15. Juni 2012
Auf der VOLTA gibt es jede Menge Mängelware: Viel Buntes, Braves, Belangloses. Doch man findet dort eben auch die Entdeckungen, mit denen sich jede Messe gerne schmückt. Dazu zählen neuerdings auch documenta-Künstler.
2009
März
Noch immer ist die Art Karlsruhe umsatzstark. Ihr Verzicht auf Jurierung wird aber zunehmend zum Problem. Immer weiter bewegen sich Spitzenklasse und Masse auseinander.
Chinesische Kulturgüter erzielen enorme Preise. Doch plötzlich will ein Käufer nicht bezahlen – ein geplanter Eklat.
Sotheby‘s ist als einziges der großen Auktionshäuser publizitätspflichtig. Die schlechten Zahlen dürften jedoch für die ganze Branche sprechen.
Februar
Schon lange ist Kultur kein brotloses Gewerbe mehr. Der drittgrößte deutsche Wirtschaftszweig macht Milliardengewinne.
Yves Saint Laurent sorgt posthum für Furore. Sein Nachlass erzielt Rekordpreise. Das Auktionshaus Christie’s spricht von einer epochalen Sensation.
Chinas Regierung wird nervös. Denn es naht der Jahrestag des Tian‘anmen-Massakers am 4. Juni 1989. Darunter muss momentan auch die Kunst leiden.
Die Art Moscow wird in den Herbst verschoben. Das dürfte wohl das Beste für alle Beteiligten sein.
China, Indien und Russland heißen die neuen Punkte auf der Landkarte des Kunstmarkts. Die aktuelle TEFAF-Studie nimmt sie unter die Lupe.
Die antique & kunstmesse düsseldorf behauptet sich in ihrer dritten Ausgabe, ohne zu begeistern.
Impressionisten und Klassische Moderne scheinen aus dem Gröbsten heraus, wie die Londoner Auktionen zeigen. Post War und Contemporary Art dagegen nicht.
Nachdem Chus Martínez den Frankfurter Kunstverein nach nur zwei Jahren gen Barcelona verließ, steht mit Holger Kube Ventura ihr Nachfolger fest.
Indien ist Gastland auf der aktuellen ARCOmadrid, doch der Auftritt enttäuscht. In den Sonderkojen präsentiert sich kuratorischer Wildwuchs.
In schwierigen Zeiten sollte man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die ARCOmadrid muss sich anstrengen, wenn sie im Wettbewerb mithalten will.
In China verbessert sich das Klima für zeitgenössische Kunst. Deren Vertreter bekommen zunehmend wichtige Posten, viele kehren aus dem Ausland heim.
Es ist wohl eher der Kunde mit dem konservativen Verhältnis zu Kunst und Geld, der die Art Rotterdam besucht. Und ihr in Zeiten der Krise Verkäufe beschert.
In Rotterdam hatte eine kleine, aber lebendige Design-Messe Premiere. Ihre Ansätze sind vielversprechend, nun muss sie sich weiterentwickeln.
Palm Beach ist nach der Madoff-Pleite vielleicht nicht der beste Ort für eine Kunst- und Antiquitätenmesse. David Lester versucht es trotzdem und erzielt einen Achtungserfolg.
Die Moscow World Fine Art Fair und die Sculpture Highlights in Maastricht eilen den Krisensymptomen voraus. BolognaFiere will dagegen an Schanghai festhalten.
Januar
Die Finanz- und Wirtschaftskrise tobt nicht nur in den USA. Dort trifft sie allerdings neben den Autobauern und Banken die Kultur und Wissenschaft besonders hart.
Die BRAFA sucht den Anschluss an die großen Kunst- und Antiquitätenmessen sowie das internationale Geschäft. In der Krise ist das schwierig, aber möglich, wie die aktuelle Ausgabe zeigt.
Abu Dhabi erhält seinen Louvre, und ein Guggenheim Museum dazu. Eine Tagung in London hinterfragte die westliche Dominanz in der arabischen Kunstwelt.
Langsam weicht die Endzeitstimmung einer ausgeprägten, aber realistischen Bescheidenheit. Das zeigt sich auch bei der Arte Fiera in Bologna.
Palm Beach trifft die Rezession hart, wenn auch auf hohem Niveau. Nun soll die dortige American International Fine Art Fair das Flaggschiff eines neuen Messekonzerns werden.
