25. Mai 2012
Wo wird in Berlin eigentlich zeitgenössische Kunst aus Asien, Afrika oder Lateinamerika gezeigt? Der Projektraum SAVVY CONTEMPORARY ist angetreten, diese globale Achse aufzumischen. artnet hat den Initiator zum Interview getroffen.
2005
November
Der erfolgreiche Galerist Urs Meile spricht im Interview über seine Entdeckungsreise durch die spannende Kunstszene Chinas und wohin sie in Zukunft gehen wird.
Zur ersten Bedingung des Kinos Yasujiro Ozus gehört der Bruch mit der so mächtigen wie stillschweigend eingesetzten Allianz zwischen Gesicht, Person und Charakter.
Noch nie war die Situation für Künstler auf dem chinesischen Markt so spannend und dramatisch zugleich. Zhang Lan Sheng, Künstler und Kunsttheoretiker aus Shanghai, berichtet im Interview über Tendenzen, Probleme und Chancen der neuesten Entwicklungen.
Manöver Intervention. Hauptakteure Beton und Stahl. Nichts Pompöses, nichts Glamouröses, nichts Edles. Allein eine Irritation, die die Wahrnehmung in Frage stellt.
Oktober
Mit einer Pressekonferenz zum „Kunststandort Rheinland“ in Köln wollen die Organisatoren den Ruf der Rheinmetropole aufpolieren.
Die subversive Kunst der Worte: Allen Ruppersberg gastiert mit seinen multiplen Erzählsträngen in Hamburg.
September
Als risikobereite Plattform für neue Positionen hat sich das ART FORUM inzwischen international einen Namen gemacht. 1996 hat alles begonnen…
Das Preisschild signalisiert gemeinhin den nicht verhandelbaren Preis und ist, so gesehen, ein Kommunikationsunterbrecher. Dies scheint für den Kunstmarkt jedoch nicht zu gelten.
Die Mikroökonomie des Kunstmarktes folgt ganz eigenen Bedingungen und Gesetzen und weicht damit bemerkenswert von marktwirtschaflich gängigen Bildern ab.
Was ist dran an den Spekulationen um das weitere Schicksal der Sammlung Ricke? Ihre Tage im Neuen Museum Nürnberg sind jedenfalls gezählt.
Ein Gespräch mit Doreet LeVitte Harten, Kuratorin der Ausstellung „Die Neuen Hebräer“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin.
Würde gegen Massenspektaktel, Bildung gegen Entertainment – hehre Hoffnungen ruhen auf Roger M. Buergel, dem Leiter der documenta 12.
August
Seit Mai 2005 liegt der erste Kulturwirtschaftsbericht für Berlin vor, erarbeitet im Schulterschluss zwischen den Senatoren Flierl und Wolf.
Der Künstler Shen Liang spricht über seinen Werkzyklus „Beijing Opera“ und das gebrochene Verhältnis seiner Generation zu dieser alten chinesischen Tradition.
Das Urheberrecht ist ein zweischneidiges Schwert. Es schützt die Kunst nicht nur, sondern kann sich auch gegen sie richten. In den gegenwärtigen Debatten um die Legitimität des Urheberrechts entwickelt sich dieses mehr und mehr zum zentralen Marktordnungsrecht der postindustriellen Gesellschaft.
Einst wurden Kultur und Wirtschaft als gegensätzliches Paar gesehen, doch immer mehr Zahlen belegen, dass sich das Unternehmen Kultur zu rechnen scheint.
Über die aufstrebende Kunstszene Athens und den Kunstsammler Dakis Ioannou.
Juli
Die erste umfassende Sarah-Lucas-Retrospektive macht in Hamburg Station: Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Containerprojekte rund um den Globus unternehmen eine Archäologie der Globalisierung.
Nach einem Zwischenstop in Shanghai zog es den Galeristen Lothar Albrecht nun auch in die chinesische Hauptstadt.
Harriet Häußler und Aeneas Bastian haben mit der Galerie upstairs berlin gleich zwei neue Standorte in Berlin gegründet.
Juni
Zentrales Thema in den Arbeiten des chinesischen Künstlers Wang Shugang sind die rasanten Veränderungen der letzten Jahre in China. Im Mittelpunkt steht dabei aber nicht der fortschrittstrunkene Blick nach vorn, sondern die ideellen Trümmerfelder und der drohende Gesichtsverlust.
Mai
Welche Motivationen gibt es für Unternehmen der Wirtschaft, sich im Bereich Kunst zu engagieren? Ein Portrait der österreichischen Generali Foundation.
In ihrer Unmittelbarkeit und Klarheit hinterfragen Brandmeiers Installationen, Zeichnungen, Fotografien und Videoarbeiten die tradierte, kontextgebundene Sehkultur und stellen das „Ding“ auf den Boden seiner eigenen formal-ästhetischen Tatsachen zurück.
Anmerkungen zu „Shadows of War - A German Soldier’s Lost Photographs of World War II“, Willi Rose, herausgegeben und eingeleitet von Thomas Eller, mit einem Essay von Petra Bopp.
April
Wer sagt, die Bühne für zeitgenössische Kunst befinde sich in New York, Paris und Berlin, hat Peking vergessen. Das Dashanzi International Art Festival startet am 30. April sein vierwöchiges Programm.
