28. Juni 2012
Schmelzen und Fließen als Haltung zur Welt: Kein Künstler hat die Skulptur der Pop-Art wohl so beeinflusst wie der heute 83-jährige, in New York lebende Künstler Claes Oldenburg. artnet traf ihn in Köln zum Interview.
2009
Mai
Rund um das Gallery Weekend Berlin wird so mancher vor Ort aktiv. So schlossen sich sieben junge Galerien der Stadt mit auswärtigen Gästen zu dem eintägigen Projekt „7x2“ zusammen.
April
Dong Mengyang gehört zu den Strippenziehern im chinesischen Kunstmarkt. 2004 gründete er die Kunstmesse CIGE, zwei Jahre später die Art Beijing. Im Gespräch erklärt er sein Konzept.
Die Kölner Kunstszene belebt sich selbst. Jüngstes Beispiel: die Gründung der Rental Gallery. Der Anstoß kam von ortsansässigen Galeristen, aber auch die Stadt engagiert sich finanziell.
Im Nahen und Mittleren Osten boomt die Kunstszene, und mit ihr die Institutionen. Allein der Bereich Ausbildung ist bislang noch Brachland. boomt die Kunstszene, und mit ihr die Institutionen. Allein der Bereich Ausbildung ist bislang noch Brachland.
Die junge Berliner Galerie Koch Oberhuber Wolff läuft sich warm. Mit einem kuratorisch anspruchsvollen Programm, das aus Kunst wieder mehr als ein Luxusgut machen will.
Es tut sich was im persisch-arabischen Raum. Nach einigen Großbiennalen und Messen bricht nun eine neue Zeit für kuratorische und künstlerische Freigeister an.
Das Frankfurter Museum für Moderne Kunst widmet dem Bremerhavener Kabinett für aktuelle Kunst eine Ausstellungsserie. Samt Kopie der Räumlichkeiten.
Rune Mields beschäftigt sich in ihrer Kunst mit Welterklärungsmodellen. Meist sind sie mathematischer Natur, übersetzt in eine kühle, grafische Sprache.
Künstler und Kuratoren zitieren die Moderne häufiger als jede andere Epoche. Dabei geraten deren ethischen Ansprüche völlig aus dem Blick.
März
Andy Warhol sprach es vielleicht am hemmungslosesten aus: Kunst und Geld gehören zusammen. Auf dem zeitgenössischen Kunstmarkt gilt dies mehr denn je.
Die Berliner Gemäldegalerie zeigt Werke des Meisters von Flémalle und von Rogier van der Weyden. Eigentlich spektakulär genug. Doch in diesen Zeiten zieht Kunst nicht allein. Da hilft nur noch Drama.
Die einen vertrauen dem Kunstwerk, die anderen verlangen mehr Subjektivität. Die Parole aber heißt Glasnost. Zeitgemäße Kritik braucht mehr Ehrlichkeit.
Das Staunen des Publikums ist echt: Warum kostet ein Hai in Formalinlösung Millionen? Die Antwort: Er verheißt unschätzbaren sozialen Gewinn.
Wann wird der Streetart der Garaus gemacht? Wenn sich die Imageindustrie ihrer Strategien bedient? Wenn aus Aktivisten Galerie-Künstler werden?
Preise sind immer ein schwieriges Thema, wenn man Geschäfte macht. Der Galerist Richard Polsky hat mit Kollegen erstaunliche Erfahrungen gemacht.
Die Rolle des Künstlers hat sich dramatisch verändert. Boris Groys erläutert, wie er vom produzierenden Welterzeuger zum konsumierenden Weltverwerter wurde.
Es gibt Bücher, deren Thema so philosophisch wie lebensnah ist: Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy denken über das Berührtwerden nach.
Die Kunst ist noch immer stolz auf ihre Autonomie. Oder ist ihre Sonderrolle in Wahrheit eine verdeckte Dienstleistung für die globale Ökonomie?
Februar
Was ist die Kunst wert? Sind die Preisrekorde der letzten Jahre Vergangenheit? Was ist ein gerechter Preis, und was ist Scharlatanerie? Das neue, in Zusammenarbeit mit dem Centro di Cultura Contemporanea Strozzina (CCCS) entstandene artnet-Dossier diskutiert die Realität der Preise und sucht nach Kriterien für einen angemessenen Wert.
Der Kunstbetrieb schaut oft mit Ehrfurcht auf teure Werke. Dabei ist der Preis kein Naturprodukt, sondern Gegenstand strategischer Manipulation.
Apichatpong Weerasethakul gehört zu den Jungstars der internationalen Filmszene. Aktuell widmet er sich einem verdrängten Kapitel thailändischer Geschichte.
