12. Juli 2005
AUSSTELLUNG
9. Juli - 27 . August 2005
Grönland\Nisunen bei Esther Schipper
Bis zum 27. August zeigt die Galerie Esther Schipper Arbeiten der in Helsinki lebenden finnischen Künstler Tommi Grönlund und Petteri Nisunen.
13. - 17. Juli 2005
Sarah Beddington im bootlab Berlin
Die britische Künstlerin Sarah Beddington arbeitet mit Malerei, Video und Installation. Ihre Videoarbeiten zeigen einzigartige soziale und ästhetische Umwelten in einer zufallsmäßigen und zugleich kontingenten Art und Weise.
14. Juli - 21 . August 2005
Letzte Überprüfung vor dem Zündschlüssel
An der ehemaligen physischen Grenze der Blockmächte des Kalten Krieges, an der ehemaligen innerdeutschen Trennlinie zweier gesellschaftlich organisierter Ideologien, auf einem der letzten Grenzwachtürme der ehemaligen DDR in Berlin leuchtet und glänzt die Arbeit kilid des im Iran gebürtigen Künstlers Shahram Entekhabi.
16. Juli - 9. Oktober 2005
Young British Art im Kunstverein Hamburg
Bekannt wurde Sarah Lucas Anfang der neunziger Jahre im Zusammenhang der so genannten Young British Art, die mit einer bewusst rohen und teilweise schockierenden Ästhetik auf das sich verschlechternde soziale Klima Großbritanniens unter der Regierung Margaret Thatchers reagierte.
Juli 2005
Kunst okkupiert Berlin
Wie in einer Pressemitteilung vom Juli bekannt gegeben wurde, werden im Rahmen der Projektreihe Okkupation in diesem und im kommenden Jahr zwölf „Interventionen“ von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Stadtraum von Berlin-Neukölln realisiert.
FILM
14. und 15. Juli 2005
Anna Sanders Film Tour in den KW Berlin
Am 14. und 15. Juli ist in den KW Institute for Contemporary Art die Anna Sanders Film Tour zu Gast.
MESSE
29. - 31. Juli 2005
5. art bodensee 2005
Zum fünften Mal bieten 50 Galeristen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein die Werke von 300 Künstlern auf der Kunstmesse art bodensee in Dornbirn, Vorarlberg an.
KUNSTMARKT
6. Juli 2005
Ehepaar Ströher kauft Grothe-Sammlung
Bereits seit einiger Zeit hatte der Duisburger Bauunternehmer Hans Grothe sich mit dem Gedanken herum getragen, seine umfangreiche Sammlung vornehmlich deutscher Gegenwartskunst an das Sammlerehepaar Sylvia und Ulrich Ströher zu verkaufen.
PREIS
11. Juli 2005
Clemens von Wedemeyer erhält den GASAG-Kunstpreis 2005
Der GASAG-Kunstpreis zur Förderung junger Berliner Künstlerinnen und Künstler wird an den Film- und Videokünstler Clemens von Wedemeyer verliehen.
AUSSCHREIBUNG
Juli 2005
Diese Wand soll Dir gehören
Das Bekleidungsunternehmen Diesel hat das Kunstprojekt Diesel Wall Berlin ins Leben gerufen.
Juli 2005
Transmedial: Das Festival für Kunst und digitale Kultur schreibt nächste Runde aus
Das Festival transmediale lädt ein zum Wettbewerb 2006. Der Wettbewerb widmet sich herausragenden aktuellen künstlerischen Positionen der digitalen Medienkunst.
12. Juli 2005
Aktuelle Ausschreibung der Berliner Atelierförderung
25 neu erschlossene und mit öffentlichen Mitteln geförderte Ateliers zwischen 35 und 63 qm werden jetzt in einem landeseigenen Gebäude in Charlottenburg-Wilmersdorf für Berliner bildende Künstlerinnen und Künstler angeboten.
PUBLIKATION
Juli 2005
Zwei neue Bücher des Deutschen Kulturrates erschienen
Wer ist für Kultur in den Kommunalen Spitzenverbänden, in den Ländern, beim Bund und in der Europäischen Union zuständig? Im neu erschienenen Handbuch Im Labyrinth der Kulturzuständigkeiten sind die Namen und Anschriften der für Kultur Verantwortlichen zusammengestellt.
MITTEILUNG
11. Juli 2005
Berlin erwirbt Gedenkstättengelände in Schöneweide
Das Konzept für die Berliner Zwangsarbeitergedenkstätte wird umgesetzt. Mit der Beurkundung des Kaufvertrages vom 6. Juli zwischen dem Land Berlin und der Bundesvermögensverwaltung geht das Grundstück an der Britzer Str. 1-3 in das Eigentum des Landes Berlin über.
Juli 2005
Freunde der Nationalgalerie e.V. gründen Stiftung für zeitgenössische Kunst
Der Verein der Freunde der Nationalgalerie freut sich, die aus den unerwarteten Gewinnen der MoMA-Ausstellung möglich gewordene Gründung der Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst bekannt zu geben.
KULTURPOLITIK
Juli 2005
Magazin politik und kultur an den Kiosken erhältlich
Die Ausgabe Juli/August von politik und kultur, Zeitung des Deutschen Kulturrats, ist seit heute an Bahnhofs- und Flughafenkiosken erhältlich.
Juli 2005
Kultursenator einig mit Bundestagsbeschluss zum Mauergedenken in Berlin
Der Berliner Kultursenator Dr. Thomas Flierl begrüßte nachdrücklich den Beschluss des Deutschen Bundestages zum Mauergedenken vom 30. Juni 2005
5. Juli 2005
Deutschland als Land der Kultur: Deutscher Kulturrat zum Wahlmanifest der SPD
Die SPD hat gestern als erste der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien ihr Wahlprogramm zu der voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfindenden Bundestagswahl vorgestellt. Den Deutschen Kulturrat freut, dass die SPD unter der Überschrift „Wir wollen ein Land der Kultur sein.“ ihre kulturpolitischen Vorhaben beschrieben hat.
