29. Mai 2007
Salzburg World Fine Art Fair, Erzbischöfliche Residenz Salzburg. Vom 26. Juli bis 4. August 2007Salzburg. Wann ist das Städtchen an der Salzach noch betuchter, als es ohnehin schon ist und dazu auf jedem der wenigen Quadratmeter der barocken Innenstadt international besetzt? Das weiß nun wirklich jeder: Im Hochsommer, zu den Salzburger Festspielen. Auch bei heißesten Temperaturen laufen die männlichen Gäste in außerordentlich gut sitzenden, da maßgeschneiderten dunklen Anzügen und Smokings durch die Gassen. Ihren Gattinnen bleibt, wie es Frauen vorzugsweise gestattet ist, mehr Auswahl beim Outfit - sie sind gerüstet, keine Frage. Im Juli und August ist Salzburg einfach très chic und dies wirklich auf angenehme Weise. Denn der Festspielbesucher, sei er aus den USA, Lateinamerika, Asien oder nur aus einem der europäischen Nachbarländer angereist, um den neuesten Einspielungen und Inszenierungen traditioneller oder avantgardistischer Oper zu folgen, ist meist nicht nur sehr wohlhabend, sondern auch „sophisticated“, ja „tasty“.
„Tasty people“ kommen mit der Musik oder der darstellenden Kunst alleine nicht durchs Leben, da fehlt noch ein Teil der Kunst, die Bildende, die Angewandte, das Kunstgewerbe oder einfach ein paar hochwertige, geschmackvolle „schöne Dinge des Lebens“. Und wann hat ein solcher Mensch mehr Muße sich diesen Dingen hinzugeben, als auf einem Kurztrip in ein überschaubares Städtchen, wo alles bequem zu Fuß erreicht werden kann und für die geruhsamen Pausen alte Caféhäuser einladen.
In all dem fand das Management der Salzburg World Fine Art Fair (SWFAF) ausreichend Motive für die Gründung einer neuen Messe. Ihre Köpfe heißen Yves Bouvier, Präsident des Transportunternehmens Natural Le Coultre, und Bruce Lamarche, Initiator der in diesem Jahr am 28. Mai beginnenden Moscow World Fine Art Fair. Die Organisation übernimmt das ACS - Art Culture Studio SA in Genf. Unterstützung für das Vorhaben gaben wichtige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Salzburg und Österreich und die Freunde der Sommer-Festpiele. Bruce Lamarche ist sich sicher, dass „die Salzburg World Fine Art Fair ein Event ist, der das Programm der internationalen Besucher der Sommer-Festspiele bereichert“. Und von diesen, den Besuchern, gibt es ja reichlich. Meist werden während der Festspiele im Schnitt eine Viertelmillion gezählt.
Bei der Konzeption setzt die Messeleitung auf ein breites Spektrum und Klasse, nicht Masse. Die Veranstalter einigten sich auf etwa 30 Aussteller, die die Gebiete von Alten Kulturen bis hin zur Zeitgenössischen Kunst abdecken sollen. Wer möchte, kann in verschiedenen Prunkräumen der Salzburger Residenz von Möbeln über Skulpturen, Porzellan und Silber, Gemälde Alter Meister, Klassischer Moderne und Zeitgenössischem bis hin zum Design-Objekt Etliches und durch eine Auswahlkommission Beäugtes erwerben. Schmuck und Juwelen runden das Angebot ab.
Galerien und Kunsthändler aus Österreich, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz haben bereits die Teilnahme zugesagt. Aus dem nahen Süden Deutschlands reisen Helga Matzke, die Kunsthandlung Röbbig, die Galerie Thomas und Albrecht Neuhaus an, aus Frankreich die Galerien Frank Laigneau, Ratton-Ladrière, Seroussi und Steinitz. Niklas von Bartha aus Basel hat sich angesagt, aus London Capital Culture und Partrigde Fine Arts Ltd. Auch die Wiener Kollegen glauben an die Synergien zwischen Kulturevent der Weltklasse und händlerischen Geschick, darunter Rudolf Budja, Wienerroither & Kohlbacher und die Juweliere Köchert. Anmeldungen zur Messeteilnahme sind übrigens noch möglich