Stephan Huber
FRAKTALE IV, Berlin 2005
Foto: Isaac Bigsby Trogdon

Zeitgenössische Kunst im Berliner Palast der Republik

Tod als Trend

Ric Schachtebeck
19. September 2005
Der Berliner Palast der Republik atmet weiter! Einst politisches Symbol und kulturelles Herz der DDR, nach der Wende jedoch abgeschoben, ausgelacht, bekämpft, entkernt, asbestsaniert und dann zum Abschuss freigegeben, ist der Palast dennoch bis heute nicht tot zu kriegen. Jetzt haben die Künstler und Kuratoren Jonas Burgert und Ingolf Keiner das Gebäude in seiner Einzigartigkeit als Ausstellungsort entdeckt. Mit ihrer „FRAKTALE IV“ setzen sie eine Ausstellungsreihe fort, deren Ziel es ist „in einer Zeit des Werteverlustes substanzielle Fragen an die menschliche Existenz zu formulieren“. Im Zentrum ihrer ästhetischen Auseinandersetzung standen bei vorigen „FRAKTALE“-Ausstellungen jeweils Phänomene wie Natur, Evolution und Metaphysik. Da erscheint es nur logisch, dass sie – zeitgemäß, wie die Reihe sich gibt – „FRAKTALE IV“ dem Thema Tod widmen. Vor allen Dingen ist dabei den Kuratoren und ihrem Team eines gelungen: Sie machen überzeugend deutlich, welch großartiges Potential noch immer in diesem Gebäude steckt.
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