CRMBanner

27. Juni 2012
Der 1988 verstorbene Künstler Paul Thek ist so aktuell wie nie zuvor. Nun erinnert das Duisburger LehmbruckMuseum in einer konzentrierten Kabinettsausstellung an den Ausnahmekünstler aus Brooklyn.
2009
März
In kargen Zeiten bricht die Kunst gern Tabus. Poeten loben Mörder, Komponisten den Terror. Auch die Hamburger Kunsthalle kokettiert jetzt mit dem Tod.
Kuratorische Projekte in Wiener Galerien gelten als Rarität. Bei Georg Kargl ist nun eine thematische Schau zu sehen, die sich dem Crossover von Musik und Kunst widmet.
Der Streit um Pornografie ist Geschichte. Als Aufmerksamkeitsmagnet ist Pornografie aber auch für honorige Ausstellungshäuser wie die Kunsthalle Wien verführerisch.
Randa Mirzas Fotografien aus dem Libanon irritieren: Da erscheinen fröhliche Urlauber mitten im Kriegsschauplatz. Es sind die Stellvertreter der unbeteiligten Betrachter.
Morgan Fisher schafft mit kärglichen Mitteln ein reflektiertes Werk. In seiner aktuellen Ausstellung im Frankfurter Portikus verhält es sich jedoch genau umgekehrt.
Februar
Manchmal offenbaren Kunstwerke ganze Lebensentwürfe. Bei Channa Horwitz sieht man den Werken eine solche Haltung an. In Berlin wird sie neu entdeckt.
Gerne ziehen Künstler die Wissenschaft heran, um die Verlässlichkeit aller Erkenntnis in Zweifel zu ziehen. Cornelia Schmidt-Bleek tut dies ebenso gekonnt wie poetisch.
Dass aus Kunststudenten erfolgreiche Musiker werden, kommt häufig vor. Umgekehrt ist dies seltener der Fall. Justus Köhncke beherrscht den Brückenschlag.
Die Wiener Galerien halten nichts von schrillen Tönen und lautem Marketing. Trotzdem kommt Bewegung in die Szene.
Noch immer wird die Kunst von „Außenseitern“ mit anderen Maßstäben gemessen, nämlich an der Biographie ihrer Schöpfer. Doch damit tut man Werk und Urheber Unrecht.
Lassen sich konzeptuelle Disziplin und der Glaube ans Spiritistische vereinen? Die Zeichnungen von Judith Braun versuchen sich an einer Verschmelzung der Widersprüche.
Jin Fengs Werk scheut die Kontroverse nicht. Seiner Einzelausstellung in Schanghai wurde die geplante Verlängerung verweigert.
Wann schlägt Kritik in ihr Gegenteil um? Bei den gewitzten Arbeiten von Anetta Mona Chisa und Lucia Tkácová weiß man es nie so genau.
Kunst ist das beste Medium, um Gegenbilder zu Geschichte und Politik zu entwerfen. Jörg Herold ist ein Spezialist für dieses Verfahren.
Humor ist keine Lösung. Humor ist aber ein Korrektiv. Stimmt diese These, braucht die Welt mehr polnische Kunst, wie eine Berliner Ausstellung beweist.
Mit Effizienz und Einfachheit erweist sich Pavel Büchler als Tricktechniker der Konzeptualismuskritik.
Gemischtwarenladen oder Provinzmuseum? Guillaume Bijls Überinszenierungen wollen vor allem eines sein: Bestandsaufnahmen unserer schönen neuen Welt.
Manche künstlerische Wiederentdeckung ist nichts weiter als eine nostalgische Fußnote der Kunstgeschichte. Das Werk der früh verstorbenen Ree Morton hingegen ist hoch aktuell.
Berlins Temporäre Kunsthalle ist ein Ort kuratorischer Schnellschüsse. Doch mit Simon Starling hat sie sich den falschen Künstler fürs Eiltempo ausgesucht.
So viel Kunst gab’s noch nie: Das Schanghaier Zendai Museum of Modern Art initiierte letztes Jahr 365 Aktionen im öffentlichen Stadtraum.
Im neuen Video von Guy Ben-Ner dressieren Menschen Tiere und der Künstler seine Protagonisten. Eine Parabel über das Leben.
Was unterscheidet heute noch Kunst und Design? Gestaltung ist Service, sagt Jerszy Seymour und demonstriert in einer Berliner Galerie, was er darunter versteht.
Januar
Dass Fotografien täuschen können, wissen heute bereits Schulanfänger. Eine Berliner Ausstellung stellt nun die Wirklichkeit selbst als optische Täuschung dar.
