Jutta von Zitzewitz

2012
April
Mit seiner neuen Serie besteigt Paul Grahams den Achttausendern in der Fotografie: Midtown Manhattan.
Februar
Isa Genzken wächst in Berlin wieder einmal über sich selbst hinaus. Vor allem mit ihrem Film, in dem sie mit Kai Althoff über Kunst, Geld und Sex sinniert.
Januar
Pünktlich zur Berlinale präsentiert VeneKlasen/Werner erstmals die großartigen, schwül-schwulen Szenenfotos zu Fassbinders letztem Film „Querelle“.
2011
Dezember
Michel Majerus brachte den Pop der Neunziger auf den Punkt. Wie kraftvoll sein Werk auch zehn Jahre nach seinem Unfalltod ist, zeigt die Retrospektive im Kunstmuseum Stuttgart.
November
In den USA ist er längst prominent. Nach seiner Zeit an der American Academy zeigt Dave McKenzie nun seine erste europäische Solo-Schau bei Wien Lukatsch.
Friedrich Seidenstücker war lange nur Insidern bekannt. In der Berlinischen Galerie ist nun eine wunderbare Werkschau des außergewöhnlichen Berlin-Chronisten zu sehen.
Oktober
Taryn Simon ist für Fotoserien mit politischem Anspruch bekannt, auf die sich scheinbar alle einigen können. In der Neuen Nationalgalerie bleibt sie jedoch hinter ihrem Anspruch zurück.
Der Bildjournalist W. Eugene Smith war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Im Martin-Gropius-Bau gibt es nun eine umfassende Retrospektive.
August
Das Ornament ist zurück: Von der Dekoration zum politischen Konzept lautet in der Berliner ifa-Galerie die Devise.
Juli
Grönländer, die in heißen Thermalquellen inmitten von Eisbergen baden, Nomaden, die in den Weiten der mongolischen Steppe ihre Jurten aufschlagen – im Werk Mette Tronvolls wird die Kunst des Porträts zu einer Reise an die Ränder der Zivilisation. Das Haus am Waldsee in Berlin zeigt eine Auswahl aus dem Werk der norwegischen Fotografin.
In der Galerie Mehdi Chouakri in Berlin hat Isabell Heimerdinger einen popkultureller Reigen aus Ready-mades, Zitaten und Aneignungen errichtet. Eine gelungene Schau, die die Begegnung zwischen West und Fernost nicht als Austausch, sondern als Reihe von Projektionen ausstellt, die das Eigene im Blick auf das Fremde reproduzieren.
Am Lebensweg des Künstlers Arnold Odermatt ist so ziemlich alles ungewöhnlich. Aus dem Schweizer Kantonspolizisten wurde ein weltberühmter Fotograf, dessen Werke sich heute in vielen namhaften Sammlungen befinden. artnet hat den Künstler in seiner aktuellen Ausstellung in der Galerie Buchmann getroffen.
Juni
Thonet-Stuhl, Corbusier-Liege, Eiermann-Tisch: Wilhelm Wagenfeld teilt das Schicksal einiger Kollegen, im öffentlichen Bewusstsein unauflöslich mit einem Produkt verschmolzen zu sein - der Wagenfeld-Lampe. Mit dem eindimensionalen Bild vom Lampendesigner räumt nun eine Retrospektive im Bauhaus Dessau auf.
André Kertész war ein Poet des Alltags und einer der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts. 25 Jahre nach seinem Tod widmet ihm der Martin-Gropius-Bau in Zusammenarbeit mit dem Jeu de Paume in Paris nun eine grandiose Retrospektive. Bei Kicken Berlin ist dazu eine erlesene Auswahl aus dem Frühwerk zusammengestellt.
In ihrer aktuellen Gruppenausstellung begibt sich die Galerie Cruise & Callas auf die Spuren der Romantik. Unter dem Titel „Train Fantôme“, werden 23 zeitgenössische Künstler in die Geisterbahn geschickt. Dort suchen sie ihre Reise in die Dunkelheit mit Leichtigkeit zu verbinden.
Mai
Er ist der renommierteste Preis für künstlerische Fotografie in Europa. Nun wurde der mit 30.000 GBP dotierte Deutsche Börse Photography Prize zum zwölften Mal von der Photographers’ Gallery in London verliehen.
April
Wohl kaum ein Künstler arbeitet sich an der Dialektik von Bauen und Zerstören so ab wie Cyprien Gaillard. In seiner Installation aus Bierkisten in den Berliner Kunst-Werken hat sich diese Faszination allerdings erschöpft.
März
Das MoMA ist wieder in Berlin. Doch eine Blockbuster-Hysterie wie 2004 in der Neuen Nationalgalerie stellt sich im Martin-Gropius-Bau nicht ein. Noch nicht. Denn zu welcher Größe das bisher museal weitgehend ignorierte Medium Zeichnung heranwachsen kann, zeigt die Sammlung der Judith Rothschild Foundation.
Fotos aus Regionalzeitungen, absurd-lakonische Bürozeichnungen, fotografische Wanderungen in städtischen Randgebieten – Peter Piller ist ein Grenzgänger zwischen Kunst und Alltag, ein pendelnder Archivar des deutschen Provinzlebens, ein Bilderjäger und Sammler.
Januar
Zum dritten Mal findet der Galerienaustausch zwischen Berlin und Paris statt. Den Auftakt machen 14 Pariser bei ihren deutschen Kollegen und zeigen teilweise Ausstellungen von Top-Qualität. Ob das Projekt aber auch weiterhin eine Zukunft hat, steht in den Sternen.
Klara Lidén untermauert in der Bonner Blauorange-Preisausstellung ihre Rolle als Talk-of-the-Town des Kunstbetriebs – und zwar mit einem Werk, das jenseits von aktuellem Argwohn und Wohlwollen eine einzigartige Kraft entfaltet.
2010
Dezember
Fingerleuchter, Tiefgekühltes und Penishypnosen – die Galerie Joanna Kamm stellt instinktsicher Abseitiges und Absurdes zu einem ungewöhnlichen Parcours zusammen.