PERSONALIEN
7. Juli 2005
Das Institut Mathildenhöhe hat einen neuen Direktor
Das Darmstädter Institut Mathildenhöhe bekommt zum 1. Januar einen neuen Direktor. In seiner gestrigen Sitzung bestätigte der Magistrat den Vorschlag von Oberbürgermeister und Kulturdezernent Walter Hoffmann, die Direktorenstelle des Kulturinstituts mit dem Kunsthistoriker Ralf Beil zu besetzen.
STELLENANGEBOT
Juli 2005
Professur für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum
An der Fakultät für Geschichtswissenschaft – Kunstgeschichtliches Institut – ist ab 1. Oktober 2006 die Professur (W 3) für Kunstgeschichte in der Nachfolge von Prof. Dr. Monika Steinhauser zu besetzen.
AUSSTELLUNG
9. Juli - 27 . August 2005
Grönland\Nisunen bei Esther Schipper
Bis zum 27. August zeigt die Galerie Esther Schipper Arbeiten der in Helsinki lebenden finnischen Künstler Tommi Grönlund und Petteri Nisunen. In ihrer zweiten Ausstellung in der Galerie präsentieren sie zwei neue Installationen sowie eine Wandarbeit. In den Installationen geht es um mechanische Präzision, um die Schwerkraft, um die gegenseitige Abhängigkeit einzelner Teile in einem System. Vier Metallringe von über drei Meter Durchmesser bilden eine gyroskopähnliche Struktur und umkreisen in langsamen Umdrehungen den Mittelpunkt des großen Ausstellungsraumes. Im angrenzenden kleinen Ausstellungsraum werden 16 Metallscheiben, zu einem Quadrat angeordnet und durch Gummiriemen verbunden, in Bewegung versetzt. Bewegt sich ein Teil, bewegen sich alle. Licht fällt durch Schlitze in den Metallscheiben und bildet die Bewegungsabläufe auf der dahinter liegenden Wand ab. Beide Arbeiten sind kinetische Experimente: Ob und wie die Bewegungsabläufe sich verändern, ob sie immergleichen Regeln folgen oder dem Zufallsprinzip unterliegen, wird sich im Verlauf der Ausstellung zeigen.
Galerie Esther Schipper, Linienstr. 85, 10119 Berlin.
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13. - 17. Juli 2005
Sarah Beddington im bootlab Berlin
Die britische Künstlerin Sarah Beddington arbeitet mit Malerei, Video und Installation. Ihre Videoarbeiten zeigen einzigartige soziale und ästhetische Umwelten in einer zufallsmäßigen und zugleich kontingenten Art und Weise. Keine ihrer Arbeiten ist inszeniert worden und zeigt sich typischerweise als ein einziger Shot, der maximal fünf Minuten dauert. Unter ihrem standhaften Blick werden tagtägliche Geschehnisse in ein geistreiches Theater des „Nicht-Ereignisses“ verwandelt. Die Ausstellung Parallel Lines and Other Stories ist Teil von IN ABSENTIA, einer Film- und Videoreihe, die von Alena Williams kuratiert wurde. Beddington hat ihren Master in Kunst an der Central St. Martin’s College of Art and Design erhalten.
Eröffnung 13. Juli, 19 - 22 Uhr, Raum 3, Ziegelstrasse 20, 10117 Berlin.
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14. Juli - 21 . August 2005
Letzte Überprüfung vor dem Zündschlüssel
"Sicherheitshinweis: Bitte achten Sie auf verlassene Gegenstände und Gepäck in den Zügen und auf den Bahnsteigen. Informieren Sie uns über die Notrufsäule." Das ist seit den Attentaten in London der neue mitlaufende Untertitel im Programm des so genannten Berliner Fensters in den U-Bahnen der Hauptstadt. Er ist der Untertitel unter Werbung, verblödenden Celebrity-Nachrichten und meist drittklassigen Veranstaltungshinweisen und Kochtipps. Das Berliner-Fenster: unbewusstes Medium eines zynischen Realismus' zwischen Mord, Bedrohung, Kitsch, Krieg, Sicherheitshinweisen, Infotainment und Reklame. Die Sicherheitsmaßnahmen sind wie das Schirmaufspannen nach dem Regen, wenn schon alle nass sind. Wann schießt und bombt wer und warum? Wie wird Ideologie legitimiert? Wie wird Fundamentalismus dekliniert? Wie wird nationale Sicherheit begründet? An der ehemaligen physischen Grenze der Blockmächte des Kalten Krieges, an der ehemaligen innerdeutschen Trennlinie zweier gesellschaftlich organisierter Ideologien, auf einem der letzten Grenzwachtürme der ehemaligen DDR in Berlin leuchtet und glänzt die Arbeit kilid des im Iran gebürtigen Künstlers Shahram Entekhabi. Ein sechs Meter langer Aluminium-Schlüssel (kilid, zu deutsch Schlüssel) mit über 400 Glühbirnen bestückt, eingefärbt in den Farben der iranischen Flagge mit dem eingearbeiteten Motiv der Tulpe Allahs, überleuchtet den ehemaligen Grenzstreifen und markiert damit eine aktuelle ideologische Grenze, eine Grenze, die in einem heißen und akuten Krieg umkämpft wird. Hat man die eine Feindschaft scheinbar überwunden, findet sich sogleich eine neue. Die Ideologie des islamischen Fundamentalismus steht gegen die Ideologie eines hysterischen, industrialisierten Christentums und der aus ihm abgeleiteten Gesellschaftssysteme. Letzte Überprüfung ist ein Projekt der Kunstfabrik am Flutgraben e.V. und wird betreut von Sirid Amsel, Mari Brellochs, Elke Frietsch, Svenja Moor und Ines Tartler. Der ehemalige Grenzwachturm im Schlesischen Busch bildet den Ausgangspunkt für künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Grenze in Form von raumbezogenen, interventionistischen und situativen Einzelpräsentationen internationaler Künstlerinnen und Künstler.
