28. Juni 2012
Schmelzen und Fließen als Haltung zur Welt: Kein Künstler hat die Skulptur der Pop-Art wohl so beeinflusst wie der heute 83-jährige, in New York lebende Künstler Claes Oldenburg. artnet traf ihn in Köln zum Interview.
2011
Oktober
Das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin zeigt die Ausstellung „Crown on the Earth“. Kotaro Iizawa sprach mit artnet über die Phänomene japanischer Fotografie.
Die neue Riege Berliner Galeristen ist fachlich versiert und übt sich im Understatement. Mit dabei: soy capitán und Thomas Fischer.
September
„Gefällt mir“ zu klicken, reicht nicht immer aus. Will man die Kunst wirklich unterstützen, sollte man mehr tun als nur gängige online-Aktivitäten zu pflegen.
Das zeitgenössische Design ist auf den Hund gekommen – zwischen Poesie, Plüschtier und Taxidermie
Andro Wekuas Welt ist bedrohlich und verheißungsvoll. Nun ist er für den Preis der Nationalgalerie nominiert. Erstaunlich, denn der gebürtige Georgier arbeitet jenseits des realistischen Mainstreams.
Umfassend ehrt das Münchner Haus der Kunst derzeit den Allrounder Carlo Mollino. Der Markt beäugt das Œuvre des italienischen Designers mit einem klaren Fokus auf dessen Möbel-Unikate.
Vor zehn Jahren brachten islamistische Terroristen das World Trade Center zum Einsturz. Eine Typologie heutiger 9/11-Historienmalerei.
Einst gehörte er zu den teuersten deutschen Zeitgenossen auf dem internationalen Auktionsmarkt. Nun haben die Preise für Werke Daniel Richters wieder Boden unter den Füßen.
Die abc ist neuerdings das zentrale Ereignis im Berliner Kunstherbst. Wie auch ohne art forum berlin ein Stimmungshoch gelingt, erklären Joanna Kamm und Jochen Meyer im Interview.
Bei Peter Stauss hat sich die Skulptur in die Malerei eingeschlichen und das Tier in die Skulptur. Bei carlier | gebauer zelebriert er nun erstmals den narrativen Overkill.
Die St. Moritz Art Masters sind der Katholik unter den Kunstfestivals. Spektakel und Spiritualität, sind noch dieses Wochenende zu sehen.
23 Hamburger Galerien laden zum Saisonstart zum großen Rundgang ein und hoffen auf kauffreudige Besucher in der merkantil geprägten Kaufmannsstadt.
August
Jochen Kienzle ist der Eigenbrötler unter den Sammlern. Sein Motto: Malerei gegen den Mainstream. Dafür hat er in Berlin eine Stiftung gegründet.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Der nichtkommerzielle Berliner Projektraum AUTOCENTER hält am 8. September eine Benefizauktion ab. 36 Künstler haben dazu ihre Werke gespendet.
Die Besonderheit der Contour Biennale besteht vor allem im Bezug zwischen der Kunst und den geschichtsträchtigen Orten Mechelens. Leider hat Kurator Anthony Kiendl das größtenteils vernachlässigt.
Gabriele Münter und Wassily Kandinsky widmeten sich beim verliebten Stelldichein gerne der Textilkunst. Das zeigt eine Ausstellung in Murnau.
Der Galerist Thaddaeus Ropac hat von Salzburg aus die Kunstwelt erobert. artnet sprach mit ihm über die Festspiele, Basquiats Keller und das Glück der Kunst im Pluralismus.
Qi Baishi ist der teuerste moderne Künstler Chinas. Hierzulande kennt man ihn kaum. Weshalb erreichen seine Bilder umgerechnet Preise von bis zu 47 Millionen Euro? Eine Spurensuche.
Mit ihm holt man sich ein Hauptwerk deutscher Nachkriegsavantgarde ins Haus: K. O. Götz, Meister des gestischen Informel.
Klaas Ruitenbeek, Direktor des Museums für Asiatische Kunst, sprach mit artnet über chinesische erotische Kunst und seine Pläne für das Humboldt-Forum.
Felix Schramms Skulpturen durchschneiden den Raum wie Dissonanzen. Denkt man. Doch schnell wird klar: Der Düsseldorfer Bildhauer hat es mit der Harmonie.
Die Frankfurter Schirn zeigt Francesco Clementes erste Einzelausstellung seit 25 Jahren. Zeit, seinen Marktwert zu prüfen.
Wer auf der Bayreuth-Welle einmal kurz nach Bamberg reitet, taucht dort in die Schätze aus Romantik, Renaissance und Gotik ein. Dass die Kunst- und Antiquitätenwochen vor allem ein Anziehungspunkt für Wagnerianer sind, verwundert nicht. Wo sonst kauft man venezianische Mohren aus dem 19. Jahrhundert?
