CRMBanner

27. Juni 2012
Der 1988 verstorbene Künstler Paul Thek ist so aktuell wie nie zuvor. Nun erinnert das Duisburger LehmbruckMuseum in einer konzentrierten Kabinettsausstellung an den Ausnahmekünstler aus Brooklyn.
2008
Dezember
Bestimmt das Sein die Bilder, oder bestimmen die Bilder das Sein? Beides trifft zu, lautet die salomonische Antwort von Lisl Ponger.
Manchmal scheitert Kunst nicht an den Umständen, sondern an ihrer eigenen Normerfüllung. In Berlin ist ein Beispiel für eine solche unfreiwillige Selbststandardisierung zu sehen.
Medien vermitteln Informationen nicht nur, sie erzeugen sie auch. David Lamelas verrät, wie sie das tun. Er ist der Realo unter den Konzeptkunstveteranen.
Das Verblüffendste an der feministischen Kunst ist, dass es so wenig gute Ausstellungen über sie gibt. In Berlin bemüht man sich um Abhilfe.
Die Idee ist simpel – doch sie zündet. Die aktuelle Ausstellung von Albert Oehlen vereint Gemälde aus zwei Schaffensphasen.
Das Kunstpublikum schaut hypnotisiert auf die krisengeschüttelten Märkte. Eine Ausstellung in Florenz lehrt einen reflektierteren Umgang mit dem Preis der Kunst.
Die bildende Kunst hat sich schwer getan, auf die Medienbilder vom 11. September zu reagieren. Auch Slawomir Elsners Versuch zeugt von Hilflosigkeit.
Die Geschichte ist vergangen, die Erkenntnis über sie bleibt aber vorläufig. Von diesem Unterschied erzählt die Kunst von Deimantas Narkevicius.
Sharon Lockhart ist eine Meisterin filmischer Reflexion. Ihre Wiener Ausstellung zeigt dennoch einen überraschenden Mangel an Medienbewusstsein.
Dass die Moderne längst nicht so rational ist, wie sie sich gibt, wissen wir längst. Eine aktuelle Ausstellung erklärt sie nun zum kollektiven Rausch.
Ist die viel beschworene Rückkehr zum Inhalt eine Schutzbehauptung Rezessionsgeschädigter? Nein, denn in Miami zeigen drei Galerien, wie aus Inhalt ein Ausstellungsmodell wird.
João Penalva entfesselt eine beredte Ausstellung, in der Bild und Text einander viel zu erzählen haben.
In ihrer aktuellen Ausstellung entlarvt Judith Hopf, wie Kunst sich den Erwartungen der Betrachter fügen kann.
November
Vergleiche sind ein riskantes Geschäft. In Wien zeigt eine Ausstellung, wie die Radikalität der Altvorderen einem zeitgenössischen Projekt in die Parade fahren kann.
Wenn eine Ausstellung Künstlerschallplatten zeigt, macht das Publikum Entdeckungen. Ein wenig mehr Wissen hätte die Kunstbibliothek dennoch.
Die Zyniker des Kunstbetriebs wissen, dass alles zur Ware wird. Immer wieder aber stemmen Künstler sich mit Zauber und Beschwörungen gegen das Einerlei.
Dass der Rückblick aufs Vergangene einmal nicht künstlerischer Selbstzweck ist, sondern zur Bestandsaufnahme der eigenen Gegenwart dient, hat Astrid Mania in der Galerie Neu beobachtet.
Heute wissen wir, die Stunde Null war ein Mythos. Eine Düsseldorfer Ausstellung zeigt dennoch das Reflexionspotential des deutschen Neuanfangs.
In seiner aktuellen Ausstellung fährt Mark Titchner schwere Zitatgeschütze auf. Doch dieses Bombardement mit Worten und Symbolen ist kein Befreiungsschlag, sondern Ausdruck hilfloser Trauer angesichts der Beliebigkeit im freien Spiel der Zeichen.
Der Kunstbetrieb ist leicht beschrieben: Jeder beklatscht jeden. In Berlin formt eine Ausstellung den Beifall zur Klangskulptur um.
Es gibt Utopien, die sind aus heißer Hoffnung gewebt. Andere bestehen aus Elastan. Eine Berliner Ausstellung zeigt die Kunst im Stretchgewand.
Der Kunstbetrieb macht aus Ideen Warenzeichen. Doch manchmal verbergen sich hinter künstlerischen Markenartikeln wirkliche Utopien.
Die Frage nach Moderne und Spiritualität ist ein Modethema. Manchmal verbirgt sich dahinter eine ganz ernsthafte und ehrliche Selbstbefragung der Kunst.
Das Glück ist ein großes Thema in der Kunst. Eine kleine Ausstellung analysiert mit dem Glück auch die Medienbilder, die wir uns von ihm machen.