Eröffnung 14. Juli, 20 Uhr, Kunstfabrik am Flutgraben e.V., Am Flutgraben 3, 12435 Berlin.
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16. Juli - 9. Oktober 2005
Young British Art im Kunstverein Hamburg
Bekannt wurde Sarah Lucas (1962, London) Anfang der neunziger Jahre im Zusammenhang der so genannten Young British Art, die mit einer bewusst rohen und teilweise schockierenden Ästhetik auf das sich verschlechternde soziale Klima Großbritanniens unter der Regierung Margaret Thatchers reagierte. Heute zählt Sarah Lucas zu den bekanntesten Künstlerinnen ihrer Generation. Sie kombiniert alltägliche Objekte wie ausrangierte Möbel, Lebensmittel und andere Fundstücke zu irritierenden und nachhaltig provozierenden Assemblagen. Nahrungsmittel und Alltagsgegenstände werden in den Installationen und Fotos zu sexuell aufgeladenen Stillleben oder Vanitas-Bildern arrangiert. Aus einfachen Materialien wie Zeitungspapier, Holz, Draht und Beton fertigt sie Bilder, Collagen, Objekte und Installationen an, die in ihrer Verbindung mit häufig drastischen Werktiteln einen aggressiven Wortwitz entfalten. Dabei entstammen die verwendeten Redewendungen und zweideutigen Anspielungen einer Umgangssprache der Arbeiterklasse, mit denen die Künstlerin nicht nur ihre eigene Herkunft thematisiert, sondern auch ihrem Interesse an Sprache und deren unterschiedlichen Konnotationen nachgeht. In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Zürich realisiert der Kunstverein in Hamburg eine umfassende Retrospektive mit den Arbeiten von Sarah Lucas – die erste überhaupt. Im Anschluss an die Stationen Zürich und Hamburg wird die Ausstellung auch in der Tate Liverpool zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint ein von Yilmaz Dziewior und Beatrix Ruf herausgegebener Katalog im Hatje Cantz Verlag mit Texten von Sadie Coles, Yilmaz Dziewior, Martin Prinzhorn, einem Interview zwischen Beatrix Ruf und Sarah Lucas sowie einem kommentierten Oeuvreverzeichnis. Erscheinungstermin ist September 2005.
Eröffnung 15. Juli, 19 Uhr, Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg.
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Juli 2005
Kunst okkupiert Berlin
Wie in einer Pressemitteilung vom Juli bekannt gegeben wurde, werden im Rahmen der Projektreihe Okkupation in diesem und im kommenden Jahr zwölf „Interventionen“ von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Stadtraum von Berlin-Neukölln realisiert. Das Projekt widmet sich dem Wandel des urbanen öffentlichen Raums: So wie sich unsere Städte rasant verändern, wechseln auch ihre öffentlichen Räume Gestalt und Funktion. Was für die einen Gewinn ist, bedeutet für die anderen Bedrohung und Verlust von „Öffentlichkeit“. So soll der öffentliche Raum unter Berücksichtigung seiner Veränderungen durch soziale und ökonomische Transformationsprozesse verhandelt werden, von Künstler/innen erforscht und unter Nutzung derjenigen künstlerischen Strategien temporär (um-)gestaltet werden, die sich deutlich von der Produktorientiertheit des traditionellen Kunstbetriebs abwenden. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler für die Realisierungen 2005, die in diesem September statt finden, sind: Ingo Gerken (Berlin), ILAP, Teil 1 (Amsterdam), public works (London/Berlin), Matthias Schamp (Bochum), Hans Winkler (Berlin), Schumacher & Jonas (Berlin) und Roi Vaara (Helsinki). Die Konzeption, Kuration und Projektleitung haben Birgit Anna Schumacher und Uwe Jonas inne (Areale Neukölln 2001, Pilotprojekt Gropiusstadt 2002 – 2005). Für den Sommer 2006 nehmen teil: Christian Hasucha (Berlin), Eva Hertzsch und Adam Page (Dresden), ILAP, Teil 2 (Amsterdam), Veronika Kellndorfer (Berlin), Tazro Niscino (Köln) und stadtraum.org (Düsseldorf). Kooperationspartner sind das Kulturamt Neukölln von Berlin und Kulturnetzwerk Neukölln e.V. Das Projekt wird maßgeblich aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds finanziert sowie vom Kulturamt Neukölln und der GEHAG GmbH finanziell unterstützt. Zur Vorbereitung des Projekts fand im März 2004 in Berlin-Neukölln ein viertägiges Symposium mit den Künstlerinnen und Künstlern statt, dessen Ergebnisse auf dieser Website unter den Rubriken „Theorie“ und „Praxis“ dokumentiert sind. Das Symposium wurde vom Siemens Art Lab unterstützt.
Schumacher & Jonas, Pasteurstr. 13, 10407 Berlin.
