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Hans-Jürgen Hafner

Hans-Jürgen Hafner (geboren 1972 in Freystadt/Opf.) arbeitet als Kunst- und Musikkritiker und macht Ausstellungen. Er lebt in Berlin.

2010
Oktober
Die Bühne auf die Bühne bringen: Barbara Bloom beleuchtet bei Lüttgenmeijer, Berlin, die Kunst unter dem Aspekt ihrer Aufführung.
Großartige Künstler, wenig Konzept: Die Gruppenschau „Untitled (Ohne Titel)“ in der NGBK, Berlin, will sich nicht zur schlüssigen kuratorischen Einheit fügen.
Die politisch engagierte Schau „Das Potosí-Prinzip“ im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, ist eine Tour de Force durch die Kulturgeschichte.
Martin Zellerhoff stapelt tief. Er nennt seine Ausstellung schlicht „Photographie“, entwirft aber das Panorama einer Wissenskultur im Umbruch.
Mit Luis Gordillo präsentiert Rolf Hengesbach eine erfreulich eigenständige Position zwischen konzeptueller Bildbefragung und visuellem Schock.
Willem de Rooijs aktuelle Schau in der Neuen Nationalgalerie, Berlin, will Repräsentationen von Macht untersuchen – und gerät selbst zur Geste der Macht.
Es gibt sie noch, die einfachen Dinge. Zum Beispiel bei VeneKlasen/Werner, Berlin, wo vier Filme ausreichen, uns die Medienbilder zu erklären.
September
Glücksfall eines Ausstellungskatalogs: Die selbstreflexive Publikation „Riss/Lücke/Scharnier A“ von Heinrich Dunst und Walter Pamminger.
Style, Selbstausdruck, Individualität: Die Bernadette Corporation macht uns bei Neu, Berlin, die Fetische der Massenmediengesellschaft madig.
Wir haben uns so an ihn gewöhnt: Einen neuen Blick auf Jeff Wall zeigt die Ausstellung in der Dresdener Kunsthalle nicht. Dennoch gelingt die Schau.
August
Das Dresdener Albertinum präsentiert die Galerie Neue Meister und seine Skulpturensammlung neu. Was bei der Plastik gelingt, scheitert bei den Gemälden.
Der Kunstbetrieb liebt das Comeback. Bei Lee Lozano kam es spät. Doch die radikale und rasante Entwicklung ihres Werks imponiert bis heute.
Die 6. Berlin Biennale wollte einem neuen Realismus die Bühne bieten. Am Ende wird sie zum Historien-Scharmützel.
Juli
Lange Zeit war Olaf Metzel beides: scharfsinniger Provokateur und guter Bildhauer. Doch seine Schau im Museum Weserburg, Bremen, wirkt müde.
Wieder einmal steht der theoretische Überbau der Kunst im Weg. Wer aber hinsieht, statt zu lesen, erlebt bei COMA, Berlin, gelungene Skulpturen von Sinta Werner.
In R. H. Quaytmans Schau bei Silberkuppe, Berlin, gerät das schwierige Verhältnis von Bild und Konzept in den Blick.
Kunst mit Anspruch vergisst gerne, sich um ihre Form zu kümmern. Doch gute Kunst braucht beides, wie John Smith bei Tanya Leighton zeigt.
Juni
Wilhelm Sasnals Malerei gibt sich konzeptuell, ist aber hoch subjektiv. Das vage Atmosphärische überwiegt gegenüber der Analyse.
Keine leichte, aber lohnenswerte Lektüre: Rosalind Krauss’ aktuelles Buch „Perpetual Inventory“ übersetzt den Modernismus ins Heute.
Lasse Schmidt Hansens Schau bei Reinhard Hauff wirkt wie ein weiterer Fall von Moderne-Befragung. In Wahrheit ist sie die Antithese zum historischen Verweis.
Thomas Kratz setzt auf Unbestimmbarkeit. Und den Überraschungseffekt. So auch in seiner Schau bei Croy Nielsen, Berlin.
Mai
Ihre Installationen schweben zwischen Material und Metapher. Bei Anselm Dreher, Berlin, sind die jüngsten virtuosen Setzungen von Christiane Möbus zu sehen.
Bedenkenlose Reproduktion: Mike Bouchet eröffnet die neuen Räume der BAWAG Contemporary, Wien, mit einer harmlosen Americana-Schau.
Die Berliner Ausstellung „Double Sexus“ zwingt Louise Bourgeois und Hans Bellmer zusammen. Der Zusammenschau fehlt die innere Logik.
