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Das artnet Fotoglossar

Eric Aichinger

Bromöldruck (1907 – ca. 1940)

Bei diesem Edeldruckverfahren wurde erstmals kein Negativ oder Diapositiv in der Größe des späteren Abzugs gebraucht. Zunächst wird eine Vergrößerung auf Bromsilbergelatinepapier angefertigt und hierauf das Bromsilber ausgebleicht, wobei sich die Gelatineschicht des Papiers dort härtet, wo sich das Silber befindet. Anschließend wird das Bild fixiert, gewässert, getrocknet und zuletzt erneut in Wasser eingeweicht, wobei sich die Gelatine dort, wo sie nicht oder weniger gehärtet ist, mit Wasser voll saugt. Das so entstandene Quellrelief kann dann wie beim Öldruck mit einer Ölfarbe und Pinsel oder Walze eingestrichen werden, die – abhängig vom Wassergehalt – unterschiedlich haften bleibt. Typisch für solche Abzüge ist ihr malerisches Erscheinungsbild.
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