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FILM
14. und 15. Juli 2005
Anna Sanders Film Tour in den KW Berlin
Am 14. und 15. Juli ist in den KW Institute for Contemporary Art die Anna Sanders Film Tour zu Gast. Anna Sanders Films ist der Name einer in Paris ansässigen Filmproduktionsgesellschaft, die 1997 von Charles de Meaux, Dominique Gonzalez-Foerster, Pierre Huyghe und Philippe Parreno gegründet wurde. Die Gesellschaft hat den Weg bereitet für eine „neue Art von Kino, die zwischen Dokumentation und Fiktion, zwischen Realität und Erinnerung, zwischen der Zeit und ihrem Bild oszilliert“. Das Programm umfasst fast alle Filme, die bisher von Anna Sanders produziert wurden. Die Filme werden von Mathieu Copeland und Agnieszka Kurant präsentiert, den Kuratoren des ASF-Programms und den Autoren des Buches Anna Sanders Films. The In-Between . „Anna Sanders arbeitet an der vordersten Front der Annäherung von bildender Kunst und Kino, die wir derzeit erleben. In ihren Filmen, die eine Zwischenstellung einnehmen – zwischen verschiedenen Formen des Kinos, Landschaften, Träumen und Ökonomien –, zeigt sich eine allgemeine Begeisterung für die Erkundung unserer Welt und ihrer Beziehung zu persönlichen Erzählungen. Mit ihrem beständigen Oszillieren zwischen Realität und Fiktion, Dokument und subjektiver Erinnerung, geistigem und visuellem Bild, off-screen und on-screen präsentieren sich diese Filme als Fußnoten am Rande der Realität und der Filmgeschichte. Indem sie überraschende, oft sehr sinnliche Bilder mit einer beständigen Infragestellung des Kinos kombinieren, bewahren Anna Sanders’ Filme eine kühle Distanz zu ihren Sujets und schaffen zugleich einen Raum, in dem sich der Zuschauer in die Schönheit der Bilder und ihre Bedeutung versenken kann. Die zentrale Frage liegt für die Autoren in dem Wunsch, eine Landschaft zu porträtieren, wie man einen Menschen porträtieren würde, oder anders gesagt: in dem Versuch, herauszufinden, wie man die Welt heute erzählen kann.“
Vorführung 14. und 15. Juli, 21 Uhr, KW Institute for Contemporary Art, Auguststrasse 69, 10117 Berlin.
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MESSE
29. - 31. Juli 2005
5. art bodensee 2005
Zum fünften Mal bieten 50 Galeristen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein die Werke von 300 Künstlern auf der Kunstmesse art bodensee in Dornbirn, Vorarlberg an. Im Rahmen der Messe wird der Maecenas verliehen. Betriebe, die Kunstsponsoring betreiben, werden für ihr Engagement ausgezeichnet. Besonderheiten im Messeprogramm sind unter anderem Förder-Kojen, in denen junge Galeristen ihr Programm zeigen, sowie ein Projekt des Wiener Künstler Hannes Mlenek in Kooperation mit dem Wiener Museumsquartier (Transforming Walls).
29. bis 31. Juli, täglich 14 bis 21 Uhr, Dornbirner Messe GmbH, Messestraße 4, 6854 Dornbirn, Österreich.
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KUNSTMARKT
6. Juli 2005
Ehepaar Ströher kauft Grothe-Sammlung
Bereits seit einiger Zeit hatte der Duisburger Bauunternehmer Hans Grothe sich mit dem Gedanken herum getragen, seine umfangreiche Sammlung vornehmlich deutscher Gegenwartskunst an das Sammlerehepaar Sylvia und Ulrich Ströher zu verkaufen. Das Paar gehört zur gleichnamigen Darmstädter Industriellenfamilie, die 2003 ihren Konzern Wella für rund acht Milliarden Dollar an den amerikanischen Großkonzern Procter & Gamble verkauft hatte. Jetzt bestätigten die Ströhers gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit den Erwerb der über 700 Werke umfassenden Sammlung Grothes. Damit erweitert sich die Sammlung Ströher zur wichtigsten Kollektion deutscher Nachkriegskunst. Wie die Wochenzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe vom 7. Juli weiter berichtet, ist der Kaufpreis nicht bekannt, aber der Direktor des Kunstmuseum Bonn, Dieter Ronte, beziffert ihn auf über 50 Millionen Euro. Die bestehenden Leihverträge mit dem Bonner Haus und dem Museum Küppersmühle in Duisburg sollen, so die Absicht der Ströhers, bis 2025 weiterlaufen. Erwogen wird, das Dachgeschoss des Duisburger Museums auszubauen, um dort genügend Raum für Bilder von Gerhard Hoehme oder K. O. Götz zu schaffen, von denen das Sammlerehepaar besonders viele Werke besitzt.
Museum Küppersmühle, Philosophenweg 55/57, 47051 Duisburg.
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PREIS
11. Juli 2005
Clemens von Wedemeyer erhält den GASAG-Kunstpreis 2005
Der GASAG-Kunstpreis zur Förderung junger Berliner Künstlerinnen und Künstler wird an den Film- und Videokünstler Clemens von Wedemeyer verliehen. Pauline Kraneis und Slawomir Elsner werden mit je einem Förderpreis ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet am 29. September 2005 um 19:30 Uhr auf der Kunstmesse Art Forum Berlin, in der von den Preisträgern gestalteten Talklounge im Palais am Funkturm statt. Die drei Preisträger wurden in einem zweistufigen Verfahren ermittelt: Die freien Kuratoren Inke Arns, Ulrike Kremeier, Johannes Schmidt und die Journalistin Brigitte Werneburg nominierten folgende Künstlerinnen und Künstler – alle jünger als 35 Jahre alt und in Berlin lebend: David Adam, Hamra Abbas, Tobias Buche, Stef Burghard, Hannah Dougherty, Slawomir Elsner, Pauline Kraneis, Sebastian Lütgert, Eleonore de Montesquiou, Jenny Rosemeyer, Jorinde Voigt, Suse Weber, Clemens von Wedemeyer und Florian Wüst. Die Kuratoren Zdenek Felix und Harm Lux sowie Martin Pfahler von der 2yk Galerie bildeten die Jury und bestimmten die Preisträger. Bereits zum vierten Mal wird der GASAG-Kunstpreis gemeinsam von der GASAG und dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. vergeben. Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert, wovon 2.500,- Euro in einen Werkankauf des Unternehmens fließen. Ein umfangreicher Werkkatalog, der zur Art Forum erscheint, und die Präsentation der Preisträger auf der Messe durch die Kunstfabrik am Flutgraben sind ebenfalls Bestandteil des Preises.