Was macht die Kunst in Peking? Neuigkeiten aus erster Hand über laufende Ausstellungen, aktuelle Entwicklungen sowie neue Namen von Galerien und Künstlern in der chinesischen Hauptstadt. Ein Rundgang.
Juli
Jung, smart und bestens vernetzt: Max Mayer eröffnet im September eine Galerie in Düsseldorf. Seiner Heimatstadt will der 27-Jährige damit einen Kick versetzen und sie wieder ins Blickfeld der globalen Kunstszene rücken.
Der deutsche Maler und Bildhauer A. R. Penck darf einen Abguss seiner Skulptur „Der Franzose“ als Fälschung bezeichnen. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden. Eine Geschichte um Geld, Reputation und Vertrauen.
Vor vier Jahren eröffnete Julia Stoschek ihre Privatsammlung der Film- und Videokunst in Düsseldorf. Doch neuerdings sind dort auch Fotografien und Skulpturen zu sehen. Im Interview mit artnet erklärt sie, warum.
Polospiel und Raubtierjagd, Sommergedeck und Großstadtszene: Otto Dill ist neben Slevogt und Corinth einer der deutschen Spätimpressionisten. Der „falsche Liebermann“, auch „Löwen-Dill“ genannt, erfährt seit einigen Jahren gesteigerte Nachfrage auf dem Markt.
Kaum etwas haben Kunstwelt und Medien in der vergangenen Zeit mit so großer Leidenschaft verfolgt wie die Verhaftung und Freilassung des regimekritischen chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Fast drängt sich einem der Gedanke auf, er sei der einzig politisch arbeitende Künstler ganz Chinas. Doch das Spektrum der sich Regenden reicht viel weiter.
Urgewalt und Gedärmgewühl sind nichts für Zartbesaitete. Mit seiner Opernaufführung hat der Wiener Aktionist Hermann Nitsch jüngst das Münchner Publikum wahlweise verstört oder begeistert. Ein Interview mit dem Meister der Katharsis über Abreaktion, Präzision und Brigitte Bardot.
Am Wochenende war wieder Tag der offenen Tür in den Berliner Kunsthochschulen. artnet hat mit der Kamera einen Streifzug durch die Ateliers, Werkstätten und Flure der Universität der Künste gemacht.
Der Kunstmarkt der arabischen Welt zeigt sich eigenständiger denn je: Eine junge Messe, die ausschließlich auf die Künstler aus diesen Gebieten setzt, ist die gerade zu Ende gegangene Beiruter Menasart-Fair. Sie ist kreativer Gradmesser und regionale Leistungsschau zugleich – mit Potenzial.
Der Düsseldorfer Künstler Andreas Fischer bringt Ventilatoren, Abflussrohre und Bügelbretter buchstäblich zum Sprechen. In seinem unterirdischen Atelier vibriert, lärmt und scheppert rund ein halbes Dutzend menschelnder Maschinen um die Gunst des Betrachters. artnet hat Fischer einen exklusiven Kellerbesuch abgestattet.
Seit mehr als 50 Jahren leitet der Berliner Kunsthändler Florian Karsch die legendäre Galerie Nierendorf. Gerade hat er seine nahezu über ein Jahrhundert entstandene, druckgrafische Sammlung von Otto Dix verkauft. Eigentlich hätte das Land Berlin sie bekommen sollen. Doch der Deal platzte.
Das Sammeln wird immer offensichtlicher zur Privatsache. Eine neue Publikation, erschienen im Distanz Verlag, präsentiert 60 private Sammlungen zeitgenössischer und moderner Kunst in Deutschland, Österreich und der Schweiz. artnet stellt neun von ihnen vor.
Juni
Nachdem Chus Martinez im März dieses Jahres das MACBA in Richtung documenta verlassen hat, war ihr Posten als Chefkuratorin im Museum vakant. Diesen hat Museumsdirektor Bartomeu Marí nun ab September mit Carles Guerra besetzt, der seit 2009 La Virreina Centre de la Imatge in Barcelona geleitet hat. artnet sprach mit dem Künstler, Kunstkritiker und Kurator.
Wer bisher geglaubt hatte, bei Werken von Dan Flavin, Martin Creed oder James Turrell handele es sich um Kunst, wird nun eines besseren belehrt. Heimlich, still und leise hat die EU für Kunstwerke, die aus Leuchtmitteln bestehen, den vollen Mehrwertsteuersatz verordnet. Im Interview mit artnet klärt Birgit Maria Sturm vom BVDG auf über die Leuchten der EU.