Zum 20jährigen Jubiläum startete Andrée Sfeir-Semler eine Galerie-Zweigstelle in Beirut.
März
Im Herzen der Berner Altstadt befindet sich die Galerie annex14, jüngstes Addendum zur Galerienszene der Schweiz.
Minimale Vehikel, maximaler Realitätsschock: Santiago Sierras Wandel vom provokanten Aktionskünstler zum Raumsprenger.
Das Begehren der Kunst im Kernschatten des Kreuzes, das einmal nicht als T-Träger heilsökonomischer Dividendenausschüttung funktioniert, wäre ein Begehren nach Erde, nach Asche und Staub, nach Gras.
Christine darf nicht mehr zur Schule: Da wird Falsches gelehrt, sagen ihre Eltern. Diese glauben, wie immer mehr Amerikaner an den alttestamentlichen Schöpfungsbericht. “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer.”
An Ideen und Unternehmenslust mangelt es in Thun ganz sicher nicht.
Im März 2004 stellten sich Claudia Groeflin und Davia Maag mit ihrer Galerie erstmals dem Baseler Publikum.
Carsten Nicolais bausatz noto ist eine mögliche Antwort auf Ron Kuivilas Imperativ, eine Position irgendwo zwischen dem geistlosen Klang Cages und dem klanglosen Geist Duchamps zu finden.
Februar
Eine andere Art von Nachruf auf den Begründer der Ausstellungsmacherei.
Nicht nur in Belgien tut sich derzeit ein Abgrund zwischen den internationalen und lokalen Ambitionen von Museen, Kulturpolitik und Künstlern auf.
Was macht eigentlich die lettische Kunst? Protokoll einer kurzen Spurensuche in Riga.
FUTURE7: „Wir sehen unsere Bilder in der Tradition von Portrait-, Historien- und Genremalerei.“
Der Kunsthistoriker Sven Beckstette stellt die Frage nach den Gründen für die unterschiedliche Rezeption der RAF-Arbeiten von K.R.H. Sonderborg und Gerhard Richter.
Januar
Im Kontrast zur RAF-Ausstellung in Berlin steht Gerhard Richters AuftragsarbeitSchwarz Rot Gold im Reichstagsgebäude. In seinem Aufsatz setzt sich Prof. Dr. Uwe Fleckner mit den Mitteln gegenstandsloser Malerei zu künstlerischer Repräsentation von Demokratie auseinander.
Auch diesmal wieder haufenweise Shows, die keiner gesehen hat. Knut Ebeling über den Kunstwinter in Berlin.
Sind die Bilder nun filmisch? Oder politisch? Bedeutungsebenen im Werk Luc Tuymans’ beleuchtet und hinterfragt der zweite Teil des Features.
Bedeutsamkeit oder inhaltliche Leere? Ein kritischer Blick auf das Werk des Malers Luc Tuymans.
Wer „Bilder“ sieht bei lebendigem Leib, dem stockt der Atem wie der Sinn. Doch was sehen wir, wenn wir sehenden Auges ein Bild sehen?
Die Galerie Nicolas Krupp eröffnete im Herbst 2000 auf dem ausgedienten Areal der Deutschen Bahn in Basel und repräsentiert seitdem neue Positionen der Schweizerischen und Internationalen zeitgenössischen Kunst.
2004
Dezember
Kurz vor Weihnachten frage ich mich, was gibt es Gefahrloseres und Schöneres, als Kunst zu kaufen und zu sammeln? Doch die wahren Spezialisten der Risikoverarbeitung, die Banken, wissen, dass die wahrgenommenen Risiken und die effektiven Risiken des Kunstkaufens sehr weit auseinander liegen. Kunst zu kaufen, ist hochriskant und das wirtschaftliche Risiko liegt jenseits aller statistischen Modellberechnungen.
John Baldessari spricht über die Farbe Orange, das Kino, Kunst und Bars in New York.
November
Raimund Kummer macht den Auftakt in der Reihe von Künstlerprofilen, mit der wir Künstler im Kontext ihrer Arbeit vorstellen werden. Dabei ist der Beginn mit Raimund Kummer äußerst passend und geradezu exemplarisch, denn sein komplexes Werk präsentiert sich als ein präzises und gleichzeitig sensibles Cross-over zwischen Atelier, Straße und Museum einerseits und Installation und Konzept, sowie Fotografie und Skulptur andererseits.
Oktober
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - so heißt es. Zwischen Sprechen und Zeigen, zwischen Bild und Text verläuft eine Demarkation, die die besondere Spannung unserer Kultur ausmacht. Der Macht der Bilder steht die Macht der Sprache gegenüber und nicht wenige vermuten, wahrscheinlich nicht zu Unrecht, eine Komplizität zwischen Bild und Macht. “Image” aber ist genauso als abgekürzte Kommunikation zu verstehen, die tieferes Verständnis nicht voraussetzen will. Bilder sind so erfolgreich, weil sie schneller als der Gedanke sind.
Vor meinem inneren Geldauge entfaltete sich die glitzernde Aura des Kunstmarktes und die magische Attraktivität der Kunstwerke. Ich wollte diesmal zeitgenössische Kunst kaufen. Doch quälte mich noch die Frage: Macht es ökonomisch Sinn, Kunst zu kaufen?
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