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Das artnet Fotoglossar

Eric Aichinger

Woodburytypie / Photoglyptie (1864 – 1900)

Die 1864 von dem Engländer Walter Bentley Woodbury (1834-1885) patentierte Woodburytypie ist ein dem Karbondruck ähnelndes, manuelles Druckverfahren, das insbesondere für Buchillustrationen Verwendung fand. Zunächst wurde auf Basis des Negativs ein gehärtetes, farbloses Gelatinerelief produziert und mit der Presse auf ein weiches Blech aus einer Bleilegierung abgeformt. Die entstandene Tiefdruckplatte wurde mit einer pigmentierten Gelatinelösung ausgegossen. Beim anschließenden Druckvorgang zeichnete sich das Gelatinerelief auf dem eingelegten Papier ab. Die hervorgequollene, nach dem Erstarren harte Gelatine wurde abgeschnitten, weshalb Woodburytypien keinen Rand aufweisen. Um Albuminpapier abzüge zu imitieren, wählte man damals meist braune Pigmente, so dass die Abzüge dunkelbraun bis schwarz und meist gut erhalten sind.
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