Am 29. Juni versteigert das Auktionshaus Sotheby’s 59 Gemälde der geheimnisvollen Sammlung Dürckheim. Zu Tage kommen werden Schätze der deutschen Nachkriegskunst um 1960 und 1970, die der Sammler bis heute nie öffentlich gezeigt hat. artnet traf Dürckheims Galeristen Fred Jahn zum Gespräch.
LISTE, VOLTA und SCOPE heißen die Satellitenmessen zur Art Basel. Letztere findet zum dritten Mal in einer ehemaligen Kaserne statt, auf 5.000 Quadratmetern, direkt im Herzen der Stadt. Das artnet Magazin war für Sie vor Ort.
Ein bisschen Detektivgespür zur rechten Zeit hätte die gefälschten Bilder der Sammlungen „Jägers“ und „Knops“ anhand der massiven Fehler auf deren Rückseiten auch früher enttarnen können. Die Provenienzforscherin Ute Haug beschäftigt sich seit Jahren mit den Hinterseiten der Bilder. Im artnet Interview erklärt sie, weshalb auch ein Rücken stets entzücken sollte.
Mai
Die amerikanische Fotografin Barbara Kasten zählt zu den spannendsten Wiederentdeckungen dieses Jahres. In der Karlsruher Galerie Kadel Willborn wird ihr abstrakt anmutendes Werk erstmals in Europa von den Anfängen bis zur Gegenwart beleuchtet. Das artnet Magazin hat die Künstlerin zum Gespräch getroffen.
Alles begann mit einem Skandal. Als im Vorjahr bekannt wurde, dass Christoph Schlingensief den Deutschen Pavillon gestalten solle, hagelte es Kritik. Dann starb Schlingensief im letzten Jahr. Im Pavillon wird nun eine Rückschau seines Werkes zu sehen sein. Ein Interview mit Susanne Gaensheimer.
Als Gerhard Schneider 1983 auf den Nachlass des 1942 verstorbenen Malers Valentin Nagel stieß, ahnte er noch nicht, dass dies den Beginn seiner Sammlung über vergessene und verfemte Künstlerinnen und Künstler markieren sollte. Mit artnet sprach er über die Hetzjagd der Nazis auf die Kunst, den Expressionismus in der DDR und ein geplantes „Zentrum für verfolgte Künste“.
Michael Werner zählt zu den einflussreichsten Galeristen weltweit. Im Gespräch mit Birgit Maria Sturm erzählt Michael Werner von seinem Kampf für Exzentriker, seiner Abneigung gegen Konsens und Eventkultur und von der Methode des konstanten Behauptens.
30 Jahre ist es her, dass sich unter der Leitung von Ettore Sottsass mit Memphis eine neue junge Designgruppe dazu aufmachte, die Welt bunter zu gestalten. Als Serienproduktion in Zusammenarbeit mit der Industrie. Das Sammeln von Memphis Design erweist sich daher als problematisch, denn nach wie vor wird es hergestellt. Auf Auktionen sind die Objekte dennoch meist viel teurer als im Handel. Die Lösung? Alchimia!
Kunst und Kaffee: Kein Künstler steht so sehr dafür wie Tobias Rehberger, dessen Cafés und Kantinen sich immer wieder in Banken und Biennalen, Messen und Museen einschleichen. Dass er selbst gar keinen Kaffee trinkt, erscheint da schon fast wie ein ironischer Kommentar in eigener Sache.
Die lettische Künstlerin Anna Baklane schafft Porträts, die in malerischem Können und Ausdruck denen der Italienischen Renaissance in nichts nachstehen. Zugleich sprechen sie eine sehr eigene Bildsprache, eine, die aus der monatelangen intensiven Beschäftigung der nachdenklichen Künstlerin mit ihren Motiven stammt.
Gunter Sachs ist tot. Der legendäre Fotograf und Lebemann war auch Mäzen und Kunstsammler – und führte in den siebziger Jahren eine Galerie für zeitgenössische Kunst im damals noch biederen Hamburg. Angela Platen leitete damals seine „Galerie an der Milchstraße“. Dem artnet Magazin hat sie erzählt, wie sie ihre Zeit mit Gunter Sachs erlebte.
Flucht oder Konfrontation? Auf dem Festival „Meeting Points 6“, der großen Dokumentation von Gegenwartskunst aus dem arabischen Raum, haben die Kuratoren Okwui Enwezor und Tarek el Fetouh im Beirut Art Center gezeigt, dass sich die Zeichen der Zeit längst lesen ließen.
Die Londoner Galeristen Harry Blain und Graham Southern haben zum Gallery Weekend ihre Berliner Räume eröffnet, mit einer Ausstellung von Tim Noble und Sue Webster. Ob sie damit ihre expansive Vergangenheit mit Haunch of Venison hinter sich lassen, wird sich zeigen. artnet hat die beiden zum Interview getroffen.
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