23. Dezember 2005
Die Rotunde der Pinakothek der Moderne in München schmückt ein neues Markenzeichen: „P.P.P.“, weiß auf rot gesetzt. Das unübersehbare, prägnante Logo steht für die Ausstellung „P.P.P.- Pier Paolo Pasolini und der Tod", die das Haus zum 30. Todestag von Pier Paolo Pasolini zeigt. Sind der Leitung des Hauses etwa jetzt schon die Ideen ausgegangen, so dass sie meint, mit den Kollegen vom Filmmuseum in Konkurrenz treten zu müssen? .? Die Kuratoren Michael Semff, Direktor der Staatlichen Graphischen Sammlung, und Bernhart Schwenk, Kurator für Gegenwartskunst der Pinakothek der Moderne, sehen das nicht so eng. Bei ihrer Annäherung an das Gesamtwerk Pasolinis haben sie eine facettenreiche Künstlerpersönlichkeit entdeckt, die nicht nur als Filmemacher, sondern auch als Provokateur und Visionär, als Dichter, Schriftsteller, Zeichner und Maler die gesellschaftliche und künstlerische Auseinandersetzung gesucht hat und die eine mit der anderen ergänzte. Das Filmemachen, so hat es Pasolini immer wieder betont, sei für ihn nur eine logische Konsequenz gewesen, die Verlängerung seiner Arbeit als Dichter, die Visualisierung seiner Poesie.
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Ric Schachtebeck