Birgit Jammes, GASAG Kommunikation, Reichpietschufer 60, 10785 Berlin.
Mari Brellochs, Kunstfabrik am Flutgraben e.V., Am Flutgraben 3, 12435 Berlin.
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AUSSCHREIBUNG
Juli 2005
Diese Wand soll Dir gehören
Das Bekleidungsunternehmen Diesel hat das Kunstprojekt Diesel Wall Berlin ins Leben gerufen. Eine 500 Quadratmeter große Wandfläche am Haus Oranienburger Straße 65, in der Nähe des Kulturzentrums Tacheles, mitten im Stadtzentrum, soll von unabhängigen Künstlern und Studenten gestaltet werden. Der Diesel Wall Award fördert junge Künstler und bietet ihnen die Möglichkeit über einen bestimmten Zeitraum die von einer fünfköpfigen Jury ausgewählte Arbeit des Gewinners als Original auf der riesigen Wand zu installieren. Ein Organisationskomitee wird eine Anzahl der eingereichten Arbeiten vorab auswählen. Eine Jury wählt dann die endgültigen Arbeiten aus. Die Künstler erhalten die Möglichkeit für jeweils zwei Monate – zwischen September 2005 und Januar 2006 – ihre Kunst auf der Wand zu zeigen. Bis zum 26. August können Künstler ihre Vorschläge einreichen. Am 6. September kommt die Jury, bestehend aus Massimiliano Gioni (Kurator der Berlin Biennale 2006), Florian Illies (Herausgeber Monopol Magazin), Peter Kogler (Künstler, Österreich), Dorothee Dubrau (Bezirksstadträtin für die Stadtentwicklung, Berlin Mitte) und Kees Kreuter (Art Director für Diesel) zusammen und wird die Gewinner auswählen, die dann zeitgleich auf der Internetseite bekannt gegeben werden. Ausführliche Informationen gibt es auf der Website von Diesel Wall.
Diesel Wall Office, Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin.
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Juli 2005
Transmedial: Das Festival für Kunst und digitale Kultur schreibt nächste Runde aus
Das Festival transmediale lädt ein zum Wettbewerb 2006. Der Wettbewerb widmet sich herausragenden aktuellen künstlerischen Positionen der digitalen Medienkunst. Eine internationale Jury verleiht den Hauptpreis in Höhe von 4.000,- Euro und zwei Preise in Höhe von je 2.000,- Euro. Der transmediale award ist ein internationaler Wettbewerb für Kunst, die sich mit der Ästhetik und der kulturellen Bedeutung neuer Technologien befasst. Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre waren Künstler wie Shilpa Gupta (IN), Zhou Hongxiang (CN), Istvan Kantor (CA), Thomas Koener (DE), Netochka Nezvanova (US), schoenerwissen (DE), Adrian Ward (UK), Herwig Weiser (AT), 242.pilots (NO/PL/US), u.a.. Als Festival für Kunst und digitale Kultur zeigt die transmediale künstlerische Positionen zu den kulturellen Auswirkungen neuer Technologien. Präsentiert werden künstlerische Arbeiten, die nicht nur auf neue technische Entwicklungen reagieren, sondern Einfluss auf die Art und Weise ausüben wollen, wie wir diese Technologien erfahren. Das Festival versteht Medientechnologien als Kulturtechniken, die man sich aneignen muss, um durch sie unsere heutige Gesellschaft verstehen, kritisieren und gestalten zu können. Wir bitten um die Einsendung von Werken und Projekten, die in diesem künstlerischen und kulturellen Feld verortet sind. Zusammen mit der Jury laden wir ausdrücklich auch KünstlerInnen zum Wettbewerb ein, die nicht in West-Europa und Nord-Amerika arbeiten. Die transmediale ist eine Veranstaltung der Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH in Kooperation mit der Akademie der Künste. Gefördert wird das Festival durch die Kulturstiftung des Bundes, unterstützt wird der Wettbewerb von AVM Computersysteme.
transmediale, Klosterstr. 68-70, 10179 Berlin.
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12. Juli 2005
Aktuelle Ausschreibung der Berliner Atelierförderung
25 neu erschlossene und mit öffentlichen Mitteln geförderte Ateliers zwischen 35 und 63 qm werden jetzt in einem landeseigenen Gebäude in Charlottenburg-Wilmersdorf für Berliner bildende Künstlerinnen und Künstler angeboten. Im ehemaligen Haus der Gesundheit in der Sigmaringer Straße sollen sowohl Künstlerinnen und Künstler als auch Existenzgründerinnen preisgünstige Arbeitsräume finden. Das Atelierförderprogramm der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur entspricht damit einem Beschluss des Abgeordnetenhauses, wonach verstärkt öffentliche Gebäude genutzt werden sollen, um geförderte Künstlerateliers zur Verfügung zu stellen. Bildende Künstlerinnen und Künstler können sich bewerben, wenn sie unter einer festgesetzten Einkommensgrenze liegen und den Nachweis der Professionalität erbringen. Informationen – auch über weitere aktuelle Angebote – erteilt das Atelierbüro im Kulturwerk des Berufsverbands Bildender Künstler Berlins. Dazu Senator Dr. Thomas Flierl: „Die Atelierförderung ist für Berlin ein wichtiger Standortfaktor, jedoch können derzeit nur etwa 5% der professionell arbeitenden bildenden Künstlerinnen und Künstler mit ihrer Kunst ein auskömmliches Einkommen erzielen. Ich bin froh, dass es mit der Erschließung der neuen Ateliers gelungen ist, eine kontinuierliche künstlerische Arbeit unter angemessenen Produktionsbedingungen zu sichern.“
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Brunnenstraße 188/190, 10119 Berlin.
