28. Juni 2012
Schmelzen und Fließen als Haltung zur Welt: Kein Künstler hat die Skulptur der Pop-Art wohl so beeinflusst wie der heute 83-jährige, in New York lebende Künstler Claes Oldenburg. artnet traf ihn in Köln zum Interview.
2010
November
Modeschöpfer Kostas Murkudis inszeniert mit Carsten Nicolai eine Schau im MMK Frankfurt. Supermodel Luca Gadjus trägt derweil Filigranes vor Streifen.
Vor vier Jahren gründete die französische Messe Artparis die Tochterveranstaltung in Abu Dhabi, im gut 150 km südlich von Dubai gelegenen Emirat. Das Motto zur diesjährigen Abu Dhabi Art lautete „Much more than just an art fair“ und verweist so auf eine sich stetig aufbauende Kunstwelt.
Das Georg-Kolbe-Museum öffnet sein digitales Archiv: Briefe und persönliche Dokumente des Künstlers sind nun öffentlich zugänglich.
September
Galoppierende Preise, gemischte Gefühle: Die Galerie Ayyam in Damaskus wird zum Impulsgeber für Syriens junge Kunstszene.
Der Kunstbetrieb kennt Altmeister und Stars. Und er kennt „Künstler-Künstler“. David Lamelas ist ein solcher stiller Held der Kunstgeschichte.
In der Kunst verblassen radikale politische Gesten schnell. Die Ironikerinnen unter den feministischen Künstlerinnen sind jedoch bis heute aktuell.
August
Unter dem übermütigen Titel „Legendary Contemporary“ beginnt am 3. September DC Open, das Galerienwochenende Köln und Düsseldorf. Die rheinische Kunstszene beweist sich als Netzwerk für Nachwuchs und Produktion, präsentiert aber auch etablierte Positionen.
Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee und die Kunstakademie Guangzhou proben den künstlerischen Austausch. Ein Gespräch mit dem Initiator Thomas Adebahr.
Misserfolg als Glücksfall. Dem Fotografen Saul Leiter gab er Gelegenheit zum ungestörten Arbeiten. Nun aber wird sein Werk endlich entdeckt.
Die rheinische Galerienszene hat sich die Ruhe vor dem heißen Herbst verordnet. Die Institutionen aber locken mit großen Namen und großen Projekten.
Gibt es Normalität im permanenten Ausnahmezustand? Die Künstlerinnen Maayan Amir und Ruti Sela zeigen, wie in Israel das Militärische die Intimität kontaminiert.
Der Kunstbetrieb liebt das Comeback. Bei Lee Lozano kam es spät. Doch die radikale und rasante Entwicklung ihres Werks imponiert bis heute.
Miroslav Tichý war eine späte Entdeckung für den neuigkeitshungrigen Markt. Sein Erfolg zeigt auch, wie sehr der Kunstbetrieb Mythen liebt.
Im vitalen München braucht man im August keine Museen. artnet zeigt dennoch die Highlights des sommerlichen Ausstellungsbetriebs.
Im staubigen August will der Kulturbürger ans Meer. Wien stemmt sich mit einem geballten Ausstellungsprogramm gegen die Stadtflucht.
Der Galerienverband BVDG greift die Gewinnteilung mit den Künstlern an. Stefan Kobel spricht mit dem Verbandsvorsitzenden Klaus Gerrit Friese.
In Zürich verwandelt sich einer der wichtigsten Galerienstandorte in eine Großbaustelle. Die Kunstszene formiert sich neu.
Fotografie in der DDR war eine zwiespältige Sache zwischen staatlicher Instrumentalisierung und Experiment. Ute Mahler im artnet-Gespräch.
Juli
Unsere Gesellschaft ist auf Expertenwissen gebaut. Im Fall der Kunstexpertise erweist es sich aber als schwierig, einen Experten für sein Urteil haftbar zu machen.
Julia Kissina beschwört die Geister toter Künstler und agiert als deren Medium. Damit richtet sie sich gegen ein allzu rationales Bild der Kunst.
Halb Klassenfahrt, halb mobiles Messe-Modell: Auf Island zeigen 14 internationale Galerien einen Monat lang Kunst.
Seit 2006 müssen alle EU-Staaten Folgerechtsregelungen haben. Doch die sind uneinheitlich, wie ein Streit um Werke Salvador Dalís zeigt.
Gespräch mit Lourdes Morales, Mitglied im Kollektiv Laboratorio Curatorial 060. Hier wird erprobt, wie die Kunst auf soziale Krisen reagieren kann.
Juni
Wenn sich die Gesellschaft als Gemeinschaft auflöst, wo steht dann die Kunst? Ist sie ein soziales Subsystem oder gehört sie zu unserem Gemeinwesen?
