28. Juni 2012
Schmelzen und Fließen als Haltung zur Welt: Kein Künstler hat die Skulptur der Pop-Art wohl so beeinflusst wie der heute 83-jährige, in New York lebende Künstler Claes Oldenburg. artnet traf ihn in Köln zum Interview.
2006
Januar
Shanghai oder Peking? Das ist die erste Entscheidung eines Galeristen, der seine Arbeit in den Dienst der chinesischen Gegenwartskunst stellt. Für Lorenz Helbling ist die Antwort klar.
Das Fabrikareal an der Moganshan Road mit seinen Ateliers und Galerien gehört zu den Highlights der Shanghaier Kunstszene.
Abseits vom Hype in Mitte positioniert sich der Galerist Javier Peres aus Los Angeles mit seiner neuen Dependance Peres Projects in der Schlesischen Straße in Kreuzberg.
Fernab von den Galerien in Mitte haben sich die Hamburger Dörrie * Priess als neue Dependance den Mehringdamm ausgesucht und zielen damit auf ein bewusst interessiertes Publikum.
Das vergangene Art Forum Berlin schien der richtige Zeitpunkt für einige Galerien, um in Berlin Dependancen zu eröffnen. Vilma Gold aus London und Peres Projects aus Los Angeles zog es an die Schlesische Straße.
Mit der Eröffnung der Gagosian Gallery hat die 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst längst begonnen.
Mit dem „Guerilla-Franchising“ der Kuratoren der vierten Berlin Biennale wird eine Galeriengründung zur Kunstaktion.
Mark Wehrmann war Skater, ist jetzt Biker und ist sich dem Scheitern seiner Revolte bewusst. Entsprechend dialektisch ist die ästhetische Taktik ausgelegt.
2005
Dezember
Vom hohen Ross des Eurozentrismus herab fällt der westliche „Kennerblick“ immer wieder das vorschnelle Urteil, chinesische Kunst ahme lediglich nach.
Wohnt den Bildern überhaupt eine ihnen eigentümliche Macht inne? Jedenfalls fungieren sie vielfach als Mittel oder Me­dium der Macht.
Von Duchamp bis Warhol – in der Kunst des 20. Jahrhunderts ist die Kopie immer wieder zum neuen Original erhoben worden.
Warum misslingt der merkantile Absatz so mancher künstlerischer Delikatesse? Auf das Knüpfen der Schnittstelle kommt es an!
Politische Sozialisation, kollektive Erinnerung sowie ein engagiertes Imaginieren von Kritik und Protest stehen auf dem künstlerischen Masterplan von René Lück an vorderster Front.
November
Die urheberrechtliche Einordnung der zeitgenössischen Kunst bereitet Schwierigkeiten, doch Änderungen in Argumentationsstruktur und Sprachgebrauch böten hier Lösungen.
Altersvorsorge für Künstlerinnen und Künstler? Der global angelegte Artist Pension Trust wartet mit einem viel versprechenden Konzept auf.
Der erfolgreiche Galerist Urs Meile spricht im Interview über seine Entdeckungsreise durch die spannende Kunstszene Chinas und wohin sie in Zukunft gehen wird.
Zur ersten Bedingung des Kinos Yasujiro Ozus gehört der Bruch mit der so mächtigen wie stillschweigend eingesetzten Allianz zwischen Gesicht, Person und Charakter.
Noch nie war die Situation für Künstler auf dem chinesischen Markt so spannend und dramatisch zugleich. Zhang Lan Sheng, Künstler und Kunsttheoretiker aus Shanghai, berichtet im Interview über Tendenzen, Probleme und Chancen der neuesten Entwicklungen.
Manöver Intervention. Hauptakteure Beton und Stahl. Nichts Pompöses, nichts Glamouröses, nichts Edles. Allein eine Irritation, die die Wahrnehmung in Frage stellt.
Oktober
Mit einer Pressekonferenz zum „Kunststandort Rheinland“ in Köln wollen die Organisatoren den Ruf der Rheinmetropole aufpolieren.
Die subversive Kunst der Worte: Allen Ruppersberg gastiert mit seinen multiplen Erzählsträngen in Hamburg.
September
Als risikobereite Plattform für neue Positionen hat sich das ART FORUM inzwischen international einen Namen gemacht. 1996 hat alles begonnen…
Das Preisschild signalisiert gemeinhin den nicht verhandelbaren Preis und ist, so gesehen, ein Kommunikationsunterbrecher. Dies scheint für den Kunstmarkt jedoch nicht zu gelten.
Die Mikroökonomie des Kunstmarktes folgt ganz eigenen Bedingungen und Gesetzen und weicht damit bemerkenswert von marktwirtschaflich gängigen Bildern ab.