Nicht immer, wenn Ausstellungen sich mit kuratorischen Federn schmücken, nutzt das der Kunst. In Berlin tarnt eine Galerie so den bloßen Lagerverkauf.
Von der Arbeit am Mythos war in der Philosophie einmal die Rede. In einer Beliner Ausstellung entsteht aus der Legende gewitzte Medienreflexion.
Gemälde in Stickbildern nachzuahmen, gilt als trivial. Rob Scholte verwandelt den Zeitvertreib nicht ohne Hintergedanken in Galeriekunst zurück.
In einer Berliner Ausstellung wird die Fotografie als trojanisches Pferd eingesetzt. Sie soll zeigen, was ein Bild ausmacht.
„Wahnsinn, do jommer och hin“ sang einst die Kölner Band BAP. Ganz wörtlich nimmt das eine Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt.
Obwohl er zu den erfolgreichsten lebenden Künstlern gehört, wartet auch Gerhard Richter immer noch mit Überraschendem auf. Zwei beeindruckende Präsentationen im Museum Ludwig Köln und in Schloss Morsbroich beweisen dies.
Während in den Museen die Mythen wuchern, verlockt am Potsdamer Platz in Berlin das posthume Werk einer Künstlerin zur Bescheidenheit.
Oktober
Alle Hoffnungen lagen auf Berlins neuer Kunsthalle. Gleich zur Eröffnung aber produziert das neue Flaggschiff der Berliner Ausstellungsszene nackte Monotonie.
In Berlin lehrt eine Museumsausstellung, dass weitläufige Vielfalt noch kein Gewinn ist, wenn man sie nicht zu vermitteln weiß.
Malen – geht das noch? Es geht, so lange sich Maler und Publikum verabreden, die malerische Manier als Strategie zu deuten.
Eine Berliner Ausstellung wird zum Untersuchungsapparat der äußeren Ordnung, die den Menschen bezwingt. Dabei entgehen ihr ihre eigenen Grenzen.
Ist Murakami ein Warenzeichen, ein Produkt für Museums-Shops oder eine giftige Gegen-Mutation des westlichen Zeichensystems?
Das private Kultursponsoring hat seine Unschuld längst verloren. Eine Ausstellung in Paris aber bietet nun sogar den Abverkauf der Exponate an.
In Wien ist eine Ausstellung zu sehen, die einem künstlerischen Experiment gleichkommt. Die Werke entziehen sich mit Bedacht allen Bezügen.
In Krisenzeiten gewinnen Edelmetalle neue Attraktivität. In München gemahnt eine Ausstellung daran, dass aller Goldglanz trügerisch ist.
Jonathan Monk ruft sein Publikum regelmäßig zu Treffen auf, denen er selbst fernbleibt. In Paris war stattdessen die Polizei dabei.
Deutsche Ängste will eine Berliner Ausstellung zeigen. Statt das deutsche Gemüt zu porträtieren zeigt sie, wie Kunst weltfremd wird.
Anish Kapoors Modelle sollen eigentlich anschaulich machen, dass Raum eine Fiktion ist. Trotzdem sind sie nun im britischen Architekturinstitut zu Gast.
Kiki Smith ist furchtlos, wenn es um Kitsch, Naivität und Sinn suchende Eingebungen geht. Eine Nürnberger Ausstellung lässt diese Anti-Genialität neu aufleben.
In Kopenhagen ist eine Großausstellung zu sehen, die alle Fehler von Großausstellungen vermeidet. Sie könnte ein Modell auch für die Berlin-Biennale sein.
Schmissig und materialstark widmet sich eine Berliner Ausstellung dem Mythos des Künstlers. Dabei erliegt sie dem Phänomen, das sie eigentlich analysieren will.
Was Kunst bedeutet und wo in Zeiten der Krisen und Kräche ihre Heimat ist - danach fragt eine belesene Galerieausstellung in Berlin.
James Lee Byars wird mit einer Retrospektive geehrt. Die Ausstellung zeigt auch die Früchte einer über den Tag hinaus reichenden Museumsarbeit.
September
Noch immer boomt der chinesische Kunstmarkt. Drei Kuratoren kämpfen auf der Guangzhou Triennale gegen die Selbstblockaden des Erfolgs.
Die Moral hat es schwer in der Weltpolitik. Die politisch engagierte Kunst bietet allerdings keinen echten Ausweg aus der Ambivalenz.
Unter dem zweifelhaften Motto "Hannover Goes Fashion" glänzt der dortige Kunstverein mit einer einmaligen Werkschau über den Künstler Leigh Bowery.
Weitere Artikel aus dem artnet Reviews-Archiv
Erste Seite / Vorherige / 123456789101112131415161718192021222324252627 / Nächste / Letzte Seite