Ghada Amer
Yin Yang Garden
Farbstift auf Papier
21,59 x 27,94 cm
Courtesy of the artist und Gagosian Gallery, New York

Rosa Martínez kuratierte die 51. Venedig-Biennale

Immer ein Stückchen weiter

Hans-Jürgen Hafner
4. Juli 2005
Dieses Mal setzt die Venedig-Biennale auf Reduktion, personelle wie inszenatorische Beschränkung ist angesagt. Nach der an kaum einer Stelle sinnvollen Materialschlacht, die Francesco Bonami unter Einbeziehung großer Kontingente co- und parakuratorischer Hilfstruppen schlug, sowie nach den ausufernd erzählerischen Parcours des „Über-Kurators“ Harald Szeemann wurde es langsam überfällig, die großen Schauen der Biennale zu entschlacken. Wer allerdings gehofft hatte, dass mit den Rationalisierungsmaßnahmen zwangsläufig auch Qualitätssicherung, ja vielleicht sogar -steigerung einhergehen werden, der dürfte herb enttäuscht worden sein. Mit ihrer Schau always a little further gelang Kuratorin Rosa Martínez zwar ein eleganter und schick inszenierter Kulturspaziergang im weiträumigen Arsenale-Trakt, doch gibt es dabei trotz der ganz explizit vorangetragenen Fetische „Internationalität“ und „Jugendlichkeit“ in Sachen Kunst so gut wie nix zu holen.
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