12. Dezember 2009
„Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin von Karin Sander“. Gruppenausstellung, kuratiert von Karin Sander – Temporäre Kunsthalle Berlin. Vom 5. Dezember 2009 bis 10. Januar 2010566 Namen – eine größere Künstlerliste kann man sich kaum vorstellen. Das ist beinahe schon Größenwahn, selbst in einer Stadt wie Berlin, die doch im Ruf steht, Europas Künstler-Hauptstadt zu sein. Billige Mieten, große Studios, ungezügelte Produktionswut, befreundete Kollegen – man kennt die Argumente für das Atelierparadies Berlin. Man kennt auch den Mythos, der die Stadt seither umweht wie ein süßliches Raumaroma. Die Temporäre Kunsthalle, jene im ersten Jahr ihres Bestehens nachdrücklich gescheiterte Mischung aus Ausstellungsraum und Tourismusmagnet, hatte sich einst nichts anderes auf die Fahnen geschrieben, als genau diese Produktionsvielfalt sichtbar zu machen. Als eine Art „Info-Box“ des Berliner Kunstbetriebs, als Guckloch aufs kulturelle Kapital. Man wollte das Innere nach Außen stülpen. Der Patchwork-Standort hätte seinen zentralen Schauplatz bekommen.
Gelungen ist das der Halle bislang freilich nicht. Nicht im ersten Jahr mit den konventionellen Einzelpräsentationen durchweg etablierter Künstler. Auch nicht mit der ersten von vier Künstler-kuratierten Gruppenausstellungen, mit denen nach einer personellen und programmatischen Umstrukturierung das zweite und letzte Jahr bestritten werden soll. Kirstine Roepstorffs „Scorpio’s Garden“ war eine willkürliche und klaustrophobische Ansammlung unterschiedlicher Arbeiten – aber keine überzeugende Ausstellung. Und erst recht kein Schlaglicht auf die in Berlin lebende und produzierende Künstlerszene. Aber diesmal, mit Karin Sanders Riesenausstellung „Zeigen“ ist plötzlich die ganze, epische Breite da. Das Projekt ist kein schiefer Kompromiss zwischen der elitären Hochkunst und dem ungestalten Chaos. Es ist das Chaos selbst. Karin Sander hat das Thema beim Wort genommen, im allerdirektesten Sinne. Das also ist der kreative Schmelztiegel Berlin.
Ironischerweise zeigt „Zeigen“ dabei im strengen Sinne – nichts. Man darf nur hören. Sander hat nach dem Schneeball-Prinzip, ausgehend von eigenen Kontakten, mit ihren Assistenten über Monate hinweg Einladungen an Berliner Künstler verschickt und sie um ein kurzes Audiopiece gebeten. Es sollte eine ausgewählte Arbeit beschreiben oder den eigenen Ansatz gleich nach Belieben in eine Toncollage, einen Song oder irgendetwas anderes Hörbares übersetzen. Exakt das gleiche Verfahren – und auch noch unter gleichem Titel – hatte Sander bereits vorher angewandt, etwa in ihrer Galerie Nächst St. Stephan, mit den Künstlern der Galerie und deren Umfeld. In der Kunsthalle sind es nun einige mehr geworden, etwa 800 wurden angeschrieben, von denen sich tatsächlich 566 bis zur Deadline mit einem Beitrag zurückgemeldet hatten. Abgelehnt hat Sander nach eigener Aussage keinen. Das Resultat: Zusammen 18 Stunden Audiomaterial.
