CRMBanner

27. Juni 2012
Der 1988 verstorbene Künstler Paul Thek ist so aktuell wie nie zuvor. Nun erinnert das Duisburger LehmbruckMuseum in einer konzentrierten Kabinettsausstellung an den Ausnahmekünstler aus Brooklyn.
2009
Juni
Manchmal ist eine Entstehungsgeschichte spannender als ein Werk selbst. Das gilt auch für den Underground-Film „The Telephone Book“, jüngst dem cineastischen Vergessen entrissen.
Mai
Eigentlich beschäftigt sich Markus Karstieß mit Skulptur, ihrer Geschichte und ihren Konventionen. Seine aktuelle Ausstellung aber führte zu einer übertriebenen Suche nach dem Symbolhafen.
Das Wien Museum feiert runden Geburtstag und schenkt sich eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Doch statt Selbstbeweihräucherung betreibt das Haus Selbstreflexion.
Die Galerie als Teilchenbeschleuniger: In der von Wilhelm Schürmann konzipierten Gruppenschau „Flugversuch mit Spurenkammer“ sind aufblitzende Partikel der kuratorische Kitt.
Johannes Wohnseifer ist ein Jongleur der Zeichen. Doch in seiner aktuellen Schau verhebt er sich. Denn hier bedient sich der Künstler zu unreflektiert der deutschen Kolonialgeschichte.
Das Werk von Michaël Borremans ist so rätselhaft wie vielfältig ausdeutbar. Seine Ausstellung in der kestnergesellschaft Hannover ist eine Reflexion über die Kunst, aber auch über unsere Zeit.
Unterbrechung beim passiven Kunstgenuss gefällig? Gleich zwei Züricher Institutionen sind Spielort für Tino Sehgals Interventionen. Die bei aller Partizipation dem Musealen treu bleiben.
Pawel Althamer und Agnieszka Kalinowska geben in ihren jeweiligen Projekten in Wien den Ausgegrenzten eine Plattform. Althamers Begegnungsstätte ist der radikalere Ansatz.
Das Instituto Divorciado propagiert in seiner aktuellen Ausstellung bei der Berliner Galerie Sandra Bürgel den Farbkommunismus. Dafür wurden die Werke anderer Künstler radikal übermalt.
Seine Werke scheinen vor allem an ihrem Material interessiert. Doch Geerten Verheus lädt sie mit allerlei Verweisen nicht nur aus der Kunstgeschichte auf.
Seine Werke scheinen vor allem an ihrem Material interessiert. Doch Geerten Verheus lädt sie mit allerlei Verweisen nicht nur aus der Kunstgeschichte auf.
Helene Appels Gemälde changieren zwischen Abbildhaftigkeit und Selbstreflexion. Dann entdeckt man, dass die Werke auch mit Geschlechterklischees spielen.
Für curated by_vienna 09 verwandeln Gastkuratoren die Wiener Galerienszene in eine urbane Großausstellung. Zwei der vier Projekte initiieren Dialoge zwischen Künstlern.
Pünktlich zur Messe demonstrieren die Wiener Galerien Geschlossenheit. Das Projekt curated by_vienna 09 ist eine starke Konkurrenz zum Messealltag.
Artur Żmijewski versucht neuerdings, die Bilder selbst sprechen zu lassen. Am Ende wird daraus eine Alleinherrschaft der Kunst.
Zoe Leonard ist eine facettenreiche Künstlerin. Schade, dass sich eine Schau in der Münchner Pinakothek der Moderne ganz brav auf ihre Fotografien konzentriert.
April
Der eine verkleidet sich als Spiderman, doch die Welt retten will der andere: Das Kölner Museum Ludwig zeigt Videoinstallationen von Jonathan Horowitz und Erik van Lieshout.
Anne-Mie van Kerckhoven ist in vielen Medien zu Hause. Umso erstaunlicher jetzt die Schau in der Kunsthalle Nürnberg: Hier steht die Zeichnung im Mittelpunkt.
Julien Berthier erfindet Maschinen und Werke, die nur vordergründig absurd sind. Denn sie helfen dem Menschen und der Kunst, wie seine aktuelle Ausstellung bei Michael Wiesehöfer beweist.
Bilder aus Bildern zu machen, ist zu einer liebgewordenen Gewohnheit in der Kunst geworden. Manuel Eitners aktuelle Ausstellung haucht dem starren Prinzip neues Leben ein.
Die radikalen Fragen der Medienkunst sind fast vergessen. Markus Popp macht sie in Berlin noch einmal fühl- und hörbar.
In Münchens Glockenbachviertel entsteht ein Biotop für empfindliche, regional verwurzelte Kunst. Die neue Galerie Andreas Höhne etwa hegt und pflegt den Kölner Ulrich Strothjohann.
Barry McGee, Raymond Pettibon und Ed Templeton haben ihre Wurzeln im Umfeld der Subkultur. Eine Ausstellung bei Circleculture Berlin macht aus ihnen Zwangsverwandte.
In Berlin ist es zum Duell gekommen. Bojan Sarcevic hat die Skulptur zum Show-Down mit der Skulptur geführt – und schafft unberührbar schwebende Bilder.