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PUBLIKATION
Juli 2005
Zwei neue Bücher des Deutschen Kulturrates erschienen
Wer ist für Kultur in den Kommunalen Spitzenverbänden, in den Ländern, beim Bund und in der Europäischen Union zuständig? Im neu erschienenen Handbuch Im Labyrinth der Kulturzuständigkeiten sind die Namen und Anschriften der für Kultur Verantwortlichen zusammengestellt. Das Buch stellt Transparenz in den komplizierten Strukturen der Kulturpolitik und Kulturförderung in Deutschland her. Herausgeber sind Olaf Zimmermann und Gabriele Schulz. Erschienen ist es im Juli 2005, umfasst ca. 130 Seiten. Die Bestellung läuft über den Online-Shop des Kulturrates, ISBN 3-934868-10-x, Preis: 14,80,- Euro (plus Porto und Verpackung). Welche Rolle spielt die kulturelle Bildung in der Bildungsreformdiskussion? Wer sind die Akteure kultureller Bildung? Wer gestaltet wie die Rahmenbedingungen für kulturelle Bildung? Wie kann die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure kultureller Bildung verbessert werden? Im zweiten Buch Kulturelle Bildung in der Bildungsreformdiskussion - Konzeption Kulturelle Bildung wird der Bogen von den Einflüssen internationaler Handelsabkommen auf die kulturelle Bildung vor Ort bis hin zu den Bildungsplänen für die frühkindliche Erziehung, die Schulreform der Länder, die Europäisierung der Hochschulbildung bis zur Weiterbildung gespannt. Das Buch verschafft einen Überblick über die Strukturen kultureller Bildung, Anforderungen an die Politik zur Verbesserung der Rahmenbedingungen werden formuliert und an praktischen Beispielen deutlich gemacht, welche Potenziale die kulturelle Bildung für die gesamte Bildungsreform bietet. Autoren sind Doris Ahnen, Hildegard Bockhorst, Edelgard Bulmahn, Max Fuchs, Dieter B. Herrmann, Werner Lindner, Eske Nannen, Georg Ruppelt, Gabriele Schulz, Claudia Schwalfenberg, Richard Stang, Andreas Joh. Wiesand, Dieter Wunder und Olaf Zimmermann. Das Buch erscheint im August 2005, umfasst ca. 450 Seiten, Bestellung läuft auch über den Online-Shop, ISBN 3-934868-11-8, Preis: 22,80,- Euro (plus Porto und Verpackung).
Deutscher Kulturrat e.V., Chausseestrasse 103, 10115 Berlin.
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MITTEILUNG
11. Juli 2005
Berlin erwirbt Gedenkstättengelände in Schöneweide
Das Konzept für die Berliner Zwangsarbeitergedenkstätte wird umgesetzt. Mit der Beurkundung des Kaufvertrages vom 6. Juli zwischen dem Land Berlin und der Bundesvermögensverwaltung geht das Grundstück an der Britzer Str. 1-3 in das Eigentum des Landes Berlin über. Bis zum Sommer 2006 soll hier, in dem einzigen komplett erhaltenen Zwangsarbeiterlager, aus Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Höhe von 1,4 Millionen Euro eine Gedenkstätte errichtet werden. Das Zwangsarbeiterlager Schöneweide wurde 1943 vom Generalbauinspektor, der Behörde Albert Speers, für über 2000 ausländische Arbeitskräfte gebaut. Der Lagerkomplex stand in engem räumlich-funktionalen Zusammenhang mit dem Industriestandort Ober- und Niederschöneweide/Johannisthal und den dortigen Verkehrsanlagen. Die räumliche und inhaltliche Nähe von Kriegswirtschaft, Lager und „Alltag“ ist so anschaulich darstellbar. Der Betrieb der Gedenkstätte ist im Etat der Berliner Kulturverwaltung in Höhe von 360.000,- Euro pro Jahr ab 2006 gesichert. Die neue Gedenkstätte wird unter dem Dach der Stiftung Topographie des Terrors arbeiten und soll bei einer Konstituierung des geplanten Verbundes der NS-Gedenkstätten in Berlin Teil der Stiftung werden. Senator Dr. Thomas Flierl: „Mit dem Grunderwerb beginnt die Umsetzung meines im letzten Jahr beschlossenen Konzeptes für die erste Zwangsarbeitergedenkstätte dieser Art in der Bundesrepublik, die als Ergänzung zu den authentischen Orten des NS-Unrechtes in der deutschen Hauptstadt unverzichtbar ist. In Schöneweide können jetzt die historischen Spuren gesichert, lesbar gemacht und ein Ort der Begegnung und der Auseinandersetzung geschaffen werden, der auch in einem engen Dialog mit ähnlichen Einrichtungen vor allem in den Staaten Mittel – und Osteuropas treten wird.“
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Brunnenstraße 188/190, 10119 Berlin.
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Juli 2005
Freunde der Nationalgalerie e.V. gründen Stiftung für zeitgenössische Kunst
Der Verein der Freunde der Nationalgalerie freut sich, die aus den unerwarteten Gewinnen der MoMA-Ausstellung möglich gewordene Gründung der Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst bekannt zu geben. Die mit 6 Millionen Euro Stiftungskapital ausgestattete Stiftung hat zum 1. Juli 2005 ihre Arbeit aufgenommen. Mit dieser Stiftung, die den Erfolg der MoMA-Ausstellung dauerhaft bleiben lässt, soll der Dialog zwischen den Verantwortlichen der Nationalgalerie und der jungen aktuellen internationalen Kunst intensiviert und die Möglichkeit geschaffen werden, zeitnah Kunstwerke der Gegenwart zu erwerben. Damit ist die Stiftung die erste in Deutschland, deren ausschließlicher Zweck der Erwerb von zeitgenössischer Kunst für ein staatliches Museum ist.
