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27. Juni 2012
Der 1988 verstorbene Künstler Paul Thek ist so aktuell wie nie zuvor. Nun erinnert das Duisburger LehmbruckMuseum in einer konzentrierten Kabinettsausstellung an den Ausnahmekünstler aus Brooklyn.
2012
Juni
In Frankfurt lockt Tobias Rehberger in eine Wohlfühlzone aus frühen und aktuellen Skulpturen. Der Mix stimmt, doch die Masche ist bekannt.
Erkenntnis als Trugbild: Olaf Nicolai richtet in der Kunsthalle Münster mit minimalen Mitteln ein komplexes Kabinett der Abwesenheit ein.
In Berlin kennt man die gängigen Kunstareale. Doch wer nach einer unverbrauchten Szene sucht, sollte den Soldiner Kiez im Wedding besuchen. Hier gibt es gleich 33 Projekträume.
Die Manifesta in Genk hatte gute Chancen, die bessere Biennale zu werden. Nun scheitert sie in einer Gemengelage aus Relevanzdruck, realpolitischen Zwängen und Kohleromantik.
Wiens Galerienlandschaft hat ein Problem: Höchste Qualität auf engstem Raum. Wie soll man sich da entscheiden? Ein Rundgang.
Sie bedient alle Gattungen, will jedoch selbst keine sein. In Barcelona hat die Videokunst mit der LOOP Fair seit zehn Jahren eine Messe ganz für sich allein.
Dass Helmut Newton ein absoluter Publikumsmagnet ist, steht außer Frage. In Berlin hat die Ausstellung zu seinen ersten, legendären Bildbänden begonnen. Eine Hommage.
Mai
Wird das die beste Großausstellung des Sommers? Für die dritte Paris-Triennale hat Okwui Enwezor einen stringenten Parcours entworfen.
Ist die Ukraine fit für Europa? Für eine Biennale jedenfalls nicht. Die erste ist nämlich nicht fertig geworden.
Beinahe hätte man Bodo Buhl vergessen. Nun widmet die Galerie Tanit dem Münchener Neo-Geo-Künstler eine Schau – ein Muss für Fans der coolen Achtziger.
Das Kunstmuseum Bonn zeigt die erste Retrospektive von Lewis Baltz. Dass der große New Topographic-Fotograf mehr zu bieten hätte, geht hier allerdings unter.
Da ist sie wieder, die gute alte German Angst. Die zweite Ausgabe der Hannoverschen „Made in Germany“-Schau spendet Trost, scheut das Geständnis der Erschöpfung nicht und sucht das Heil im Zweifel.
Lettische Kunst heißt Malerei, behauptet die Berliner TVDART Galerie in ihrer Jubiläumsausstellung und verliert sich damit in ehemals glorreichen Zeiten.
Zum Fenster in der Kunst ist eigentlich schon alles gesagt. Das K20 schafft es trotzdem, einen großartigen Parcours zum Thema zu bringen.
In Niedersachsens Westen, also fast schon in Holland, wurden beim Skulpturenprojekt „raumsichten“ neun neue Kunstwerke eingeweiht. artnet hat sie vorab erkundet.
Luigi Ontani ist alles: Postmoderner Salvador Dalí, Flowerpower-Sektenguru und Cross-Gender-Dandy. Jeff Koons kann einpacken.
Sie war längst überfällig: Die Werkschau der Tanz-Veteranin Yvonne Rainer im Museum Ludwig. Die tanzende Revoluzzerin probt auch als 77-Jährige noch den Aufstand gegen das Establishment.
Berlin sonnte sich im Glamour des Gallery Weekends, zwei Stunden weiter südlich lud man zum Leipziger Allerlei in die Baumwollspinnerei. Ein Galerierundgang.
April
Dass sich die Welt ändern muss, ist allgemeiner Konsens. Doch die Berlin Biennale weiß auch keine Lösung.
Julian Schnabel debütiert bei Contemporary Fine Arts – und zeigt, dass er auch mit 60 Jahren noch Bilder von rührender Tragikomik erzeugen kann.
Rebecca Warren verstrickt sich bei Max Hetzler in Widersprüche. Was daraus entsteht, ist eine Ausstellung von enormer kompositorischer Wucht.
Der Schwede Alexander Gutke zeigt das, was man normalerweise nicht sieht. Zum zweiten Mal stellt er nun bei Gregor Podnar in Berlin aus.
Turner-Preisträger Martin Boyce setzt bei Johnen alles auf die eine Form. Und die erzählt, wie gegenwärtig die Moderne sein kann.
Die Berlin Biennale macht Politik ohne Kunst, ein paar Häuser weiter schafft Jenny Holzer den Sprung von purer Politik in ästhetische Höhenflüge.
