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Alfred Eisenstaedt
Selected images of garden games (4 works)
Jahr 1937
Medium Tintype
10 x 7,8 in. / 25,4 x 19,7 cm
Bez. Stamped
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Ferrotypie (1855 – ca. 1930)

Alternativ zur Ambrotypie ist dieses Direktpositiv-Verfahren als „Schnellfotografie“ populär geworden. Eine meist mit Asphalt abgedunkelte, schwarz lackierte Eisenblechplatte wird mit einer Kollodiumschicht überzogen, in einem Iod- und Bromsilberbad sensibilisiert, knapp belichtet, fixiert und gewässert. Das Ergebnis ist ein seitenverkehrtes Scheinpositiv: ein Negativ, das aufgrund des dunklen Hintergrunds als Positiv erscheint und stumpfe Lichter aufweist. Die Unikate – in der Regel kleinformatige Porträtaufnahmen – waren schnell und preiswert herzustellen. Da sie unzerbrechlich sind, konnten sie mit der Post verschickt und in der Brieftasche mit sich geführt werden. Ferrotypien waren selten gerahmt, allenfalls wurden sie in einem Pappfutteral aufbewahrt oder in ein Album geklebt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das manuelle Verfahren durch Automaten ersetzt. Ein 1894 von Conrad Bernitt in Hamburg konstruierter mechanisch betriebener Automat, der Bosco-Automat, gilt als Vorläufer der heutigen Passbild-Automaten. Als „tin types“ wurden Ferrotypien in Amerika noch bis in die 1950er Jahre als Jahrmarktsattraktionen gehandelt.