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Das artnet Fotoglossar

Eric Aichinger

Platindruck / Platinotypie (1873 – 1920)

Platindrucke beruhen auf der Lichtempfindlichkeit von Eisen- anstelle von Silbersalzen. Mittelstarkes, glattes Papier wurde mit einer Lösung aus Eisenoxalat und Kaliumplatinchlorid bestrichen, um es lichtempfindlich zu machen, und nach der Belichtung mittels einer Kalium- oder Ammoniumoxalatlösung entwickelt. Es entstand ein sehr haltbares und an neutralen bis braunschwarzen Tonwerten außerordentlich reiches Bild. Aufgrund der hohen Platinpreise wurde das Druckverfahren jedoch nie populär. Eine Sonderform stellt der Platin-Palladiumdruck dar, bei dem der Platinsalz-Anteil durch preiswerteres Palladiumchlorid reduziert werden konnte, mitunter jedoch auf Kosten der Haltbarkeit und Tonwertigkeit.
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