Betritt man den Kunsthallenwürfel auf dem Schlossplatz, sieht man nun erst einmal nichts – außer einem schmalen Band mit den Namen der Teilnehmer und den Ordnungsnummern, mit denen sie sich auf einem ausleihbaren Audioguide auffinden lassen. Als dünnes, fußnotenhaftes Fries zieht es sich durch den ganzen Raum. Man bleibt also stehen und tippt Nummern ein. Unter Vier etwa präsentiert Nevin Aladag so etwas wie türkischen Hip Hop in cheesy Casio-Sounds, ein paar Nummern weiter macht Sven Drühl in seinem Beitrag Undead nicht viel anderes: billiger Techno, Möchtegern-EBM mit Computerstimme und gelegentlichen „Obsession“-Zwischenrufen. Irgendwie meint man, da so etwas wie die Aufzählung der Ingredienzien für ein gutes Bild herauszuhören, ein Gefasel über gutes Licht und „Forming the Motive“. John Bock präsentiert Boxkampfgeräusche, garniert mit Männer-Schreien und -Stöhnen, ein gutes Stück weiter hinten (die Künstlernamen sind alphabetisch geordnet) hat sich im Beitrag von Korpys/Löffler das Zusammensein echter Männer gleich in eine brutale Taser-Orgie nach MTV-„Jackass“-Manier verwandelt. „Ich glaub, wir können ... können wir dann?“, fragt eine Stimme mit leicht schwäbischem Akzent, dann ein Knallen, ein schriller Schrei. „Auffangen! Kopf halten! Kopf halten! Dann vorsichtig ablegen.“ Ein weiterer Knall und die Einsicht: „Du kannst nichts gegen den Krampf tun.“ Fürwahr.
Christian Hoischen dagegen ist ziviler. „Ich hab hier ein Buch in der Hand. Sieht ganz schick aus“, tönt seine Stimme lapidar aus den Kopfhörern, „heißt ‚Die Bibel‘, hat mir meine Mutter geschenkt. Ich hab da noch nie so richtig reingeguckt.“ Das macht er dann und liest Abrahams Stammbaum vor. Direkt nebenan schickt Christian JankowskiDas Lachen von Dan Graham (modifiziert) in die Runde, während Andreas Slominski in Sekundenschnelle einfach eine Falle zuschnappen lässt. Eberhard Havekosts Klang der Malerei dagegen ist: nichts. Absolute Stille. Seine Kollegin Tatjana Doll spielt ein ähnliches Spiel mit der Zapp-Mentalität, die sich unweigerlich einstellt, bei dieser Vielzahl von Beiträgen. Bei ihr ertönt immerhin noch ein monotones „Bitte warten. Bitte warten.“ Und bei Rainer Fetting kann man dem arbeitsteiligen Schaffensprozess des Großkünstlers und seiner Assistenten lauschen: „Wir müssen schneiden. Kannst Du mal ein bisschen Draht schneiden? Sonst fällt der Arm ab.“ Und „Plastilin schon fertig? – Ja, sieht gut aus.“ Fleißig weitermodellieren, bitte. Saâdane Afif lässt einen schmalzigen französischen Chanson singen, Mona Hatoum singt selbst – ein überaus trauriges, schmachtend-herzzerreißendes Lied – und Matt Mullican tut es ihr beim Frühstück gleich. Jan Timme schickt seinen guten Freund, „Tocotronic“-Sänger Dirk von Lowtzow ins Rennen, der einen pathetischen Text über einen tauben Mann, der Hörgeräte braucht, zum Besten gibt. Und „Raumtaktik – vonBorries/Böttger“ nehmen den Start einer Air-Berlin-Maschine Richtung Zürich auf: „Schalten Sie jetzt bitte alle mitgebrachten elektronischen Geräte aus.“ Und das tun wir jetzt endlich auch.
