Chipeng
Aus der Serie Consubstanciality

Kunst aus China: Chipeng

Sprinting forward

Ulrike Münter
27. Mai 2005
Auch im heutigen Peking steckt die aktuelle Kunstproduktion oft noch immer im Würgegriff einer ideologisch und dogmatisch geprägten Auftragskunst-Ästhetik. Zurück in die Gegenwart geht es dagegen in den Fotoarbeiten des Chinesen Chipeng, der – als Künstler bereits international agierend und bis vor kurzem in der Berliner Galerie von Alexander Ochs zu sehen – an der Central Academy of Fine Arts, Beijing, studiert. Ja, Chipengs Fotografien erzählen Geschichten, sehr persönliche und gleichzeitig für seine Generation exemplarische. Auf die Frage, wie er zur Fotografie als künstlerischem Medium gekommen sei, antwortet der 24-Jährige, dass nur sie ihm die Möglichkeit gebe, sein Lebensgefühl auszudrücken. Er tut dies bar jeglichen Bemühens um Coolness. In Consubstantiality berühren seine Arbeiten vermeintliche Gender-Grenzen, in Green Serial den Cyberspace-Charakter der Wirklichkeit, insbesondere der Wirklichkeit einer sich so unvorstellbar rasant verändernden Stadt wie Peking.
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