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27. Juni 2012
Der 1988 verstorbene Künstler Paul Thek ist so aktuell wie nie zuvor. Nun erinnert das Duisburger LehmbruckMuseum in einer konzentrierten Kabinettsausstellung an den Ausnahmekünstler aus Brooklyn.
2008
Juli
Irgendwann einmal war Reduktion eine Gegengeste, inzwischen sichert sie kommerziellen Erfolg. Cheyney Thompson beweist das bei Daniel Buchholz in Köln.
In der aktuellen Kunstproduktion sind Rückwärtsmanöver äußerst beliebt - wie der Neustart des Neuen Berliner Kunstvereins einmal mehr beweist.
Bei Arndt & Partner in Berlin liefern sich Susan Turcot und Douglas Kolk einen ebenso temperamentvollen wie wirksamen Vergleich.
Merkwürdige Methoden von Kulturpolitik machten aus einem groß angelegten Ausstellungsprojekt mit chinesischer Kunst ein eher peinliches Debakel.
Gunilla Klingberg platziert ihre Kritik am Markt mitten in einer Berliner Galerie - und erschafft so einen Zirkel, dem die Kunst nicht mehr entkommt.
Auch die aktivistische Geste ist ein künstlerisches Genre. Eine Berliner Doppelausstellung zeigt sie als dekorativ wirksames Material.
Elke Krystufeks neue Arbeiten bei Barbara Thumm tarnen sich nicht mehr im Licht der Überoffensichtlichkeit, sondern offenbaren einen Lernprozess.
Im Kölner Museum Ludwig hat Matti Braun mit der Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit gespielt und doch nur einen akademischen Topos präsentiert.
In seiner Ausstellung in der Berliner Johnen Galerie präsentiert Francesco Gennari nichts weniger als die Vereinigung von Geist und Materie.
Juni
Dingen, die eigentlich nicht greifbar sind, verleiht der Düsseldorfer Bildhauer Benjamin Houlihan greifbare Gestalt, zu sehen bei Thomas Rehbein in Köln.
Wissen die von uns benutzten Maschinen mehr von der Welt als wir selbst? In ihrem Video bei Lüttgenmeijer in Berlin geht Keren Cytter dieser Frage nach.
Mit seinen Explosionswolken-Zeichnungen bei Susanne Vielmetter in Berlin erwischt Charles Gaines den Rezipienten auf seiner Suche nach Erklärungen.
Obwohl die Gruppenschau bei Thomas Flor in Düsseldorf weder digital generierte noch manipulierte Fotos zeigt, ist darauf doch vieles nicht so, wie es scheint.
In Berlin versammelt die Helmut Newton Stifung rund 350 Aufnahmen der legendären Vertreter des Paparazzitums der 1960er und 1970er Jahre.
Matthias Reinhold ist ein kartografischer Zeichner. Seine Karten bilden aber nicht die Erdoberfläche, sondern die Welt der Begriffe ab.
Der Berliner Projektraum Jet zeigt eine Retrospektive Chris Reineckes und gleicht so das Versäumnis weit größerer Institutionen aus.
Tim Rodas Fotografien bei den art agents in Hamburg sind mehr Theater als Film, mehr Hobbykeller als Hochglanz - und darin geheimnisvoll und faszinierend.
Mit kühnem Bildaufbau brach Alexander Rodtschenko alle Konventionen seiner Zeit. Eine Berliner Schau zeigt jetzt rund 350 seiner Fotografien.
Die Schau zum "Deutsche Börse Photography Prize" bei C/O Berlin klärt nicht die Frage, ob Fotografie wirklich Kunst ist, sondern was gute Fotografie ausmacht.
Mit literweise Nudelsuppe bewaffnet, übt Yuri Leiderman den Widerstand gegen künstlerische Form- und Sinnsuche.
Während die Messe sich an ihrer Hektik berauscht, herrscht in den Basler Galerien Bedächtigkeit. Nicht zum Schaden der Qualität.
Gleich zwei Einzelausstellungen des Magnum-Fotografen Alec Soth in Berlin zeigen, dass auch ein langer, ruhiger Fluss seine Untiefen hat.
Mai
Inmitten des "Mythos Kreuzberg" inszeniert Uwe Schinn seine distanzierend-ironische Dekonstruktion von Keith Jarretts Genie-Gestus.
Chris Kraus macht aus Theorien Filme, setzt sie in Büchern fort und erzählt am Ende von sich selbst - kuriose Zeitdokumente, zu sehen bei Cinzia Friedlaender in Berlin.
