Sammlung Christian Hauer
© MUMOK
Foto: Nora Schoeller

MUMOK eröffnet Einblicke in österreichische Privatsammlungen

Sammel-Ping-Pong

Sabine B. Vogel
10. November 2005
Was das Museum sammelt, können wir überprüfen. Was aber sammeln die Privaten? Man hört ja immer, in Österreich gebe es keine nennenswerten Sammler, die auf internationalem Niveau mithalten können. Dass dies nicht stimmt, beweist das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien mit seiner Ausstellung „Entdecken und Besitzen. Einblicke in österreichische Privatsammlungen“. Museumsdirektor Edelbert Köb rief für sein Museum ein „Jahr des Sammelns“ aus und verweist damit einerseits auf die schwierige budgetäre Lage seines Hauses, andererseits betont er die in Zeiten von Spektakelausstellungen nahezu vergessene Tatsache, dass die Hauptaufgabe von Museen das Sammeln ist. Wie groß das Interesse der Öffentlichkeit am Thema des privaten Sammelns ist, zeigte am 8. Oktober das die Ausstellungseröffnung begleitende Symposium. Haben die Museumsdirektoren noch die Macht, über die Qualität von Kunst zu entscheiden, oder liegt das schon in den Händen der Sammler? Das MUMOK jedenfalls setzt auf Kooperation.
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