Gesine Borcherdt

Seit Januar 2011 Redakteurin des artnet Magazins. War von 2005-2009 Redakteurin bei Monopol – Magazin für Kunst und Leben. Magisterstudium der Kunstgeschichte, Neueren deutschen Literatur und Italienisch in Marburg, Rom und Berlin. Im und nach dem Studium Tätigkeiten für das Museum of Modern Art New York, Art Forum Berlin und die Biennale Venedig. Zahlreiche Artikel, Reportagen, Buch- und Katalogbeiträge zur zeitgenössischen Kunst. Freie Autorin u.a. für die taz, Metropolis M und Merian Online.
2012
Juni
Es tut sich was in Oslo. Galerien ziehen um und zu, und bald eröffnet der Neubau des Astrup Fearnley Museums. Ein Rundgang.
Jeff Koons ist der Mann der Stunde – mit drei musealen Großausstellungen in Basel und Frankfurt. artnet hat ihn zum Interview getroffen.
Auf der VOLTA gibt es jede Menge Mängelware – doch die Entdeckungen, die man hier machen kann, sind einen Besuch wert: Auch documenta-Künstler sind darunter.
Top-Qualität, beste Geschäfte: Die Art Basel sticht in ihrer 43. Ausgabe locker jede Messekonkurrenz aus.
Durch die dOCUMENTA (13) weht ein neuer Wind. Keine Diskurshudelei, keine Blockbuster – sondern die Suche nach der Wahrheit geht von vorne los.
Mai
Die documenta hat Gregor Schneiders Schau in Kassel abgesagt. Im Interview mit artnet äußert sich der Künstler zu dem Skandal.
Die documenta-Chefin zensiert Kunst im Kasseler Stadtgebiet. Auf ihren Wunsch wurde Gregor Schneiders Ausstellung abgesagt – eingeladen hatte ihn die evangelische Kirche.
Marcel van Eeden schlägt das Leichentuch zurück und eröffnet den Blick auf den Bilderreigen der Postmoderne.
April
Julian Schnabel debütiert bei Contemporary Fine Arts – und zeigt, dass er auch mit 60 Jahren noch Bilder von rührender Tragikomik erzeugen kann.
Die Berlin Biennale macht Politik ohne Kunst, ein paar Häuser weiter schafft Jenny Holzer den Sprung von purer Politik in ästhetische Höhenflüge.
Zum Gallery Weekend Berlin stellt Richard Long, Grandseigneur der Land Art, bei Konrad Fischer aus. artnet hat ihn zum Interview getroffen.
Hier geht’s lang: Daniel Hug zieht mit Philipp Kaiser über die Art Cologne und artnet war für Sie mit dabei.
Die 46. Art Cologne punktet mit Spitzenwerken und einigen großartigen Ständen – doch noch fehlt das internationale Flair.
Miriam Cahn ist die Feministin mit den weichen Zügen. Ihre düster glimmende Malerei ist kein Vorwurf an die Welt, sondern ein Blick in den Abgrund.
Die 46. Art Cologne ist ein Pflichttermin. Warum? Weil die Messe sich so gut macht wie lange nicht mehr.
Die Neue Nationalgalerie wird 2015 saniert. Zeit, dass sich auch der Freundeskreis geistig instandsetzt.
März
Die Frieze Art Fair zieht auf die Überholspur. Wenn sie am 3. Mai in New York eröffnet, dürfte sie zur wichtigsten Kunstmesse der USA werden – während die Art Basel vor Problemen steht.
Minimal-Pionier Robert Morris zeigt bei Sprüth Magers Inkunabeln seines Gesamtwerks. Wie gegenwärtig nicht nur sein Werk, sondern auch er selbst ist, demonstriert er im Interview.
Johann König zieht mit seiner Galerie in eine Kreuzberger Kirche von 1967. Warum die Westmoderne bald ein Revival feiert, erklärt er im Interview.
Mit dem Wide White Space erhält erstmals eine historische Galerie den ART COLOGNE-Preis für Kunstvermittlung. artnet hat die legendäre Galeristin Anny De Decker in Antwerpen besucht.
Februar
Joel Sternfeld deckt in den Ruinen römischer Randbezirke kunstwürdige Momente auf – und verlässt erstmals die Bühne USA.
Claude Parent ist der Erfinder der schiefen Ebene. Die Galerie Esther Schipper zeigt nun Zeichnungen des streitbaren Architekten: Eine Hommage an die Risikofreude.
Auf der ARCOmadrid hat man viel Raum und Zeit für Entdeckungen. Doch wie plant eigentlich eine spanische Sammlerin ihren Rundgang? artnet hat Ana Serratosa aus Valencia begleitet.
Die Deutsche Guggenheim schließt ihre Ausstellungshalle. Die Deutsche Bank spricht trotzdem von einem „Mehr an Kunst“.
