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ART FORUM 2007 auf artnet Magzin

Vernissage
28. September, 17 - 21 Uhr

Ort
Hallen 18-20, 11.2 (Sonderausstellung House Trip),
Messegelände Berlin, Masurenallee, Eingang Halle 19 / Homepage

Öffnungszeiten
29. September - 2. Oktober 2007, 12 - 20 Uhr
3. Oktober 2007, 12 - 18 Uhr

TICKET

ART FORUM BERLIN TALKS

COLLECTORS FORUM

Hallenplan und Ausstellerverzeichnis
zum Download




ART FORUM BERLIN 2007
Who's Who?
Köpfe hinter den Kulissen – Namen die das ART FORUM BERLIN prägen


Patricia Asbæk
[Internat. Galerienbeirat]


Zusammen mit ihrem Ehemann Jacob betreibt die Dänin Patricia Asbæk die Galerie Asbæk in Kopenhagen. Seit der Eröffnung 1975 wurden mehrere Generationen von sowohl dänischen als auch internationalen Künstlern vertreten, wie etwa Wilhelm Freddie, Carl-Henning Pedersen und Robert Jacobsen. Heute repräsentiert Asbæk vor allem Künstler der 1980er und 1990er Jahre, von Malerei über Skulptur, Video, Installation hin zu Fotografie. Im Souterrain der Galerie hat sich außerdem seit 2005 Martin Asbæk mit einem eigenen Galerieprojekt eingerichtet. Der Sohn des Galeristenpaares konzentriert sich dort unter dem Label Asbæk Projects jüngeren, experimentelleren Positionen. 2001 hat die Galerie zudem einen großen Ausstellungsraum auf Mallorca eröffnet, den Centro Cultural Andratx. Auf dem Art Forum Berlin stimmen die Asbæks mit dem Dänen Niels Bonde auf die Wiederentdeckung der 1960er Jahre ein.


Ami Barak
[Kurator Sonderausstellung]


„House Trip“ ist Titel der diesjährigen Sonderausstellung des ART FORUM BERLIN, kuratiert wird sie von dem französischen Kurator und Kunsthistoriker Ami Barak. Seit 2002 ist Barak künstlerischer Leiter der Abteilung für Kunst der Stadt Paris. Nach „Mémoires du temps de l’immaturité“, Paris 2004, und „Continental Breakfast, Memory (W)hole“ in Ljubljana im September 2005 wird er im kommenden Jahr „Re-Construction“ bei der 1. Bukarest Biennale 2008 und „Modern Stories“ in Jerusalem im Oktober/November kuratieren. In „House Trip“ sind 57 Künstlerpositionen aus 18 Ländern in Halle 11.2, direkt im Anschluss an die Plattform der Freestyle-Stände zu sehen. Neben raumgreifenden Installationen werden es kleinere, intimere Arbeiten sein, die den Besucher „zum Nachdenken über die Welt von Innen“ anregen sollen.


Stephan Berg
[Beirat]


Von Hause aus promovierter Germanist ist Stephan Berg (1959) vielseitig in die Kunstlandschaft eingebunden, u.a. als Ausstellungsmacher, Publizist und Honorarprofessor. Nach seiner ersten Station am Freiburger Kunstverein zwischen 1990 und 2000 sitzt Berg seit 2001 am Hannoveranischen Verein. In den letzten Jahren verantwortete er monographische Ausstellungen zu Kara Walker, David Claerbout, Luc Tuymans und Marcel van Eeden; in thematischen Ausstellungen wie „Archisculptures“, 2001, behandelte er die Beziehung zwischen Architektur, Skulptur und Modell, mit „On Stage“, 2002, die Theatralisierung und Bühnenhaftigkeit in der zeitgenössischen Kunst. Seit Mitte der 1980er Jahre ist Berg als Autor für u.a. die F.A.Z. sowie Kunstforum International tätig, neben diversen anderen Posten ist er Vorstandsmitglied des Kunstfonds Bonn und der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kunstvereine. Die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig hat ihn 2004 zum Honorarprofessor verpflichtet. Stephan Berg ist designierter Direktor des Kunstmuseums Bonn.


Christian Boros
[Sammler]


Wie Pilze im Kunstherbst sprießen derzeit die Kunstratgeber aus dem Boden: Was ist gute Kunst? wird da gefragt. Zuweilen mag auch der entrüstende Ausruf Und das ist Kunst?! ertönen. Der Wuppertaler Werbefachmann und Kunstsammler Christian Boros (1962) hat einen persönlichen Leitfaden für den Umgang mit: „Ich sammle Kunst, die ich nicht verstehe.“ Ratgeber hin oder hin – das Tolle an Kunst ist ja, dass letztlich alles immer irgendwie subjektiv gewertet werden kann. Das mit dem Subjektiven hat Boros wohl von seinem Lehrmeister Bazon Brock gelernt, bei dem er Ästhetik an der Gesamthochschule Wuppertal studierte. Bereits während des Studiums erwachte die Sammelleidenschaft; das Geld verdiente er mit einer eigens gegründeten Werbeagentur. Sein erster Kunde war Jost Stollmann. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte. Immer gab es zu wenig Platz für eine prominente, rund 400 Werke umfassende Sammlung, zu der unter anderen Künstler wie Wolfgang Tillmans, Damien Hirst und Olafur Eliasson gehören. Vor vier Jahren nun hat sich Boros für den Kauf eines Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg in der Berliner Innenstadt entschieden. Eigentlich wollte Boros in das denkmalgeschützte Gebäude längst eingezogen sein, samt Sammlung und Familie – ein paar Details fehlen aber noch. Die immer länger werdende Reihe privater Kunstsammler in Berlin wird Boros jedenfalls entscheidend mitprägen.