Was ist dran an den Spekulationen um das weitere Schicksal der Sammlung Ricke? Ihre Tage im Neuen Museum Nürnberg sind jedenfalls gezählt.
Ein Gespräch mit Doreet LeVitte Harten, Kuratorin der Ausstellung „Die Neuen Hebräer“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin.
Würde gegen Massenspektaktel, Bildung gegen Entertainment – hehre Hoffnungen ruhen auf Roger M. Buergel, dem Leiter der documenta 12.
August
Seit Mai 2005 liegt der erste Kulturwirtschaftsbericht für Berlin vor, erarbeitet im Schulterschluss zwischen den Senatoren Flierl und Wolf.
Der Künstler Shen Liang spricht über seinen Werkzyklus „Beijing Opera“ und das gebrochene Verhältnis seiner Generation zu dieser alten chinesischen Tradition.
Das Urheberrecht ist ein zweischneidiges Schwert. Es schützt die Kunst nicht nur, sondern kann sich auch gegen sie richten. In den gegenwärtigen Debatten um die Legitimität des Urheberrechts entwickelt sich dieses mehr und mehr zum zentralen Marktordnungsrecht der postindustriellen Gesellschaft.
Einst wurden Kultur und Wirtschaft als gegensätzliches Paar gesehen, doch immer mehr Zahlen belegen, dass sich das Unternehmen Kultur zu rechnen scheint.
Über die aufstrebende Kunstszene Athens und den Kunstsammler Dakis Ioannou.
Juli
Die erste umfassende Sarah-Lucas-Retrospektive macht in Hamburg Station: Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Containerprojekte rund um den Globus unternehmen eine Archäologie der Globalisierung.
Nach einem Zwischenstop in Shanghai zog es den Galeristen Lothar Albrecht nun auch in die chinesische Hauptstadt.
Harriet Häußler und Aeneas Bastian haben mit der Galerie upstairs berlin gleich zwei neue Standorte in Berlin gegründet.
Juni
Zentrales Thema in den Arbeiten des chinesischen Künstlers Wang Shugang sind die rasanten Veränderungen der letzten Jahre in China. Im Mittelpunkt steht dabei aber nicht der fortschrittstrunkene Blick nach vorn, sondern die ideellen Trümmerfelder und der drohende Gesichtsverlust.
Mai
Welche Motivationen gibt es für Unternehmen der Wirtschaft, sich im Bereich Kunst zu engagieren? Ein Portrait der österreichischen Generali Foundation.
In ihrer Unmittelbarkeit und Klarheit hinterfragen Brandmeiers Installationen, Zeichnungen, Fotografien und Videoarbeiten die tradierte, kontextgebundene Sehkultur und stellen das „Ding“ auf den Boden seiner eigenen formal-ästhetischen Tatsachen zurück.
Anmerkungen zu „Shadows of War - A German Soldier’s Lost Photographs of World War II“, Willi Rose, herausgegeben und eingeleitet von Thomas Eller, mit einem Essay von Petra Bopp.
April
Wer sagt, die Bühne für zeitgenössische Kunst befinde sich in New York, Paris und Berlin, hat Peking vergessen. Das Dashanzi International Art Festival startet am 30. April sein vierwöchiges Programm.
Zum 20jährigen Jubiläum startete Andrée Sfeir-Semler eine Galerie-Zweigstelle in Beirut.
März
Im Herzen der Berner Altstadt befindet sich die Galerie annex14, jüngstes Addendum zur Galerienszene der Schweiz.
Minimale Vehikel, maximaler Realitätsschock: Santiago Sierras Wandel vom provokanten Aktionskünstler zum Raumsprenger.
Das Begehren der Kunst im Kernschatten des Kreuzes, das einmal nicht als T-Träger heilsökonomischer Dividendenausschüttung funktioniert, wäre ein Begehren nach Erde, nach Asche und Staub, nach Gras.
Christine darf nicht mehr zur Schule: Da wird Falsches gelehrt, sagen ihre Eltern. Diese glauben, wie immer mehr Amerikaner an den alttestamentlichen Schöpfungsbericht. “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer.”
An Ideen und Unternehmenslust mangelt es in Thun ganz sicher nicht.
Im März 2004 stellten sich Claudia Groeflin und Davia Maag mit ihrer Galerie erstmals dem Baseler Publikum.
Carsten Nicolais bausatz noto ist eine mögliche Antwort auf Ron Kuivilas Imperativ, eine Position irgendwo zwischen dem geistlosen Klang Cages und dem klanglosen Geist Duchamps zu finden.
Februar
Eine andere Art von Nachruf auf den Begründer der Ausstellungsmacherei.
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