In Josef Dabernigs aktueller Schau im Wiener MAK geht es ungewohnt sportiv zu. Der Frage nach der Konditionierung aber bleibt er treu.
Robert Morris ist ein sperriger Künstler. Doch die Schau im Mönchengladbacher Museum Abteiberg wird seinem Werk gerecht.
Gallery Weekend Berlin (Teil 2): Die Presseerklärung als Kunstwerk, Kunst als Theater und der selbstzerstörerische Zweifel als Produktionsschub.
April
Die aktuelle Gruppenschau bei Joanna Kamm ist eine großartige Präsentation, die unter einem zu schweren Konzept leiden muss.
Die Frankfurter Schau „Radical Conceptual“ ist ein Befreiungsschlag für die Konzeptkunst. Sie erlöst sie von ihrer musealen Starre.
März
Michaela Meises Schau bei Johann König bietet Referenzen zu Produktion und Vermittlung von Kunst. Doch die sind interessanter als das Werk.
Der früh verstorbene Uwe Lausen gilt als Kultfigur. Eine große Retrospektive in der Frankfurter Schirn lenkt nun den Blick auf das Werk.
„Macht zeigen – Kunst als Herrschaftsstrategie“ beruht auf einem Missverständnis. Denn die Schau verwechselt Kunst mit Bildern.
Dominik Sittig wühlt mit Leidenschaft in der Malmasse. Hinter der pastosen Oberfläche aber stehen grundsätzliche Fragen zur Kunst.
Februar
Künstlerische Selbstdemontage gerät im Idealfall zur intelligenten Strategie. In Thomas Rentmeisters aktueller Schau aber zeugt sie von Orientierungslosigkeit.
Thomas Eggerers bewusst unbeholfene Gemälde thematisieren eine ebenso unbeholfene Sehnsucht, spielen aber auch Rhetoriken des Malerischen durch.
Mike Kelleys Schau im Berliner Schinkel Pavillon ist, was sie zeigt: Kulisse, Zeitlichkeit und Atmosphäre. Eine kluge Reflexion über die Rolle der Kunst.
Ein Kunststück ist die George-Grosz-Ausstellung der Berliner Akademie der Künste. Zwar sind die Werke altbekannt, der Künstler Grosz gewinnt aber neue Aktualität.
Januar
Bei Guido W. Baudach darf’s gerne krachen. Umso überraschender die konzentrierte Schau des Österreichers Erwin Kneishl in der Charlottenburger Dependance.
Joachim Koester installiert bei Giti Nourbakhsch, Berlin, einen theatralen Erlebnisraum, in dem sich mit interessierter Distanz das Rauschhafte beobachten lässt.
Sarah Szczesny gelingt etwas Unerwartetes. In ihrer Schau bei Cinzia Friedlaender, Berlin, haucht sie der klassischen Bildhauerei neues Leben ein.
Beim Weitermachen innehalten, dieses Paradox gilt für den Ansatz von Seth Price. Denn seine Werke sind stets Produkt und Kommentar zugleich.
Eine Gruppenschau im KW Berlin verheißt ästhetische Grundlagenforschung. Doch weder Werke noch Ausstellung klären das Verhältnis von Sehen und Gesehenem.
2009
Dezember
Cathy Wilkes tappt in die Kitschfalle. Ihre Installation bei Giti Nourbakhsch, Berlin, erschöpft sich im formalisierenden Aufbau und einer zu simplen Geschichte.
„Dance In My Experience“ im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen hat die Jahre 1967/68 im Blick, verwechselt aber kuratorische Stringenz mit Ausstellungsdesign.
Mit messerscharfer Präzision befreit Thomas Flor das Werk von Michael Buthe aus der Nachlassmasse postumer Mythologisierung.
November
Kathryn Andrews inszeniert bei Christian Nagel, Berlin, den fiktiven Ausverkauf eines Schauspieler-Haushalts und einen Abgesang auf den American Dream.
Sean Paul verwandelt den Galerieraum in eine sterile Bankhalle. Seine monochromen Tafeln verhandeln Abstraktionsleistungen am Beispiel Papiergeld.
Die Wiener BAWAG Foundation zeigt das widerspenstige und diskursive Werk von Jef Geys. Und präsentiert dabei einen konzeptuellen Fehlschlag.
Die Stuttgarter Ausstellung „Palindrom“ entwickelt aus der skurrilen Idee des visuellen Palindroms kluge Reflexionen über das Kunstmachen und Kunstzeigen.
Die Sammlung Jumex aus Mexiko, mit Blick aufs Konzeptuelle, gastiert in Wien. Das könnte aufregend sein. Doch leider gibt es nur Bekanntes und Beliebiges.
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