Douglas Gordon zeigt bei Niels Borch Jensen die perfekte Schönheit der letzen totalen Sonnenfinsternis – als mediales Phänomen.
Gino de Dominicis zählt zu den großen alten Helden. Die Galerie Supportico Lopez verpasst in Berlin die Chance, ihn neu zu lesen.
Fern von Political Correctness aber dem Himmel so nah: Diane Arbus‘ Aufnahmen von Outsidern zählen zu den Highlights des Gallery Weekend Berlin.
Mit seiner neuen Serie besteigt Paul Grahams den Achttausendern in der Fotografie: Midtown Manhattan.
In den USA zählt er zu den Must-Haves der Museen, in Europa kennt ihn kaum einer. John McLaughlin ist der große Unbekannte der Nachkriegsmoderne. Nun zeigt ihn Zander mit zwei Fans.
Monica Bonvicini öffnet in Mönchengladbach erstmals einen umfassenden Blick auf ihre Zeichnungen – und zeigt sich in Höchstform.
Die Berliner Akademie der Künste zeigt John Cage im Kontext der Bildenden Kunst. Das gelingt nicht ganz, doch ein Besuch lohnt sich trotzdem.
Mondänes Baden-Baden: Jan De Cock lockt mit Jackie O ins Museum – und schreibt ihre Anti-Biografie.
1912 war ein Schaltjahr. Zumindest in München. Denn damals legte hier Marcel Duchamp den Hebel für die Konzeptkunst um.
Miriam Cahn ist die Feministin mit den weichen Zügen. Ihre düster glimmende Malerei ist kein Vorwurf an die Welt, sondern ein Blick in den Abgrund.
Nachdenken über Tempo, Fetisch und Pop: Johannes Wohnseifer arrangiert bei Linn Lühn ein fiktives Treffen zwischen Rennfahrer Peter Revson und Künstler Peter Brüning.
Pipilotti Rist lädt in die Kunsthalle Mannheim zum Flanieren durch einen Kosmos aus Film und Farbe.
März
Tony Oursler probt bei Hans Mayer den Maximalismus und türmt dafür Technik und Spielzeug auf. Doch das große Welttheater lässt den Besucher unberührt.
John Stezaker ist ein Spätentdeckter. Für seine Collagen gab es bis in die Nullerjahre keinen Markt, heute ist seine Kölner Schau bei Gisela Capitain ein Highlight.
Nie wirkte der Gropius-Bau so gruftig wie bei der Prestige-Schau „Pacific Standard Time“. Dabei wollte man doch so gerne die Strahlkraft kalifornischer Kunst nach Berlin holen.
Das Kunsthaus Zürich zeigt historische bis junge Kunst aus Mexiko. Kein Marketingtrick, sondern eine schlüssige Dramaturgie.
Ist das schon Bühne oder noch Skulptur? Mariechen Danz, neuer Stern am Performance-Himmel, spannt die Besucher der Bremer GAK auf die Folter.
Inwieweit beeinflusst der globalisierte Kunstmarkt die Werke westlicher Künstler? Eine Goldausstellung im Wiener Belvedere deutet an, wohin die Reise gehen könnte.
Bis gestern galt Wols als Künstler des inneren Dramas. Heute zeigt eine Schau in Bremen seine helle Seite – unter anderem im Dialog Wolfgang Tillmans und Andy Hope 1930.
Der Slowake Roman Ondák zeigt im K21, wie Kunst in selbst verordneter Kraftlosigkeit verpufft.
Gert und Uwe Tobias präsentieren im Hamburger Kunstverein eine Reihe von Ungereimtheiten: Zu sehr trägt der unsaubere Schnitt die Gemachtheit der Bilder vor sich her.
Albert Oehlen als virtuoser Feinschmecker von Farbe und gestischer Finesse: Trotz emotionsloser Inszenierung verführt vieles in der Bonner Retrospektive.
Fünf Jahre hat Michael Schmidt an seinem neuen Thema gearbeitet. Jetzt ist seine Serie „Lebensmittel“ im Museum Morsbroich ausgestellt. Sie ist so unrund wie die gezeigte Fleischwurst-Visage.
Tony Conrads ist kein Instrumentenbauer, sondern ein Multimedia-Künstler aus der Blütezeit der Expanding Arts, wie die Galerie Daniel Buchholz zeigt.
Februar
Die Galerie Andrae Kaufmann lässt Minimal Art und Konzeptkunst aufleben. Von Sol LeWitt bis Kitty Kraus beantworten Künstler die Frage nach dem Raum immer wieder neu.
Joel Sternfeld deckt in den Ruinen römischer Randbezirke kunstwürdige Momente auf – und verlässt erstmals die Bühne USA.
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