Das Stelenfeld von Peter Eisenman

Zur Authentizität des Berliner Holocaust-Denkmals

Eisenmans Hüpfburg

Ric Schachtebeck
15. Juli 2005
Wie? Die Eröffnung des Holocaust-Denkmals war erst in diesem Jahr, und erst im Mai? Scheinbar gewöhnt hat man sich schon an die monumentale Geste zwischen Leipziger und Potsdamer Platz, die einen ganzen Häuserblock einnimmt. Vergessen fast der Zahn eines vermeintlichen KZ-Häftlings, den Lea Rosh zu guter Letzt in eine Stele des Denkmals einbetonieren wollte, um dem Ort doch noch Authentizität zu verleihen; vergessen die mangelhafte Recherche über die Firma Degussa bei der Vergabe der Bauaufträge. Vergessen die zähe, langjährige Debatte des Bundestages, die unzähligen Entwürfe, Juryentscheidungen, Neuausschreibungen und schließlich das Eingreifen des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl für seinen Favoriten: den Entwurf von Richard Serra und Peter Eisenman. Aber was ist und will das Denkmal denn eigentlich? Will es überhaupt etwas?
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