Nonna Materkova zeigt in London, was russisches Mäzenatentum auch sein kann.
Januar
Berlin hat jetzt eine „Denkerei“. Bazon Brock sprach mit artnet über die Arbeit des neuen Instituts und darüber, warum es in der Kunst keinen Fortschritt gibt.
Thomas Scheibitz zählt zu den wichtigsten Malern seiner Generation. 2012 stellt er gleich an drei Orten groß aus. artnet hat ihn im Atelier besucht.
Eigen + Art ist wieder auf der Art Basel zugelassen. Ist die Jury eingeknickt vor dem Druck der Presse?
Die Kunstsaele zeigen Werke aus zwei Privatsammlungen. Mit „Devotoart“ kommt Berlin nun in den Genuss einer Gastausstellung von expressiver Strahlkraft.
Nur wenige Künstler schaffen den Sprung vom gehauchten Nichts zur Poesie. Vlatka Horvat ist eine davon.
Ein Showroom im Adlon? Eigentlich ein No-Go. Doch Kai Heinze, Kunsthändler und Galerist in spe, hat hier eine Mission.
Bei Nordenhake fühlt Marjetica Potrč einer lebensfeindlichen Moderne auf den Zahn.
2011
Dezember
Jenseits der Heißluftballons: Der Berliner Galerist Aurel Scheibler feiert sein 20-jähriges Galeriejubiläum. Ein Interview.
Giorgio Fasol liebt am Sammeln das Entdecken. Bei Künstlerlaufbahnen hat er es deshalb allein auf die Startschüsse abgesehen. Ein Interview.
Bernhard Martin bricht sein Schweigen. In seiner neuen Heimat London sind ihm auf kleinstem Raum grandiose Bilder gelungen, die der Welt als Supermarkt mit purem Sex begegnen.
Der Schotte Martin Boyce erhält den Turner Preis. Zu Recht, denn seine lyrisch-spröde Parklandschaft stach die anderen Kandidaten problemlos aus.
November
Mit Axel Hütte durch den Spreewald paddeln, heißt, mit der Natur ins Gespräch zu kommen. artnet hat den Fotografen bei der Suche nach dem richtigen Augenblick begleitet.
Musste das wirklich sein? Die Galerie Michael Haas zeigt Konrad Klaphecks Alterswerk – und enttarnt ihn der Spießbürgerlichkeit, der er einst seinen Erfolg als Maschinenmaler verdankte.
Atle Gerhardsen und Nicolai Gerner-Mathisen sind das Dreamteam der Berliner Galerienlandschaft. Nun feiern die Norweger ihr zehnjähriges Bestehen.
Die 18. Artissima eröffnet pünktlich zu Berlusconis Sparkurs. Trotzdem wird verkauft – Turin zeigt, dass das Modell der Regionalmesse längst nicht ausgedient hat.
Die Galerie Johann König zeigt Arbeiten von bundesrepublikanischem Charme. „50 years from now“ vereint bekannte und unentdeckte Originale der deutschen Pop- und Op-Art-Ära.
Oktober
Marcel Dzama lässt sein groteskes Personal im Kunstverein Braunschweig als Gesamtkunstwerk auftreten – und bittet zum Totentanz mit Dada und Duchamp.
Die Londoner Frieze Art Fair eröffnet nach alter Gewohnheit mit jeder Menge bekannter Namen und brandneuen Werken. Ein Messeüberblick.
Jorge Pardos bunte Interieurs sind vor allem eines: Zeitgeist der Neunziger. Dabei erfüllen sie bis heute ihr Kunstversprechen nicht, sondern erschöpfen sich in ihren schicken Oberflächen.
September
Andro Wekuas Welt ist bedrohlich und verheißungsvoll. Nun ist er für den Preis der Nationalgalerie nominiert. Erstaunlich, denn der gebürtige Georgier arbeitet jenseits des realistischen Mainstreams.
Die 15. Ausgabe der Art Moscow wartet auch 2011 vergeblich auf den Glamour der Oligarchen. Stattdessen bedient man den lokalen Markt.
Aquarelle sind nicht immer hell und harmlos. Martin Dammann fragt mit düsteren Wasserfarben: Was kann die Malerei aus einem Foto herausholen?
Nach dem Wegfall des art forum berlin waren die Erwartungen an die Alternativveranstaltung abc groß. Heute eröffnet sie für Besucher.
Die abc ist neuerdings das zentrale Ereignis im Berliner Kunstherbst. Wie auch ohne art forum berlin ein Stimmungshoch gelingt, erklären Joanna Kamm und Jochen Meyer im Interview.
August
Jochen Kienzle ist der Eigenbrötler unter den Sammlern. Sein Motto: Malerei gegen den Mainstream. Dafür hat er in Berlin eine Stiftung gegründet.
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