Monika Brandmeier
Ohne Titel
1998
Holz, Schultafellack, verzinkter Stahl, Papier
180 x 280 x 152 cm
10. Mai 2005
Die Arbeiten Monika Brandmeiers sind präzise, sie bestechen nicht durch plakative Ästhetik, nicht durch eine weit ausholende inhaltliche Geste oder rhetorische Eleganz. Die Installationen, Zeichnungen, Fotografien und Videoarbeiten berichten nichts, was außerhalb ihrer selbst angesiedelt ist und erschließen sich dennoch erst auf den zweiten und dritten Blick. Über Materialien wie Plexiglas und Reißverschlüsse, Styropor und Aluminium bis zu Brotrinden und Haarbüscheln scheint Brandmeier die gegenständliche Welt in ihrer sinnlichen Komplexität ausmessen zu wollen. Makrokosmos und Mikrokosmos tauschen dabei nicht selten die Perspektive. Im Interview mit Anne Haun sagt die Künstlerin: „Die Fügung, wenn sie glückt, muss Wunder bewirken. Etwas Unberechenbares, ein Geschenk, wenn du so willst. Ich will eben gar nichts transportieren. Ich hab ja nichts. Ich will etwas entstehen lassen, das auf einer noch undefinierten Sehnsucht beruht.“
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