Bill Viola hat nicht nur Anhänger, sondern auch Verächter. Die Selbststilisierung des Künstlers trägt zu dieser Skepsis bei.
In Xi’an, im Nordwesten Chinas, hat sich eine ehemalige Textilfabrik zu einem Kunstzentrum entwickelt. Doch noch haben deren Bewohner mit Problemen zu kämpfen.
Es gibt Kunst für Auktionen und Kunst, die für den Normalfall entsteht. Hester Oerlemans schöpft aus dem Konflikt mit der Normalität Bilder.
Wenn man seinen eigenen Worten glauben darf, ist Dan Graham ein Rock’n’Roller. Und Kunst ist sein Hobby, wie er im artnet-Gespräch verrät.
Manche Museen hätten eine Wagnisförderung verdient. In Siegen riskieren ein paar Kuratoren einen langen Blick auf die optischen Apparaturen von Werner Nekes.
Wer wissen will, warum die Kunstkritik unter Artenschutz steht, schaut Kulturfernsehen. Dort regiert der Debattennarzismus der populistischen Politik.
Januar
Die Kunst redet gern über Medien, Schlagzeilen dagegen macht sie selten. Bei Christoph Schlingensief ist das anders. Mit Risiken und Nebenwirkungen.
Berlin zelebriert den „Kult des Künstlers“. Doch in erster Linie feiern die Museen sich selbst. Bei so viel Beweihräucherung bleibt die Auseinandersetzung mit Kunst auf der Strecke.
Urs Meile entdeckte als einer der ersten westlichen Galeristen chinesische Kunst. Nach Jahren des Booms beobachtet er Normalisierung am Markt.
2008
Dezember
Kann man mit Tönen bauen? Bernhard Leitner, Architekt und Klangkünstler, hat auf diese Frage viele akustische Antworten.
Wer rechtzeitig die richtigen Bücher kauft, ist wohlversorgt, wenn alle Ausstellungen schließen.
Einem der prominentesten Museen der Welt droht die Pleite. Missmanagement und Ehrgeiz führten in den Ruin.
Kann Missbrauch ein Mittel gegen Klischees und Stereotypen sein? Das artnet-Gespräch handelt vom Widerstand gegen die Vorhersehbarkeit.
November
Als Leiter der  Städtischen Galerie im Lenbachhaus leistete er Furioses. Ob ihm das auch als Direktor des Stiftermuseums Brandhorst gelingen wird? Evelyn Paschak im Gespräch mit Armin Zweite.
Am Beispiel Martin Kippenberger lässt sich ablesen, wie verwechselbar Kunst und Künstlermythos für den Kunstbetrieb sind.
Das Jüdische Museum dokumentiert an fünfzehn Einzelfällen den Raub von Kulturgütern durch die Nazis und ihre Rückerstattung.
Oktober
Nicht wenige fragen sich, wie die internationale Messelandschaft auf die jüngsten Kapriolen an den Finanzmärkten wie auf die Verschiebungen des weltweiten Kunstmarktes reagieren wird. Stefan Kobel hat sich umgeschaut.
9 Antworten & 9 Bilder
Es gibt den Schwarm, das Galeriehaus, die Museumskopie und den Anti-Salon. Die Berliner Kunstlandschaft wird neu kartografiert.
Es sind die spektakulären Restitutions- und Beutekunst-Fälle, die Schlagzeilen machen. Und doch zeichnen sich die Fortschritte eher an der Breite der öffentlichen Diskussion ab.
Alle fürchten die Krise, nur die Briten nicht. Vor allem die Londoner Galerien prunken mit Inhalten und Konzepten auf der Frieze.
Das einst diskret und verschämt behandelte Reizthema Beutekunst findet nicht nur mehr Öffentlichkeit. Es wird zum Publikumserfolg.
Noch vor kurzem waren die Kunstviertel in Peking Geheimtipps für Kenner. Jetzt sind sie Boomtowns in einem schnell wachsenden Markt.
Malcolm McLaren hat nicht den Punk erfunden, aber er hat ihn vermarktbar gemacht. Jetzt kehrt er in den Kunstbetrieb zurück.
9 Antworten & 9 Bilder
September
Der Dernier Cri in der Kunst ist der Tabubruch im Umgang mit dem Tod. Ein Vergleich mit der Kunstgeschichte verrät einen erstaunlichen Reflektionsverlust.
Die Finanzmärkte erleben die schwerste Krise seit langem. Seither zittert auch der Kunsthandel. Die Geschichte aber lehrt Gelassenheit.
9 Antworten & 9 Bilder
August

In den 1990er Jahren blühte die chinesische Gegenwartskunst voll auf - eine gewaltige kreative Explosion und Vorlauf einer Geschichte des Erfolges.

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