Politische Kunst hat es schwer, wenn die Umstände sich ändern. Am Ende ist nicht mehr die Rebellion, sondern nur noch ihre künstlerische Methode ablesbar.
Auf den neuen US-Präsidenten werden unzählige Hoffnungen projiziert. Eine Ausstellung versucht sich nun als Kommentar und Korrektiv zur Obama-Euphorie.
Den Mutigen gehört die Welt. In Dresden probt eine neue Galerie für zeitgenössische Kunst den Aufstand gegen den Berlin-Hype.
Wann wird aus kritischer Distanz Begierde? David Thorpes zitatreiche Texttafeln behandeln ihr Material so ausufernd liebevoll, dass man ihnen die versprochene Skepsis nicht glaubt.
In Köln zeichnet eine ebenso solide wie eindrucksvolle Ausstellung die Kunstszene Nordkaliforniens in den 50er und 60er Jahren nach.
Manchmal ist es gut, zu den historischen Wurzeln zurückzukehren. In Köln feiert zelebriert eine Galerieausstellung deshalb ein Hochamt des Minimalismus.
Es gibt eine Malerei, die man wie Fremdsprachen verstehen lernen muss. Zum Glück hat das Publikum wieder Zeit für Vokabelübungen.
Was macht die Globalisierung eigentlich mit dem schlechten Geschmack? Eine Berliner Ausstellung entlarvt mit listiger Eleganz westliche Vorurteile.
Der Kunstbetrieb macht aus Außenseitern schnell vergängliche Stars. Eine Kölner Ausstellung aber entdeckt einen unbekannten Konzeptualisten, der sich selbst zu helfen weiß.
Die Kunstwelt behandelt Malerei oft wie einen Zirkus der Sensationen. Eine Berliner Ausstellung zeigt sie lieber als Bildlabor.
Die Videos von Aernout Mik sind und zeigen Sozialexperimente, bei denen alles aus dem Ruder läuft. Doch im Chaos liegt zugleich die Chance.
Was passiert, wenn die Kunst ihren Schutzraum verlässt? Wenn der Künstler Kapriolen schlägt? Herzlich wenig, lautet die lakonische Antwort von Nasan Tur.
Dirk Stewen war ein Materialzauberer. In seiner neuen Ausstellung jedoch bannt er nur noch seltsame Gestalten auf Kartoffelpapier.
Nicht immer ist Kunst ein Neuigkeitenmarkt. Einige Ausstellungen des Berlin-Pariser Galerienaustauschs beweisen, wie tragfähig Geschichte ist.
Wenn es eckig ist oder rund, dann ist es Minimalismus. Eine Berliner Ausstellung will das Erbe des Minimalismus ergründen, kommt aber über diese Weisheit nicht hinaus.
Frischer Wind aus Paris: Der Galerienaustausch Berlin-Paris sorgt für Entdeckungen in hiesigen Ausstellungsräumen.
Das Paradies auf Erden – ein Wunschbild. Michael Reischs perfekt inszenierte Landschaften entlarven die Sehnsucht nach dem Idyll.
Muss man das etablierte Medium Fotografie wirklich mit Gedenkmonaten ehren? Eine Berliner Ausstellung scheitert an ihrer Liebe zum Medium.
In Zeiten der Krise leidet der Luxus. Das muss nicht schaden. Vielleicht findet das Design so zu ganz handfesten Grundfragen zurück.
Die Wiener Schau „Gender Check“ verheißt einen Blick auf die Kunst Osteuropas jenseits von Geschichtsillustration, gerät aber zur geografischen Pauschalisierung.
Manchmal geht es Künstlern wie Kuratoren. Wenn nichts mehr hilft, wird Gelehrtheit zum Tarnkleid der Sprachlosigkeit.
Ewig währt die Kunst? Was für ein Irrtum. Eine Berliner Ausstellung zeigt die Kontinuität des Verfalls, und wie wir uns gegen ihn sträuben.
In den 1960er und 1970er Jahren erschien jede Reform denkbar. Manche Fotografien dieser Epoche künden davon mit ungebrochener Faszinationskraft.
2008
Dezember
Staksige Historienbilder, drahtige Gehhilfen und flüchtige Performances. Eine Auswahl bemerkenswerter Ausstellungen des Jahres 2008.
Wer einer ist, bestimmen andere. Darunter auch man selbst. Henrik Olesen hat zu diesem Thema eine anspielungsreiche Ausstellung gezimmert.
Peter Doig ist ein Liebling der Massen. Malerkollegen rümpfen darüber die Nase. Doch ist Breitwandmalerei heute nicht einfach nur ehrlich?
Das Heim ist nicht immer nur heimelig. Gregor Schneider inszeniert in seiner aktuellen Schau verstörende Kabinette.
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