Denn das könnte ewig so weitergehen. Hier ist so ziemlich alles dabei. Knochentrockene Konzeptkünstler und heftige Maler, Top-Verdiener und solche, die wahrscheinlich abends in Bars jobben müssen, um tagsüber Künstler zu sein. Allseits bekannte Namen und totale Nobodys sind zu hören, die irgendwann einmal im Lauf der letzten Jahre in einer Ausstellung der Hauptstadt aufgetaucht sind. Und auch inhaltlich ist das Ganze ein riesiger Gemischtwarenladen: Hier gibt es Mitreißendes ebenso wie Super-Dröges, Langeweile, Hintergründiges, Komik, Kritik und Möchtegern-Kritik, banale Werkbeschreibungen, pseudo-philosophische Gedanken – bis hin zu Yoga-Entspannungsübungen und schlichtem Applaus. Die Qualität der einzelnen Beiträge ist dadurch leider genauso unterschiedlich wie die jeweilige Herangehensweise. Aber so schlimm sich das erst einmal anhört, so hanebüchen simpel als Gesamtkonzept, so erfrischend ist es auch irgendwie. Als überaus kurzweilige Unterhaltung funktioniert die Demokratie dieser Künstlerrepublik ausnehmend gut. Die Kunsthallen-Box ist diesmal eine große Schatztruhe, besser noch: ein Kaugummi-Automat, bei dem man nie weiß, was man bekommt, den wunderschönen Plastik-Diamantring oder den steinharten, drei Jahre alten Kaugummi mit fahlem Heidelbeergeschmack. Geld hat man doch genug hineingeschmissen. Jetzt kommt eine hübsche Belohnung heraus.
Sander macht klar, was in Roepstorffs Version nur implizit und kaschiert, dafür aber umso stärker am Werk war: eine Ausstellung, konzipiert entlang von Netzwerken und Kontakten. Facebook-Style. Was bei Sander überzeugt, ist ihre Transparenz und völlig unprätentiöse Herangehensweise. Denn wo Roepstorffs „Scorpio’s Garden“ meinte, sich ein inhaltlich-kuratorisches Konzept wie ein Alibi-Mäntelchen über die Schultern werfen zu müssen, verzichtet „Zeigen“ auf jegliches Thema und gibt allein die Struktur vor. Und wo die für Berlin notorischen „Alle-dürfen-mitmachen“-Ausstellungsprojekte im Stile von Olivia Berckemeyers „Schickeria“ oder Tjorg Douglas Beers „The Forgotten Bar Project“ – interessanterweise ebenfalls alles Künstlerinitiativen – den zugrunde liegenden Sozial-Faktor immer noch mit massenhaft angehäufter Kunst legitimieren möchten, stehen bei Sander nur noch die Namen der Betriebszugehörigen an der Wand. So ist es hier tatsächlich einmal gelungen, den von Haus aus absurden Anspruch der Kunsthalle einzulösen, „die“ brodelnde Kunstszene Berlins (die es als Ganzes gar nicht gibt) abzubilden – und dabei zugleich augenzwinkernder Kommentar zu einem Vorhaben zu sein, dessen schiere Monstrosität zum Abbild eines manchmal monsterhaft aufgeblähten Kreativsektors wird. Nicht trotz der radikal unterschiedlichen Qualität und Diversität der einzelnen Beträge, sondern gerade deswegen. Denn so sieht es jenseits der Wände da draußen in der Stadt eben aus: Massen von Künstlern, die alle irgendetwas produzieren – was, das ist der Stadt meist ganz und gar egal. Man kann es selten sagen, aber einmal stimmt es doch: Die schiere Masse macht’s.
