CRMBanner

27. Juni 2012
Der 1988 verstorbene Künstler Paul Thek ist so aktuell wie nie zuvor. Nun erinnert das Duisburger LehmbruckMuseum in einer konzentrierten Kabinettsausstellung an den Ausnahmekünstler aus Brooklyn.
2010
Januar
Bei Guido W. Baudach darf’s gerne krachen. Umso überraschender die konzentrierte Schau des Österreichers Erwin Kneishl in der Charlottenburger Dependance.

Die Kunstszene im Rheinland bleibt in Bewegung. Nun haben sich sieben Düsseldorfer Händler unter dem Label „Galerien Flingern“ zusammengeschlossen.

Ben Cottrell drückt bei Ben Kaufmann schwer auf die Tube und unternimmt Ausflüge in Bergromantik und schwülstige Sexualität.
Joachim Koester installiert bei Giti Nourbakhsch, Berlin, einen theatralen Erlebnisraum, in dem sich mit interessierter Distanz das Rauschhafte beobachten lässt.
Die Gruppenausstellung „tanzimat“ im Wiener Augarten Contemporary überzeugt als Geschichtsstunde, nicht jedoch als kuratorisches Konzept.
In ihrem aktuellen Video lässt Jeanne Faust ein Pressefoto nachstellen und uns bei den Mechanismen der Bildwerdung zusehen.
Sarah Szczesny gelingt etwas Unerwartetes. In ihrer Schau bei Cinzia Friedlaender, Berlin, haucht sie der klassischen Bildhauerei neues Leben ein.
Die Heilbronner Ausstellung „Das Fundament der Kunst“ widmet sich dem Sockel und seiner Dekonstruktion. Eine erstaunlich gelungene Überblicksschau.
Wie mit den fremden Gästen im eigenen Haus umgehen? Die gemeinschaftlich kuratierte Schau ist eine Antwort beim Galerienaustausch Berlin-Paris.
Beim Weitermachen innehalten, dieses Paradox gilt für den Ansatz von Seth Price. Denn seine Werke sind stets Produkt und Kommentar zugleich.
Luigi Ghirri beobachtet die Welt mit sanftmütiger Ironie. Reception Berlin zeigt seine erste Einzelausstellung in Deutschland seit 25 Jahren.
Der Galerienaustausch Berlin-Paris geht in die zweite Runde. Viele der 13 Berliner Galerien haben sich dabei für klassische Positionen entschieden.
Die Chapman-Brüder haben ihre pathetisch aufgeladenen, skandalträchtigen Werke miniaturisiert und setzen so einen Schlusspunkt unter ihr Werk.
Im OK Kulturhaus Linz zeigt Oscar Muñoz den Betrachtern das Verschwinden der Bilder. In seinen Werken kommt der Tod als Prozess ins Bild.
Die Beziehung der Kunst zum Bühnenhaften will eine Gruppenschau in der Johnen Galerie erkunden, gerät aber zur theatralischen Selbstinszenierung.
Eine Gruppenschau im KW Berlin verheißt ästhetische Grundlagenforschung. Doch weder Werke noch Ausstellung klären das Verhältnis von Sehen und Gesehenem.
Befreiung aus der Passivität: Die Franz-West-Schau im Kölner Museum Ludwig erlaubt Betrachter wie Kunstwerk das Übertreten von Konventionen.
Wenn der Fortschrittsglaube von einst zum Trauma der Gegenwart wird: Armin Linke inszeniert bei Klosterfelde Berlin eine gescheiterte Zukunft.
Corinne Wasmuhts sinnlich-flirrende Gemälde sind Reflexionen über Wahrnehmung und demonstrieren den Illusionismus der Malerei.
In seinen illusionistischen Fotografien macht Georges Rousse Raum als Kategorie und als Bedingung für Erkenntnis erfahrbar.
Carsten Fock hält seine Kunst in einer prekären Balance. Im Bregenzer Kunstverein erweitern sich die Bilder in den Raum, während der Raum Bild wird.
Lothar Götz will den malerischen Dialog mit einem radikalen Architekturentwurf, kommt aber nicht über farbenfrohe Abstraktion hinaus.
2009
Dezember
Das Berliner Deutsche Historische Museum will die deutsche Kunst im Kalten Krieg aufarbeiten, erliegt aber wohlbekannten Klischees.
In einer Leipziger Ausstellung lässt uns Rémy Markowitsch die Risse und Schatten der Geschichte dechiffrieren.
Bei Peter Roehr verbinden sich die unterschiedlichen Ansätze von Minimal, Pop Art und Konzeptkunst. Städel und MMK Frankfurt zeigen sein stringentes Werk.
