4. Januar 2006
Der sehr junge lettische Künstler Jānis Avotiņš gehört zu denjenigen, die dem einen noch als Geheimtipp, dem anderen schon als Shooting Star gelten. Avotiņš ist ein gefragter Maler, der inzwischen regelmäßig und zuverlässig produzieren muss, um dem wachsenden Bedarf der Sammler nachzukommen. Davon können die meisten Künstler seines Alters nur träumen. Die kleinformatigen, figurativen Gemälde, alle Acryl auf Leinwand, die zurzeit bei
Johnen + Schöttle in Köln zu sehen sind, rechtfertigen das Interesse. Die ernsten Mienen der Figuren, ihre Kleidung und die Farbpalette, für die Avotiņš besonders auf blasse Erd-, Schwefel- und Grautöne zurückgreift, lassen unwillkürlich erinnerte Bilder aus Zeiten des Kalten Krieges aufsteigen und erinnern an die Malereien eines Luc Tuymans. Die Ausstellung war binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft.