25. Mai 2012
Die documenta-Chefin zensiert Kunst im Kasseler Stadtgebiet. Die katholische Kirche blieb standhaft, weshalb Stephan Balkenhols Figur weiterhin vom Glockenturm herabstarrt. Doch die Protestanten, die Gregor Schneider einluden, sagten seine Schau auf Wunsch von Carolyn Christov-Bakargiev ab.
2006
Dezember
Die Skulptur kehrt zurück. War sie denn je verschwunden? Für das angebliche Revival werden triviale Gründe aufgezählt.
Was gilt gemeinhin als nicht funktionsfähig und kommt bald trotzdem? Die Live-Online-Kunstauktion, meint Henrike Schulte.
November
Ob die Salzburger Altstadt in Zukunft von Gegenwartskunst verschont bleibt, wird in dieser Woche ein Bürgerbegehren entscheiden.
Oktober
Inspiriert vom Untergang der Fregatte Medusa wütete John Bock im Tam Tam Club, pardon, im Magazin der Berliner Staatsoper.
Um universale Bedrohung und globale Vernetzung geht es im Werk von Lutz Dammbeck – zu sehen in der Berliner Akademie der Künste.
August
Warum ist „Müll-Kunst-Produktion“ so populär? Diese und andere Fragen stellt Thomas W. Eller an die Arbeiten von Felix Schramm.
Juli
Nach dem Rekordkauf von Gustav Klimts „Adele Bloch-Bauer I“ verlangt Ronald S. Lauder satte Eintrittspreise.
April
Kunstklau – ein Thema in ungezählten Variationen. Doch lassen sich kreative Ansätze finden, um aus dem Dilemma zwischen Angebot und Nachfrage heraus ganz neue Wege zu beschreiten.
März
Ein Künstler kritisiert den Künstler. Heftige Emotionen auch nach dem vorzeitigen Ende der Ausstellung.
Santiago Sierra in der Synagoge Stommeln sorgt für den Eklat, auf den er mit seiner Arbeit zielte. Frank Frangenberg verurteilte die Ausstellung. Inzwischen wurde sie geschlossen. Hier eine Gegenstimme von Raimar Stange.
Februar
Geschichte hätte sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn mit ihr kreativ, nicht aber paradiesisch umgegangen würde.
Ist es nicht bezeichnend, dass unsere „Bildwissenschaftler“ zu den „Mohammed-Karikaturen“ nichts zu sagen haben?
Kann man, wenn man die Autonomie des Bildes akzentuiert, einen Diskurs über das Bild führen wie je zuvor? Hans Belting über die Perspektive als Bild.
Januar
„Gibt es ein Patrimonium der Deutschen?“ – Die Staatlichen Museen zu Berlin im Verbund mit der Kulturstiftung der Länder stellen eine Frage.
Klassiker und doch ein Enigma. Oder nicht? Kleines Beuys Vobiscum zum zwanzigsten Todestag des Joseph B.
2005
Dezember
Warum ich William Kentridges Animationsfilme liebe? Am liebsten würde ich sagen, ich weiß es nicht. Aber das zählt nicht. Ich bin zum Wissen verurteilt.
November
Soeben ist in Wien der zweite Part der auf drei Teile angelegten „Welfare Show“ des Künstlerduos Elmgreen & Dragset zu Ende gegangen.
Dresdens Galerie Neue Meister hat ihren Menzel an die National Gallery in London verloren.
Nun klagt der italienische Staat gegen Getty. Doch man muss nun wirklich kein Insider sein, um zu begreifen, dass dies nur die Spitze eines Mega-Eisbergs ist.
Es war wohl wieder mal an der Zeit. Duftmarke setzen. Die Staatlichen Museen zu Berlin geben sich gelehrt und luden zum Kolloquium.
Als gewagte Kombination zeigt die Berliner Galerie Kienzle & Gmeiner Gary Stephan, John Miller und Klaus Merkel in einer gemeinsamen Ausstellung.
Oktober
Auch bei Rirkrit Tiravanijas magazin station no. 4 wurde in der Galerie neugerriemschneider wieder gekocht und Singha-Bier getrunken. Also alles beim Alten und soweit in Ordnung?
„Temporary Import“ heißt die Show. Sie will als messenahe Initiative die lokale Szene nicht nur über den „Markt“, sondern auch über eine angehängte Ausstellung sichtbar machen. Keine schlechte Idee, wenn’s funktioniert.
September
Die Kunstwelt befindet sich in einer schlimmen Lage. Jerry Saltz, Kunstkritiker in New York, sagt uns warum und was zu tun ist.
Juli
Wie? Die Eröffnung des Holocaust-Denkmals war erst in diesem Jahr, und erst im Mai? Scheinbar gewöhnt hat man sich schon an die monumentale Geste zwischen Leipziger und Potsdamer Platz, die einen ganzen Häuserblock einnimmt. Vergessen fast der Zahn eines vermeintlichen KZ-Häftlings, den Lea Rosh zu guter Letzt in eine Stele des Denkmals einbetonieren wollte, um dem Ort doch noch Authentizität zu verleihen; vergessen die mangelhafte Recherche über die Firma Degussa bei der Vergabe der Bauaufträge. Vergessen die zähe, langjährige Debatte des Bundestages, die unzähligen Entwürfe, Juryentscheidungen, Neuausschreibungen und schließlich das Eingreifen des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl für seinen Favoriten: den Entwurf von Richard Serra und Peter Eisenman. Aber was ist und will das Denkmal denn eigentlich? Will es überhaupt etwas?
Juni
Die 51. Biennale di Venezia zwischen Rausch und Zynismus.
April
Die 31 Gemälde in Damien Hirsts trauriger Ausstellung The Elusive Truth – Die trügerische Wahrheit sind keine Malerei.
März
Die RAF jetzt immer höher im Kurs.
Nie zuvor hat die Kunst ein so heterogenes Publikum angezogen – nun ist es höchste Zeit, unser Sensorium für ihre unterschiedlichen Wirkungsmächte zu schärfen.
Februar
Über die “Kunst im Bau”-Projekte der GASAG.
Auch die Transmediale.05 spaltete sich wieder einmal in hochkarätigen Wissenskongress und eher banales Ausstellungsspektakel.
Kunst und Fakten – Erinnerungen an die Wirklichkeit der RAF.
Januar
„Es geht ja um Medien, es geht nicht um Moral“, sagt Klaus Biesenbach über die RAF-Ausstellung. Genau das bekommt er auch. Die Medien überschlagen sich in ihrer Berichterstattung.
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