Peter Lähn

2011
Mai
Der Glauben an ein grenzloses Wachstum ist nicht nur in der deutschen Kultur tief verankert. Doch in Wirklichkeit ist der Begriff nur eine Metapher für Phänomene in der Wirtschaft, Gesellschaft und Biologie. Die Kunstvereine in Hannover, Baselland und Frankfurt versuchen nun eine Annäherung an ein Thema voller Verschlingungen.
März
Ré Soupault war ein ästhetisches Multitalent. Ob Mode, Film, Fotografie, Journalismus – die Kunsthalle Mannheim ehrt als erstes Museum weltweit die am Bauhaus ausgebildete Künstlerin mit einer Werkschau, die sich als einzigartiger Parcours durch das Leben der Avantgardistin entfaltet.
Februar
Mit den Fotografien Bernard Faucons erinnert Lothar Albrecht an die Anfänge seiner Galerietätigkeit. Dass Foucon heute vegetarische Kochbücher schreibt, lässt die Serie „Les Grandes Vacances“ in ganz neuem Licht erstrahlen.
Früher war es peinlich zu sagen, die eigenen Bilder hätten etwas mit Musik zu tun. Heute darf man sogar vor seinen Bildern Gitarre spielen. Auch Markus Oehlen profitiert von dieser neuen Freiheit. artnet führte mit dem Künstler ein Grundsatzinterview über Vorbilder, Vorgehen und Vergehen.
2008
Dezember
Als Spiel mit perspektivischen Verzerrungen galt die Anamorphose bislang als Marginalie der Kunstgeschichte. Doch als praktische Kritik der Zentralperspektive ist sie aktueller denn je. Peter Lähn über ein lesenswertes Buch.
Oktober
Ist Murakami ein Warenzeichen, ein Produkt für Museums-Shops oder eine giftige Gegen-Mutation des westlichen Zeichensystems?
September
Die Architekturbiennale in Venedig widmet sich Projekten für eine bessere Zukunft. Die Lehre daraus aber ist schlicht Pragmatismus.
August
Der Videokünstler und Fotograf Zhao Liang versteht es, Lücken in die von den Medien diktierte Wahrnehmung von Realität zu reißen.
Manchmal ist Kunst ein Bergeunternehmen. In Frankfurt hat Martha Rosler die Geschichte in die Gegenwart hineinmontiert.
Mai
100 Jahre Darmstädter Mathildenhöhe sind ein Anlass, sich mit den architekturkritischen malerischen Recherchen von Heribert C. Ottersbach auf den Weg zur Moderne zu machen.
Mit dem Maler Bernard Buffet beschließt Udo Kittelmann im Frankurter MMK seine Ausstellungs-Trilogie neu zu bewertender Positionen.
April
Howard Kanovitz, der Altmeister des amerikanischen Fotorealismus, ist mit neuen Werken in der Frankfurter Galerie Ulrich Gering zu sehen.
März
Verschwiegen warten die Berliner Staatlichen Museen den Führungswechsel ab. In Frankfurt kann man aber einem der künftigen Direktoren bereits beim Kuratieren zusehen.
Beate Frickes Recherche nach dem Ursprungsort der westlichen Bildkultur führt sie ins 9. Jahrhundert nach Conques, einem abgelegenen Ort in der Auvergne.
Februar
Nach dem Bestseller „Die Geschichte der Schönheit“ legt Umberto Eco mit einer „Geschichte der Hässlichkeit“ nach.
2007
Oktober
Dass Bilder Akteure von Handlungen seien, hat Aby Warburg zwar so nie gesagt – aber nach Ansicht von Karl Sierek irgendwie gemeint.
August
John Bocks Filme mischen Aktionskunst und Film, ihre Entstehung ist selbst schon Performance.
Mai
Kai Hammermeister systematisiert die Kunstfeindschaft und weist ihr die Wertschätzung von Kunst nach.
Jörg Heiser überrascht mit dem erhellenden Versuch, zeitgenössische Kunst mit den Strategien des Slapsticks zu konfrontieren.
März
Dass unsere Gegenwart eine Zeit der Bilder sei, pfeifen die Spatzen längst von allen Dächern. Was aber bedeutet das?
Februar
Charlotte Mullins stellt Malerinnen und Maler aus der ganzen Welt vor, die sich in ihren jüngsten Arbeiten mit der menschlichen Figur befasst haben.
Januar
Fotografische Bilder vom Krieg haben sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben. Wie Künstler darauf zurückgreifen, untersucht Agnes Matthias.
2006
Dezember
Mit der Anthologie „Bilderwelten“ präsentiert Stefan Lüddemann seine Kunstkritiken über das publizistische Tageswerk hinaus als Zeitdokumente ästhetischer Reflexion.