Teilnehmende Künstler:
Saâdane Afif, Carla Åhlander / Gernot Wieland, Nader Ahriman, Nevin Aladag, Stefan Alber, Erik Alblas, Sonja Alhäuser, Bettina Allamoda, Heather Allen, Pablo Alonso, D-L Alvarez, Matthew Antezzo, John Armleder, Ole Aselmann, Martin Assig, Marius Babias, Mona Babl, Elvira Bach, Florian Bach, Frank Badur, Fritz Balthaus, Heike Baranowsky, Gabriele Basch / Maurice de Martin, Rui Calçada Bastos, Florian Baudrexel, Michael Bause, T.R. Becker, Tjorg Douglas Beer, Birgit Bellmann, Benjamin Bergmann, Christine Berndt, Anne Berning, Michael Beutler, Nicole Bianchet, Gerry Bibby, Marc Bijl, Norbert Bisky, Caroline Bittermann, Kristleifur Björnsson, John Bock, Katinka Bock, Armin Boehm, Hartmut Böhm, Heike Bollig, Monica Bonvicini, Shannon Bool, Susanne Bosch, Pauline Boudry / Renate Lorenz, Daniela Brahm, Marc Brandenburg, Monika Brandmeier, Barbara Breitenfellner, Mari Brellochs, Micha Brendel, Birgit Brenner, Agnieszka Brzezanska, Nine Budde, Matthew Burbidge, BURGHARD, Katarina Burin, Stefanie Bürkle, Susanne Bürner, André Butzer, Pash Buzari, Janet Cardiff / George Bures Miller, Eva Castringius, Libia Castro & Ólafur Ólafsson, Antonio Catelani, Jessica Centner, Paolo Chiasera / Alex Trebo, Helen Cho, Clegg & Guttmann, Kerstin Cmelka, Daniela Comani, Martin Conrads, Martin Conrath / Marion Kreißler, Natalie Czech, Camilla Dahl, Björn Dahlem, Martin Dammann, Mariechen Danz, Paul Darius, Ronald de Bloeme, Michel de Broin, Christine de la Garenne, Jana Debrodt, Christiane Dellbrügge & Ralf de Moll, Dieter Detzner, Frank Diersch, Peter Dittmer, Ursula Döbereiner, Peter Dobroschke, Jason Dodge, Paula Doepfner, Christina Doll, Tatjana Doll, A K Dolven, Johanna Domke, Antje Dorn / Lukas Lonski, Hannah Dougherty, Margarete Dreher, Ruprecht Dreher, Jürgen Drescher, Arnold Dreyblatt, Sven Drühl, Peter Duka, Jimmy Durham, Mikala Dwyer, Bogomir Ecker, Knut Eckstein, Maria Eichhorn, Frauke Eigen, Dörte Eißfeldt, Paul Ekaitz, Nezaket Ekici, Robert Elfgen, Thomas Eller, Elmgreen & Dragset, Slawomir Elsner, Annika Eriksson, Ayse Erkmen, Esra Ersen, Ueli Etter, EVA & ADELE, Simon Faithfull, Faller / Mieth / Stüssi / Weck, Anna Fasshauer, Valérie Favre, Friederike Feldmann, Peter Fend, Rainer Fetting, Berta Fischer, Nina Fischer & Maroan el Sani, Wolfgang Flad, Ulrike Flaig, Christian Flamm, Jean Pascal Flavien, Thomas Florschuetz & Carla Guagliardi, Carsten Fock, Gunda Förster, Olivier Foulon, Heiner Franzen, Hanna Frenzel, Marten Frerichs, Pia Fries / Hans Brändli, Barbara Frieß, Bernard Frize, Tom Früchtl, Simon Fujiwara, Tine Furler, Taro Furukata, Dani Gal, Heike Gallmeier, Bernhard Garbert, Kati Gausmann, Axel Geis, Stella Geppert, Patrycja German, Torben Giehler, Milena Gierke, Andrew Gilbert, Annette Gödde, Claus Goedicke, Thorsten Goldberg, Undine Goldberg, Erik Göngrich, Delia Gonzalez, Douglas Gordon, Kerstin