Verein der Freunde der Nationalgalerie e.V., Katharina von Chlebowski, Potsdamer Strasse 50, 10785 Berlin.
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KULTURPOLITIK
Juli 2005
Magazin politik und kultur an den Kiosken erhältlich
Die Ausgabe Juli/August von politik und kultur, Zeitung des Deutschen Kulturrats, ist seit heute an Bahnhofs- und Flughafenkiosken erhältlich. politik und kultur erscheint alle acht Wochen und ist im Einzelverkauf und im Abonnement erhältlich. Aktuelle Streitfälle in dieser Ausgabe sind: Max Fuchs: Darf der Staat Kultur machen? Karin Junker: Ist die Idee von Europa missglückt? Bernhard von Loeffelholz: Hat die Kultur eine Bedeutung für die globale Ordnung? Olaf Zimmermann: Ist das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin eine gescheiterte Idee? In weiteren Themenschwerpunkten werden Antworten auf die folgenden Fragen versucht: Staatsziel Kultur: Ist die Verankerung des Staatsziels Kultur im Grundgesetz ein überflüssiger Ballast oder wird dadurch das Bekenntnis zum Kulturstaat deutlich? Bilanz Kulturpolitik: Was wurde kulturpolitisch in den letzten Jahren bewegt? Welche Vorhaben blieben auf der Strecke? Welche Erwartungen bestehen? Soziale Sicherung: Warum machen sich Künstlerinnen und Künstler selbstständig? Welche Unterstützung erfahren sie? Wie sehen ihre Einkommenschancen aus? Wie entwickeln sich ihre Honorare? Wie kann die soziale Sicherung der Künstler und Publizisten gestärkt werden? GATS/UNESCO: In welchem Verhältnis werden die Konvention Kulturelle Vielfalt und das GATS-Abkommen künftig zueinander stehen? Wie können die Vielfalt in der Kultur und die Rechte der Urheber gesichert werden? politik und kultur wird herausgegeben von Olaf Zimmermann und Theo Geißler und erscheint sechsmal jährlich. Erhältlich ist es in Bahnhofsbuchhandlungen und auf Flughäfen und im Abonnement. Der Einzelpreis ist 3,- Euro, im Abonnement 18,- Euro (incl. Porto). politik und kultur 04-2005 (Juli/August 2005) kann in einer Onlineversion im Internet als pdf-Datei herunter geladen werden.
Deutscher Kulturrat e.V., Chausseestrasse 103, 10115 Berlin.
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Juli 2005
Kultursenator einig mit Bundestagsbeschluss zum Mauergedenken in Berlin
Der Berliner Kultursenator Dr. Thomas Flierl begrüßte nachdrücklich den Beschluss des Deutschen Bundestages zum Mauergedenken vom 30. Juni 2005: „Durch die frühzeitige Einbeziehung der Antragsteller sowie der Beauftragten für Kultur und Medien in die Erarbeitung des Berliner Mauerkonzeptes gibt es – wie die Anhörung im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages am 15. Juni 2005 gezeigt hat – keine Differenz zwischen den Überlegungen der Abgeordneten des Deutschen Bundestages und denen in Berlin. Wir sind uns darin einig, dass der neue U-Bahnhof Brandenburger Tor die Geschichte des Brandenburger Tores und seiner Umgebung mit Schwerpunkt auf der Nachkriegsgeschichte vorstellen wird, dass an der Oberfläche durch eine künstlerische Markierung der Ort bezeichnet und durch mediale Informationssäulen im Umkreis des Tores auf den Ort der Information, auf die übrigen Mauerorte in Berlin und insbesondere auf die nur drei Bahnstationen entfernt liegende Gedenkstätte Bernauer Straße verwiesen wird. Es ist sehr erfreulich, dass der Deutsche Bundestag sich hinter die Überlegung meines Mauerkonzeptes stellt, dass die Bernauer Straße der zentrale Ort der Erinnerung an die Berliner Mauer und ihre Opfer sein soll und dieser sowohl hinsichtlich der Darstellung der Geschichte der Mauer wie auch hinsichtlich eines stärkeren individuellen Gedenkens an die Opfer zu qualifizieren ist. An der Sicherung der dafür erforderlichen Grundstücke im Bereich zwischen Nordbahnhof und Brunnenstraße sowie an der Ausarbeitung des inhaltlichen Konzeptes wird derzeit mit großem Nachdruck gearbeitet, um am 31. Oktober 2005 dem Berliner Abgeordnetenhaus meine am 18. April mit allseitiger Zustimmung vorgestellten ersten Überlegungen in Form eines Gesamtkonzeptes vorlegen zu können. Angesichts der breiten Zustimmung erwarte ich, dass trotz der vorgezogenen Neuwahl des Deutschen Bundestages und der anstehenden neuen Regierungsbildung der Bund entsprechend der nationalen Bedeutung der Berliner Mauer und der vom Bundestag unterstützten Maßnahmen maßgeblich die Finanzierung der Umsetzung des Berliner Mauerkonzeptes mitträgt.“
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Brunnenstraße 188/190, 10119 Berlin.
