografie und AIDS-Forschung widmet. 1988, nur ein Jahr vor seinem Tod, fand seine erste große amerikanische Retrospektive im Whitney Museum of American Art, New York, USA statt.
Mapplethorpes Arbeiten wurden u.a. bei der documenta in Kassel, im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, USA, in der Corcoran Gallery of Art in Washington, DC, USA, im Centre Pompidou in Paris, Frankreich, im Deutschen Guggenheim Museum in Berlin und der Tate Modern in London, Vereinigtes Königreich gezeigt.