Gottschalk, Sabine Groß, Katharina Grosse / Michael E. Smith, Lilly Grote, Asta Gröting, Eva Grubinger, Beate Gütschow, Terry Haggerty, Mathew Hale, Hlynur Hallsson, Atalayman Haluk, Friederike Hamann, Sebastian Hammwöhner, Jens Hanke, Elín Hansdóttir, Erla S. Haraldsdottir, Joe Hardesty, Ellen Harvey, Bertram Hasenauer, Christian Hasucha, Mona Hatoum, Tobias Hauser / Hermann Bohlen, Elisabeth Hautmann, Eberhard Havekost, Claire Healy & Sean Cordeiro, Swetlana Heger / Billy Davis, Isabel Heimerdinger, Valeria Heisenberg, Hans Hemmert, Uwe Henneken, Anton Henning, Knut Henrik Henriksen, Arturo Herrera, Swantje Hielscher, Gregor Hildebrandt, Veronike Hinsberg, Moritz Hirsch, Franz Hoefner & Harry Sachs, Christian Hoischen, Karl Holmqvist, Olaf Holzapfel, Alexandra Hopf, Laura Horelli / Anu Pennanen, Ute Hörner & Mathias Antlfinger, Sabine Hornig, Franka Hörnschemeyer, Satch Hoyt, Felix Stephan Huber, Patrick Huber, Nicolai Huch, Markus Huemer, Elvira Hufschmid, Sofia Hultén, Hideaki Idetski, Leiko Ikemura, John Isaacs, Jeroen Jacobs, Dani Jakob, Christian Jankowski, Monika Jarecka, Mona Jas & Holger Friese, Olaf Christopher Jenssen, Sven-Åke Johansson, Rolf Julius, Stephanie Jünemann, Stephan Jung, Lisa Junghanß, Johannes Kahrs, Ilona Kálnoky, Sejla Kameric, Helmut & Johanna Kandl, Eckhard Karnauke, Katharina Karrenberg, Silke Kästner, Veronika Kellndorfer, Isabel Kerkermeier, Iris Kettner, Waszem Khan, Shila Khatami, Thomas Kiesewetter, Dietmar Kirves, Christiane Klatt, Astrid Klein, Gisela Kleinlein, Heike Klussmann, Paco Knöller, Daniel Knorr, Folke Köbberling & Martin Kaltwasser, Andreas Koch, Peter K. Koch, Takehito Koganezawa, Susanne Kohler, Karsten Konrad, Korpys / Löffler, Katarzyna Kozyra, Pauline Kraneis, Ullrich Kraus, Wolfgang Krause, Clemens Krauss, Susanne Kriemann, Käthe Kruse, Christina Kubisch, Coco Kühn, Raimund Kummer, Michael Kunze, Ulrike Kuschel, Susanne Kutter, Alicja Kwade, Marcellvs L., Nick Laessing, Christin Lahr, David Lamelas, Mark Lammert, Pia Lanzinger, Sami Ben Larbi, Tim Lee, Gerda Leopold, Via Lewandowsky, Alexandra Leykauf, Axel Lieber, Deborah Ligorio, María Linares, Ute Lindner, Nikolaus List, Thomas Locher, Wiebke Loeper, Adrian Lohmüller, Susanne Lorenz, Darri Lorenzen, Antonia Low, Robert Lucander, Dieter Lutsch, Ute Mahling, Inge Mahn / Katrin Albrecht / Valentin Hertweck , Antje Majewski, Katrin von Maltzahn, Simone Mangos, Matthias Mansen, Angelika Margull, Rémy Markowitsch, Bernhard Martin, Yvette Mattern, Hans-Jörg Mayer, Matthias Mayer, Christoph Mayer chm. / Andreas Hagelüken u.a., Josephine Meckseper, Jonathan Meese, Birgit Megerle, Sandra Meisel, Bjørn Melhus, Isa Melsheimer, Florian Merkel / Jasmin Schwarz / BEEP OFF, Arwed Messmer, Yves Mettler, Dörte Meyer, Nanne Meyer, Angelika Middendorf, Ricarda Mieth, Boris Mikhailov, Yana Milev, Gerold Miller, John Miller, Igor Mischiyev, Dane