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5. Juli 2005
Deutschland als Land der Kultur: Deutscher Kulturrat zum Wahlmanifest der SPD
Die SPD hat gestern als erste der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien ihr Wahlprogramm zu der voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfindenden Bundestagswahl vorgestellt. Den Deutschen Kulturrat freut, dass die SPD unter der Überschrift „Wir wollen ein Land der Kultur sein.“ ihre kulturpolitischen Vorhaben beschrieben hat. In zehn Punkten wird aufgeführt, welche Akzente die SPD setzen will. Als wichtig erachtet der Deutsche Kulturrat, dass die SPD direkt im ersten Absatz des „Kulturkapitels“ deutlich macht, dass die Kunst sowie die Künstlerinnen und Künstler Freiheit, Schutz und Förderung brauchen. Der Deutsche Kulturrat hätte sich gewünscht, dass in diesem Zusammenhang die Verantwortung zur Sicherung und Stärkung der Künstlersozialversicherung deutlich gemacht worden wäre. Ebenfalls begrüßt der Deutsche Kulturrat, dass die SPD die Kultur als Staatsziel im Grundgesetz verankern will. Genauso begrüßt der Deutsche Kulturrat, dass die SPD die kulturelle Bildung in allen Schulformen fördern will. Der Deutsche Kulturrat vermisst allerdings eine Aussage im Wahlmanifest der SPD zur außerschulischen kulturellen Bildung sowie zur Verstärkung der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischer Bildung. Als besonders wichtig erachtet der Deutsche Kulturrat das klare Bekenntnis der SPD zur Bedeutung der kulturellen und medialen Vielfalt und die Zusage, diese auf europäischer und internationaler Ebene zu verteidigen. Angesichts der wachsenden Bedeutung europäischer und internationaler Entscheidungen für die Kultur wie der EU-Dienstleistungsrichtlinie und den GATS-Verhandlungen ist diese Zusage für den Deutschen Kulturrat sehr bedeutsam. Der Deutsche Kulturrat bedauert, dass zur Auswärtigen Kulturpolitik im Wahlmanifest der SPD keine Aussagen zu finden sind. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die SPD hat in den vergangenen sieben Jahren wichtige Akzente in der Kulturpolitik gesetzt. Besonders die Einrichtung des Amtes der Beauftragten für Kultur und Medien beim Bundeskanzler war ein wichtiger erster Schritt zur Stärkung der Kulturpolitik. Weitere müssen folgen. Ganz besonders muss die Auswärtige Kulturpolitik ein Thema für die SPD werden. Ebenso darf Integration nicht allein auf das Lernen der deutschen Sprache beschränkt werden. Wer eine Zuwanderungsgesellschaft will, muss sich der Herausforderung des interkulturellen Dialogs und der interkulturellen Bildung stellen.“ Derzeit hat der Bundeskulturwahlkampf begonnen: Wird die Kultur eine Rolle spielen im Bundestagswahlkampf? Braucht sie ein eigenes Ministerium? Wie könnte die Kulturpolitik eines Kabinetts Merkel aussehen? Was wollen die Parteien in der Bundeskulturpolitik? Was passiert mit der Enquete-Kommission Kultur, wenn der Bundestag aufgelöst wird? Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie auf den Internetseiten des Deutschen Kulturrates.
Deutscher Kulturrat e.V., Chausseestrasse 103, 10115 Berlin.
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PERSONALIEN
7. Juli 2005
Das Institut Mathildenhöhe hat einen neuen Direktor
Das Darmstädter Institut Mathildenhöhe bekommt zum 1. Januar einen neuen Direktor. In seiner gestrigen Sitzung bestätigte der Magistrat den Vorschlag von Oberbürgermeister und Kulturdezernent Walter Hoffmann, die Direktorenstelle des Kulturinstituts mit dem Kunsthistoriker Ralf Beil zu besetzen. Er wird Nachfolger von Klaus Wolbert, der mit Ablauf des Jahres 2005 in den Ruhestand geht. Ralf Beil, geboren 1965 in Kobe, Japan, ist derzeit Ausstellungskurator sowie Konservator für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts am Musée cantonal des Beaux-Arts Lausanne, Schweiz. Zu den Arbeitsschwerpunkten des deutschen Kunsthistorikers, Kunstkritikers und Ausstellungskurators gehören die europäische Kunst des 19. Jahrhunderts, die internationale Kunst des 20. Jahrhunderts sowie die globale Gegenwartskunst. Beil hat Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Freiburg im Breisgau sowie Paris studiert, 1991 an der Sorbonne einen ersten Studienabschluss erworben und im Jahr 2000 an der Universität Essen promoviert.
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STELLENANGEBOTE
Juli 2005
Professur für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum
An der Fakultät für Geschichtswissenschaft – Kunstgeschichtliches Institut – ist ab 1. Oktober 2006 die Professur (W 3) für Kunstgeschichte in der Nachfolge von Prof. Dr. Monika Steinhauser zu besetzen. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber vertritt das Fach Kunstgeschichte in Forschung und Lehre in seiner ganzen Breite. In Anbetracht des Bochumer Schwerpunktes „Kunst der Moderne“ und der Verantwortung des Instituts für die Kunstsammlungen (Moderne Abteilung) der Ruhr-Universität sollte eine inhaltliche und methodische Ausrichtung in einem entsprechenden Forschungsschwerpunkt vorliegen. Erwartet werden eine breite Berücksichtigung des Gattungsspektrums sowie der ausdrückliche Einbezug der kunsthistorischen Methodendiskussion. Für diese Aufgabengebiete werden neben entsprechenden Kompetenzen die Bereitschaft zur Kooperation mit kunsthistorischen Institutionen des In- und Auslandes sowie mit den Forschungsschwerpunkten der Ruhr-Universität erwartet. Einstellungsvoraussetzungen: Habilitation oder habilitationsadäquate Leistungen im Fach Kunstgeschichte. Nachweis der erforderlichen hohen Qualifikation in Forschung, Lehre und akademischer Selbstverwaltung, Leitungskompetenz, Erfahrung in interdisziplinärer und internationaler Zusammenarbeit. Die Ruhr-Universität Bochum strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht und werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Die Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter sind erwünscht. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen in doppelter Ausführung (ohne Schriften) werden bis zum 31. August 2005 an den Dekan erbeten.
Dekan der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum.
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