Katharina Grosses neue Berliner Ausstellung ist ein Beispiel für die Selbstüberschätzung eines Genres. In ihr scheitert die skulpturale Malerei.
Das Thema von Józef Robakowski ist das Material, mit dem er arbeitet. Im Falle seiner Ausstellung im Polnischen Institut Berlin ist es das Licht, das er durch perforierte Filmbänder schickt.
Kunst, die Kunst zitiert, kann ermüdend sein. Piotr Nathan aber nutzt die historische Aneignung, um Gefühle und Sehnsüchte zum Sprechen zu bringen.
Das Spätwerk von George Grosz ist umstritten. Eine Ausstellung bei Nolan Judin Berlin zeigt es nun im Überblick und wagt eine Rehabilitierung.
Gruppenausstellungen werden oft für ihre Konzepte gerühmt. „Islands + Ghettos“ in Berlin dagegen lässt den Werken argumentativ ihren eigenen Raum.
Der Fotograf Helmar Lerski gilt heute als Klassiker. Lange tat man sich mit seinen Porträts schwer, die das Gesicht als künstlerische Modelliermasse auffassen.
Der Künstler D-L Alvarez verweigerte die Soloschau und organisierte eine Gruppenausstellung. Das Ergebnis bei Arratia, Beer gerät zu einer kuratorischen Versuchsanordnung.
Ach waren das Zeiten, als das Bauhaus die gute Form neu erfand. Heute sucht eine Ausstellung in Herford nach dem Nullpunkt im deutschen Design.
Manchmal verbirgt sich die Poesie einer Ausstellung im Pressetext. Eine Gruppenschau bei Kai Hoelzner gibt dafür ein prächtiges Beispiel ab.
Es gibt Kunst, die wartet mit großen Schlagworten auf. Eine Ausstellung von Nina Beier & Marie Lund zeigt, dass sich dahinter jedoch dünne Konzepte und karge Objekte verbergen können.
In seinem jüngsten Video bringt Anri Sala ein Beziehungsdrama ins Spiel. Dabei würde „Answer Me“ in seiner Präzision und Bezugsvielfalt auch ohne diesen inhaltlichen Ballast funktionieren.
März
Die Filme von Alfred Hitchcock sind wahrlich Klassiker. Nun zeigt eine Ausstellung in der Deutschen Kinemathek den kollektiven Apparat, der dahinter steht. Besonders spannend: die Storyboards.
In ihrer jüngsten Ausstellung bei Sprüth Magers verkörpert Cindy Sherman Damen der Gesellschaft. Doch die Zeiten feministischer Anteilnahme scheinen vorbei. Hier herrscht Gnadenlosigkeit pur.
In Berlin hat man ihn so oft noch nicht gesehen. Nun zeigt Christopher Williams bei Capitain Petzel seine überperfekt inszenierten Fotografien. Die damit ihre Künstlichkeit beredt entblößen.
Erneut hat Tobias Rehberger die Wohnträume seiner Freunde in Kunst verwandelt. Bei Bärbel Grässlin kann man heiter-ironische Objekte zwischen Kunst und Design betrachten und benutzen.
Die Art Cologne macht sich frisch, und die Kölner Galerien ziehen mit. Die Szene am Rhein ordnet sich und wächst.
Stefan Panhans entwirft in seinem aktuellen Video bei Olaf Stüber ein Sittengemälde des Spätkapitalismus. Bei ihm regiert die soziale Kälte der Selbstmotivation.
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt Ernst Wilhelm Nays späte Bilder nicht nur, sie inszeniert sie. Mit einer sorgsamen Rekonstruktion ihres ursprünglichen Kontextes. Das tut dem Werk gut.
In manchen Ausstellungen sollte immer Vernissage sein. Alistair Frosts Schau bei Micky Schubert in Berlin ist so ein Fall. Denn sie will nicht rezipiert, sondern cooles Ambiente sein.
Bei Elly Brose-Eiermann in Berlin werden zwei Künstler kombiniert, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Ulrike Mundt und Christoph Rodde. Eine Zwangsehe mit ungutem Ausgang.
Janet Cardiff & George Bures Miller füllen den Hamburger Bahnhof in Berlin mit einer Klanginstallation, die Angst vor der eigenen Entgrenzung hat.
In ihrer aktuellen Ausstellung nimmt sich Isa Melsheimer eines ungewöhnlichen Kapitels der Moderne an. Doch mehr als eine handwerklich reizvolle Übertragung leistet sie nicht.
Die Ausstellung der sogenannten „Helsinki School“ im Kunstmuseum Wolfsburg zeigt vor allem eines: Wie man ein Label kreiert und bewirbt.
Eigentlich steht die Welt Kopf. Zumindest auf unserer Netzhaut. Oder in der Kunst. Tim Lee findet dafür bei Johnen + Schöttle ebenso einleuchtende wie verwirrende Bilder.
Eine Feier verspricht die aktuelle Gruppenausstellung bei Isabella Bortolozzi in Berlin. Doch die Werke zelebrieren sich selbst, der Betrachter ist nicht eingeladen.
Harun Farocki ist wahrlich kein Unbekannter. Dennoch war sein Werk in Berlin bislang kaum zu sehen. Eine Ausstellung bei Barbara Weiss leistet Aufklärungsarbeit.
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