Mitchell, Martin Mlecko, Christiane Möbus, Ulrike Mohr, Martin Mohr, Regina Möller, Jonathan Monk, Stephan Mörsch, Sofie Bird Møller, Jan Muche, Christl Mudrak, Wolfgang Müller, Peter Müller, Michael Müller, Matt Mullican, Anca Munteanu-Rimnic, Piotr Nathan, Hajnal Németh, Ursula Neugebauer, Neulant van Exel, Carsten Nicolai, Karina Nimmerfall, Astrid Nippoldt, Ann Noël, Jens Nordmann, Silke Nowak, Hester Oerlemans, Roman Ondak, Aya Onodera, Michael Otto, Amy Patton, Antonio Gonzales Paucar, Manfred Peckl, João Penalva, Manfred Pernice, Sandra Peters, Kristian Petersen, Mario Pfeifer, Katja Pfeiffer, Pfelder, Daniel Pflumm, Andrea Pichl, Katinka Pilscheur, Hermann Pitz, Nina Pohl, Marco Poloni, David Polzin, Sophia Pompéry, Lynn Pook & Julien Clauss, Bettina Pousttchi, Prinz Gholam, Peter Pumpler, Norbert Radermacher, Fritz Rahmann, Alexandra Ranner, Rebecca Raue, raumtaktik, von Borries / Böttger, Haleh Redjaian, Dodi Reifenberg, Inken Reinert, Berthold Reiß, Andreas Reiter Raabe, Thomas Rentmeister, Cornelia Renz / Laura Bruce, Gunter Reski, Mandla Reuter, Reynold Reynolds, Bernd Ribbeck, Tanja Rochelmeyer, Gerwald Rockenschaub, Kirstine Roepstorff, Ursula Rogg, Stefan Römer, Maya Roos, Peter Rösel, Jenny Rosemeyer, Rosen / Wojnar, Aura Rosenberg, Angela Rosenberg, Fried Rosenstock, Roth Stauffenberg, Miguel Rothschild, Steven Rowell, Annette Ruenzler, Egill Sæbjörnsson, Stefan Saffer, Anri Sala, Dean Sameshima, Maike Sander, Yorgos Sapountzis, Yehudit Sasportas, Matt Saunders, Eran Schaerf, Albrecht Schäfer, Sophia Schama, Gerda Scheepers, Jutta Scheiner, Andreas Schimanski, Hanns Schimansky, Cornelia Schleime, Ariel Schlesinger, Sebastiaan Schlicher, Les Schliesser, Gesine Schmauder, Regina Schmeken, Gunna Schmidt, Tomas Schmit, Ralf Schmitt, Gregor Schneider, Albrecht Schnider, Dennis Scholl, Frances Scholz, Eva Maria Schön, Jo Schöpfer, Henrik Schrat, Michael Schultze, Tilo Schulz, Alexandra Schumacher, Veronika Schumacher, Martina Schumacher, Hanna Schwarz, Daniel Seiple, Andreas Sell, Aurelia Sellin, Marcus Sendlinger, Eva Seufert, Catriona Shaw, Amie Siegel, Judith Siegmund, Wiebke Siem, Katharina Sieverding, Markus Sixay, Jim Skuldt, Andreas Slominski, Florian Slotawa, Raaf van der Sman, Christopher Snee, Juliane Solmsdorf, Astrid Sourkova / Markus Selg, Heidi Specker, Thomas Spielmann, Andrea Splisgar, Rainer Splitt, Martin Städeli, Klaus Staeck, Raimar Stange, Tim Stapel, Simon Starling, Julia Staszak /Olaf Mach, Erik Steinbrecher, Bente Stokke, Fiete Stolte, Roland Stratmann, Josef Strau, Jaro Straub, Marlene Streeruwitz, Katja Strunz, Asli Sungu, Shanghay Surbir, Anita Tarnutzer, Vincent Tavenne, Mathilde ter Heijne, Benedikt Terwiel, Stefan Thiel, Mirjam Thomann, Bernhard 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Georg Zey, Ralf Ziervogel, David Zink Yi, Annett Zinsmeister, Christina Zück, Christof Zwiener