Wer dieser Tage neue Kunstmessen aus der Taufe heben will, beweist Mut. Lorenzo Rudolf und Patrick Lecêtre kündigen von der Krise unbeeindruckt neue Projekte an.
In China wird umgedacht. Die Regierung entdeckt das bekannte Kunstviertel 798 und die kreative Szene als Wirtschaftsfaktor.
2008
Dezember
2009 steht vor der Tür, die Zukunft beginnt. artnet geht mit Optimismus, einer neuen Redakteurin und an einem neuen Standort ins neue Jahr.
Die Schwergewichte unter den internationalen Messen werden die Krise überleben. Das zeichnet sich zum Jahresende ab.
In China wird eine neue Diskussion über Kunstkritik losgetreten. Verantwortungsgefühl lautet das Gebot der Stunde.
Darüber sprechen mag niemand, doch die Gelder schwinden. In New Yorks Kulturinstitutionen regiert der Rotstift.
Kunst und Wissenschaft zu kreuzen ist in Mode. Doch birgt dies Gefahren und Nebenwirkungen. Welche, untersuchte eine Tagung in Berlin.
Am letzten Tag wurde auf den Messen in Miami doch noch verkauft. Allerdings mit hohen Rabatten und oft mit Heimvorteil.
Zeitgenössische chinesische Kunst lief und lief und lief. Nun stottert der Markt, dafür gibt es andere Erfreulichkeiten: Man achtet wieder auf Inhalt.
Eine Vielzahl von Nebenmessen und Guerillaveranstaltungen buhlt in Miami um Besucher und Aussteller. Die Stimmung ist lakonisch entspannt.
Viel Lärm um – vorerst – nichts: Die geplante Auktion Nachlass Oskar Schlemmer ist vorerst abgeblasen.
Der Weltuntergang fand wieder nicht statt, doch die Kunstwelt hat sich verändert. In Miami Beach kann man beobachten, wie die Galerien darauf reagieren.
In der Krise rüstet die Art Basel Miami Beach auf. Mehr Fläche, mehr Aussteller, längere Bindung. Leiden könnten die Nebenmessen.
Sie war als Favoritin gehandelt worden, nun ist es amtlich: Carolyn Christov-Bakargiev wird die nächste documenta leiten.
Es kam nicht überraschend: Mit Mark Leckey hat der Favorit den diesjährigen Turner-Preis gewonnen.
Das artnet Magazin schließt die Pforten seines bisherigen Berliner Standortes – nur um zwei Kilometer entfernt neue Räume zu beziehen.
November
Köln wacht auf. Wo lange Katzenjammer herrschte, finden sich junge neue Galerien zu einem höchst vitalen Verbund zusammen.
Der chinesische Markt bröckelt, und die Galerien richten sich auf magere Zeiten ein. Währenddessen beginnt in Chinas Museumslandschaft parallel zu neuen Großprojekten die überfällige Professionalisierung.
Die Kölner Messe erwacht aus ihrer Duldungsstarre und feiert mit einem Facelifting und einer Entschlackungskur eine beachtliche Wiedergeburt.
Frankreich erweist sich dieser Tage als Ort relativer Stabilität für den Kunstmarkt. Die Paris Photo erfüllte bei gemäßigtem Geschäftsverlauf die Erwartungen.
Im Anschluss an die Herbstmessen präsentiert sich Berlin mit einem Schaufenster für hochwertige alte Kunst und Antiquitäten.
Einen guten Griff hat die Paris Photo mit ihrem Japan-Schwerpunkt getan. Asiatische Positionen und Vintage Fotografie trotzen der Krise.
Die Messe Artissima und die Triennale in Turin üben sich als Gespann in melancholischer Zuversicht. Das ist nicht nur der Situation angemessen, sondern auch durchaus fruchtbar.
Während alle hoffen, dass der asiatische Kunstmarkt hält, setzt die Regierung ein Zeichen und plant das größte Museum für Zeitgenössische Kunst.
Die Impressionisten-Auktion bei Sotheby's beschert bei schwachem Umsatz dem Markt einen neuen Rekord und ein neues Finanzprodukt.
Okay sei das Art Forum Berlin für die Galerien gewesen, behaupten die meisten Galeristen. Und so scheint es tatsächlich gemeint zu sein.
Der Klassenkampf entscheidet sich. Unter den Satellitenmessen des Berliner Art Forum kann  allein noch die Preview den Anschluss zur Hauptmesse halten.
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