Der ehemalige Ostblock kannte nur eine, staatlich verordnete Kunstgeschichte. Zahlreiche Künstler aus dem früheren Untergrund korrigieren nun deren Bild.
Der Idealfall kuratorischer Vermittlungsarbeit: Das pädagogische Programm der 6. Mercosul Biennale wirkte weit über den Kunstbetrieb hinaus.
Theodoros Stamos fiel als Nachlassverwalter Mark Rothkos in Ungnade. Nun sorgt das Interesse des Marktes an seinem Werk für die Rehabilitation.
Kann ein regional verwurzelter Humor international bestehen? Die deutsche Kunst der 1980er- und 90er-Jahre zwischen Lokalironie und globalem Lachen.

Kann ein regional verwurzelter Humor international bestehen? Die deutsche Kunst der 1980er- und 90er-Jahre zwischen Lokalironie und globalem Lachen.

Bei der Expo Shanghai haben die Aussteller Angst vor der Kunst. Künstlerische Eigenständigkeit gibt es nur in zwei Museen außerhalb der Expo zu sehen.
Mai
Gekauft ist gekauft. Das denkt der Laie. Doch vermutlich können Auktionshäuser in den USA einen Verkauf noch Jahre später rückgängig machen.
Peter Jap Lim liebt das Absurde. Hinter einer ironischen Maske verbergen sich Fragen, die niemand beantworten kann, er uns dennoch mit optimistischer Komik stellt.
Der sozialistische Realismus war ideologisch eindimensional. Der Soz Art hingegen gelang seine Doppelcodierung und schaffte ironisch Distanz.
Der sozialistische Realismus war ideologisch eindimensional. Der Soz Art hingegen gelang seine Doppelcodierung und schaffte ironisch Distanz.
Ob es deutschen Humor gibt, ist unter Fachleuten umstritten. Martin Kippenberger aber half den Deutschen, ihren Sinn für Ironie zu radikalisieren.
Die VIENNAFAIR 2010 zeigt sich qualitativ immer noch disparat, überzeugt aber erneut mit ihrem Schwerpunkt auf Kunst aus Ost- und Zentraleuropa.
Das Gallery Weekend Berlin ist vorbei. Organisator Michael Neff spricht über den Zuspruch der Sammler und wachsende Konkurrenz.
Mao ist tot, doch auf Berliner Maidemonstrationen feiert er jährlich Auferstehung. artnet verfolgt die Spuren des großen Vorsitzenden in der Kunstgeschichte.
April
Es gibt nicht zu viel Ironie in der Kunst, sondern die Falsche. Die Kunst muss deshalb ein aufgeklärteres Verhältnis zu Witz und Komik entwickeln.
Es gibt nicht zu viel Ironie in der Kunst, sondern die Falsche. Die Kunst muss deshalb ein aufgeklärteres Verhältnis zu Witz und Komik entwickeln.
Wer sich gegen Ironie verwahrt, weil sie tänzelt und gaukelt, vergisst, unser Leben im Medienzeitalter von Beginn an völlig ironisch ist.
Guillaume Bijls Ironie gilt den eingeübten Hierarchien des Kunstbetriebs. Er provoziert das Gelächter über die eigene Rolle.
Julia Oschatz ist mehr Ironie-Analytikerin als Ironikerin. Sie observiert die Grenzen der Ironie und simuliert die Ausbruchsversuche aus der rhetorischen Enge.
Mit seinen Re-Enactments großer Kinofilme wird Ming Wong zum ironischen Störfaktor zwischen Handlung und Betrachter. Die Spiegelung des Films wird zur Spiegelung des Publikums.
Malen nach Zahlen: Neo Rauch ist ein Marktphänomen. In kürzester Zeit stieg er zum Darling vor allem des US-amerikanischen Marktes auf.
Leipzig ist Partner der ART COLOGNE. Gerd Harry Lybke erklärt im artnet-Interview Neo Rauch zum Anlass zu sächsischem Patriotismus.
Netzwerkarbeit: Als der deutsche Kunstbetrieb in den Sog Berlins geriet, stieg Leipzig zu einem der neuen Zentren im Kunstbetrieb auf.
Eine Einsicht wider den Alltagsverstand: Für Charlotte Posenenske war Wiederholung das fundamentale Prinzip des Lebens. Und ihres Werks.
Neutrales Verhalten: Mit der Schau von Silke Otto-Knapp stellt sich der neue Leiter des Kunstvereins München vor.
Wer meint, in München ginge es beschaulich zu, kennt die Galerienszene der Stadt nicht. Denn die ist in Bewegung und so rege wie nie.
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