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Jessica Diamond
Shrine Of The Worship Dollar Sign
2002
Acryl und Latexfarbe auf Mauer
Variable Größe
Courtesy of Analix Forever, Genf
4

Mikroökonomie des Kunstmarkts

Preis auf Anfrage –Teil II

Jürgen Kaube
26. September 2005
Wir haben es bei Kunstwerken mit ökonomisch nicht ganz alltäglichen Objekten zu tun. Anders jedenfalls ist kaum zu erklären, weshalb der Kunstmarkt durch eine Vielzahl von Verhaltensabweichungen der an ihm Beteiligten gekennzeichnet ist. So liegt beispielsweise alles andere als berechnendes Verhalten vor, wenn private Museen Bilder nicht verkaufen, obwohl sie sie niemals zeigen. Reine Sammler bestimmen gegenüber reinen Vermögensanlegern große Bereiche des Kunsthandels und kaufen ohne Rücksicht darauf, ob sie auch wieder profitabel verkaufen können. Sie verlassen den Markt nicht gleich bei jedem Stimmungsumschwung, sondern üben sich in ästhetischem Gleichmut gegenüber seinen Risiken. Warum tun sie das? Normale Waren lassen aufgrund ihrer funktional-technischen Eigenschaften hinreichende Schlüsse auf den Wert des Konsum- oder Investitionsobjektes zu, Kunst nicht. Vielleicht macht man soziologisch und ökonomisch ja schon den ersten Fehler, wenn man annimmt, dass es auf einem Markt überhaupt um Dinge geht? Immerhin könnte es ja sein, dass das, wofür Preise verlangt und bezahlt werden, bloß bestimmte Eigenschaften der jeweiligen Dinge sind?
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