Die junge dänische Szene ist daheim viel zu selten zu sehen – ein Rundgang durch die Kopenhagener Galerien lässt aber neue Chancen erkennen.
Bunt flackern die Bilder: Die Kunsthalle Wien zeigt eine Auswahl aus dem Ursula Blickle Videoarchiv, der die kuratorische Klammer fehlt.
Die Welt als Bild und Vorstellung: Elger Essers Fotografien nach alten Postkarten beschwören den sehnsüchtigen Blick des urbanen Bürgers auf die Natur.
Cathy Wilkes tappt in die Kitschfalle. Ihre Installation bei Giti Nourbakhsch, Berlin, erschöpft sich im formalisierenden Aufbau und einer zu simplen Geschichte.
Das Künstlerhaus Bethanien in Berlin widmet sich der DDR und zeigt den weiblichen Kunst-Underground als frisch gehobenen Museumsschatz.
Das Freudenhaus wird zum Horrorkabinett. Auch fast 50 Jahre nach seinem Entstehen ist Ed Kienholz‘ Environment „Roxys“ von beklemmender Eindringlichkeit.
Die Kreativindustrie ist Berlins großer Mythos. Karin Sander lässt in der Temporären Kunsthalle seinen Chor erklingen.
„Dance In My Experience“ im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen hat die Jahre 1967/68 im Blick, verwechselt aber kuratorische Stringenz mit Ausstellungsdesign.
Mit David Maljkovic und Cyprien Gaillard haben sich Sprüth Magers die Moderne-Befrager ins Haus geholt. Gaillard brilliert dabei mit berührenden Bildern.
Jordan Wolfson lässt bei Johann König die Cola-Fläschchen marschieren und wirbelt vertraute Medien- und Werbewelten durcheinander.
Baden-Baden zeigt Georg Baselitz. Doch im Überblick werden aus dem wütenden Widerstand gegen die Moden der Kunst kalkulierte Karriere-Effekte.
Die zeitgenössische Kunst im Rahmen von „Istanbul Next Wave“ gastiert in Berlins Akademie der Künste. Dort werden feministische und kritische Positionen gezeigt.
Mit messerscharfer Präzision befreit Thomas Flor das Werk von Michael Buthe aus der Nachlassmasse postumer Mythologisierung.
Eine Ausstellung im n.b.k. Berlin reklamiert „Die Welt als Bühne“ und kommt doch nicht über eine klischeehafte Selbstreflexion des Kunstbetriebs hinaus.
Die Frankfurter Schirn Kunsthalle zeigt das Monumentalwerk „Hof für die Pachteinnahme“ aus der Mao-Ära: regimetreue Propaganda und künstlerische Herausforderung.
November
An drei Orten in Berlin gastiert die Ausstellung „Istanbul Next Wave“. Der Martin-Gropius-Bau zeigt die türkische Moderne.
Kathryn Andrews inszeniert bei Christian Nagel, Berlin, den fiktiven Ausverkauf eines Schauspieler-Haushalts und einen Abgesang auf den American Dream.
Neben Kuratoren und Kritikern entdecken auch immer mehr Künstler die esoterische und irrationale Seite der Moderne. Tillman Kaiser ist einer von ihnen.
Silke Wagner wird ruhiger. In ihrer aktuellen Schau nutzt sie den Umweg über die Mode, um das Verhältnis von Ästhetik und Aktivismus zu reflektieren.
Sean Paul verwandelt den Galerieraum in eine sterile Bankhalle. Seine monochromen Tafeln verhandeln Abstraktionsleistungen am Beispiel Papiergeld.
Er findet immer wieder prägnante Bilder für den Zustand der chinesischen Gesellschaft. Nun ist Qiu Zhijie im Berliner Haus der Kulturen der Welt zu sehen.
Auch Kölns junge Galerien haben sich zu einer Marke zusammengeschlossen. Als „Cologne Contemporaries“ luden sie zum zweiten Vernissagenwochenende.
Die Wiener BAWAG Foundation zeigt das widerspenstige und diskursive Werk von Jef Geys. Und präsentiert dabei einen konzeptuellen Fehlschlag.
Die Vienna Art Week ist ein Festakt der Wiener Institutionen. Doch auch manche Galerie lockt mit großen Namen. Nicht immer ist das große Kunst.
Eine exzellente Schau in Ludwigshafen revidiert unser Bild vom Surrealismus. Nicht nur Paris, auch Prag war künstlerisches Zentrum jener Bewegung.
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