Gerold Tagwerker
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2004
Sechs Aufbauleuchten mit Acrylglasabdeckung,
Leuchtstoffröhren, elektronische Steuerung, Kabel
82 x 82 x 82 cm
EUR 9.800,-
Galerie Artfinder, Hamburg
3. März 2005
Dass der 1965 geborene Wiener Gerold Tagwerker in erster Linie formalistische Anliegen verfolgt, ist in seinen auf Baumarktmaterialien wie Spiegelfolie, Schleifpapier, Klebeband oder Lochplatten basierenden minimal-ästhetischen Objekten und Installationen ebenso zu erkennen wie in seiner Serie von Schwarz-Weiß-Fotos, die seit 1995 entsteht. In seiner aktuellen Ausstellung „alphaville/zero5“ durchstreift Tagwerker städtische Räume, den Oberflächenbeschaffenheiten modernistischer Architekturen und Interieurs auf der Spur. Spektakuläre Baudenkmäler oder Ikonen des Designs interessieren ihn dabei nicht, sondern die beiläufigen Verkörperungen eines massenproduzierten Modernismus der Fertigbauteile. In seinen Arbeiten gibt er den banalen, anonymen Erscheinungen, die dem urbanen Alltag strukturell eingeschrieben sind, Bedeutung – und ein Gesicht.