100 Jahre Darmstädter Mathildenhöhe sind ein Anlass, sich mit den architekturkritischen malerischen Recherchen von Heribert C. Ottersbach auf den Weg zur Moderne zu machen.
Anlässlich der 5. berlin biennale erzählt eine Ausstellung im Schinkel-Pavillon die Geschichte von Masist Gül und wie er Supermans türkischen Cousin erschuf.
Ist Kritik nur noch der Mehrwert, der die Wettbewerbschancen eines Kunstwerks erhöht? Thomas Locher geht bei CUC Berlin in Opposition.
Der traditionelle Kunststandort Frankfurt entwickelt sich zur Nische - allerdings zu einer höchst beständigen mit beachtlichem künstlerischem Anspruch.
Der Berliner Designmai lässt nach seiner Verwandlung in das "DMY International Design Festival" deutlich mehr Profil erkennen.
In einer umfassenden Werkschau zeichnet das Kunstmuseum Bern ein verführerisch facettenreiches Bild des Malers Ferdinand Hodler.
Wenn in der Kunst der Witz zur Methode wird, droht die formale Trivialität. Meusers Werk kennt beides, Gewinn und Risiko der Komik.
Die 31. Duisburger Akzente sprechen im Tonfall der Kreativindustrie. Dem künstlerischen Niveau hilft die euphorische Rhetorik nicht.
In diesem Mai tut sich viel in Berlins Kunstszene: Neben dem Gallery-Weekend wurde ein neues Galerienhaus aus der Taufe gehoben.
Thomas Demand gilt als der Kopist, der Bilder in Karton nachbildet und dann fotografiert. Erstmals ist er dabei zum Reporter geworden.
Komik ist selten in deutschen Museen. Im Hamburger Bahnhof wird sie gerade für einen gewitzten Feldzug gegen die reinen Lehren eingesetzt.
Der Städtischen Galerie Dresden ist es gelungen, sich die umfangreiche Penck-Sammlung von Jürgen Schweinebraden dauerhaft zu sichern.
In einem Raum im Souterrain entschädigt die formalismusgeschädigte Berlin-Biennale ihr Publikum: Jos De Gruyter & Harald Thys zeigen großes Kino.
Die Ergebnisse seiner intensiven Recherchen auf dem Gebiet des erweiterten Malereibegriffs zeigt Lois Renner derzeit bei Kuckei + Kuckei in Berlin.
Für die Künstlerin Alex Müller sind Jacques Tati, Paul Auster und Francisco de Goya "Os". Warum? Das ist in der Kölner Galerie Vera Gliem zu erfahren.
Mit seinen klebenden Buchstaben-Werken nimmt der amerikanische Künstler John Knight den Münchner Galerieraum von Rüdiger Schöttle in Besitz.
Das Kunstmuseum Bern widmet dem Künstler Adolf Wölfli eine Retrospektive der Superlative - ein "Universum" mit multimedialer Ausrichtung.
Ist das Banale wirklich so banal? Eine Zürcher Schau mit Objekten von Lilian Bourgeat und Christian Robert-Tissot wirft derlei Fragen auf.
Mit dem Maler Bernard Buffet beschließt Udo Kittelmann im Frankurter MMK seine Ausstellungs-Trilogie neu zu bewertender Positionen.
Beim Leipziger Rundgang zeigte sich erstmals neues Leben jenseits der zur puren Form erstarrten Corporate Identity in Leinwandform.
Mark Leckey ist ein Informationssammler der Popkultur. Derzeit ist der Kölnische Kunstverein seine Wohnung, die er mit seiner Welt im Kopf möbliert.
April
Peggy Buth untersucht bei Klemm's in Berlin Zeichensysteme und verwandelt Analyse in Stil.
Terence Koh präsentiert in der Züricher Galerie de Pury & Luxembourg Produkte einer höchst körperbezogenen Performance.
Worum geht es Nathan Coley, wenn er bei Haunch of Venison in Berlin seine Westernstadt aufbaut? Den gedanklichen Showdown bleibt er schuldig.
Howard Kanovitz, der Altmeister des amerikanischen Fotorealismus, ist mit neuen Werken in der Frankfurter Galerie Ulrich Gering zu sehen.
Die Position des Norwegers Pushwagner stellt auf der 5. berlin biennale so etwas wie einen Schlüssel zum Programm dar.
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