Mehdi Chouakri
[Internat. Galerienbeirat]


Die 1996 in der Berliner Gipsstraße gegründete Galerie Mehdi Chouakri gehört in den Umkreis jener Galerien, die in der Berliner Pionierzeit Mitte der 1990er Jahre begonnen haben. Im internationalen Programm vertreten sind u.a. Saâdane Afif, Andrea Bowers, Hans-Peter Feldmann, Sylvie Fleury, Isabell Heimerdinger, Mathieu Mercier, Gerwald Rockenschaub und Markus Sixay. 2001 zog Mehdi Chouakri in die S-Bahnbögen an der Jannowitzbrücke und begründete zusammen mit c/o-Atle Gerhardsen, carlier gebauer und Max Hetzler ein neues Galerienzentrum direkt an der Spree. Im März 2006 dann folgte der dritte Umzug, die Galerie bezog neue, größere Räumlichkeiten in den Edison Höfen in der Invalidenstraße. Auf dem Art Forum Berlin zeigt Chouakri einen Überblick seines Programms mit exemplarischen Arbeiten von Isabell Heimerdinger und Hans-Peter Feldmann.


Harald Falckenberg
[Sammler]


Der Jurist und Unternehmer Harald Falckenberg (1943) gehört zu den wichtigsten Sammlern zeitgenössischer Kunst in Deutschland. In nur elf Jahren trug der Vorsitzende des Hamburger Kunstvereins eine Kollektion von über 1.600 Arbeiten der internationalen Avantgarde zusammen, darunter Werkgruppen der Wiener Aktionisten und Martin Kippenbergers, aber auch große Installationen von Jonathan Meese und Thomas Hirschhorn. Die US-Zeitschrift Artnews zählte die Sammlung Falckenberg zu den 200 Besten der Welt. Falckenberg begann 1994, Kunst zu sammeln. Zunächst beherbergte das so genannte Pumphaus in Hamburg-Fuhlsbüttel die stetig wachsende Kollektion. Seit 2001 befindet sich die Sammlung Falckenberg in den ehemaligen Fabrikhallen der Harburger Phoenix-Werke und ist der Öffentlichkeit nach Voranmeldung zugänglich. Im Wechsel mit Arbeiten aus den eigenen Beständen werden internationale Privatsammlungen aus aller Welt vorgestellt. Darüber hinaus sieht sich Falckenberg als der Intellektuelle unter den Kunstsammlern, was jüngst wieder eine Publikation hervorbrachte: „Im Maschinenraum der Kunst“ erscheint im philo Verlag und referiert u.a. über die Bedeutung neuerer Erkenntnisse der Hirnforschung und Psychoanalyse für die Kunst.


Kirsten Günther
[Messeleitung]


Eine Sache hat das Art Forum Berlin allen anderen Messen voraus: es ist die weltweit einzige Kunstmesse in Frauenhand. Die Ökonomin Kirsten Günther war von Anfang an dabei, anfangs zuständig für das Marketing ist sie nun Projektmanagerin und regiert das Art Forum Berlin seit sieben Jahren zusammen mit der Kunsthistorikerin Sabrina van der Ley.


Axel Haubrok
[Sammler]


Noch bis vor kurzem herrschte in Berlin eine Kontroverse über die Frage, ob Sammler ihre Kunstschätze in öffentlichen Institutionen zeigen sollten. Ein Argument dagegen besagte, dass Privatleute somit einen zu großen Einfluss haben könnten. Die Debatte mag mittlerweile abgeflaut sein – aus einem einfachen Grund: Heute bauen sich Sammler einfach selbst ihre heiligen Hallen. Oder ziehen in bereits bestehende Monumente ein. Nicht selten sind diese von politischem und historischem Schwergewicht, wie etwa der aus dem Zweiten Weltkrieg übrig gebliebene Bunker von Christian Boros oder wie das ehemalige DDR-Gebäude Haus des Kindes am Strausberger Platz, in dem der Düsseldorfer Unternehmensberater Axel Haubrok (1951) seit Mai diesen Jahres seine mehr als 500 Werke umfassende Sammlung zeigt. Den Anfang machte vor etwa 20 Jahren ein Bild von Raoul de Keyser, das zweite Werk war eine Arbeit von Luc Tuymans. Heute befinden sich in seiner Sammlung Arbeiten von Günther Förg, Gregor Schneider, Cady Noland, Manfred Pernice, Wolfgang Tillmans und Johannes Wohnseifer. Pünktlich zum Start des Berliner Art Forum Berlin soll am 28. September eine Ausstellung mit der Bildhauerin Haegue Yang eröffnen.


Rolf und Erika Hoffmann
[Sammler]


Das Sammlerehepaar Erika und Rolf Hoffmann ist seit der ersten Stunde in Berlin dabei. Bereits 1997 machten sie ihre Räume in der ehemaligen Nähmaschinenfabrik in der Berliner Sophienstraße öffentlich zugänglich. Und damit eine private Sammlung zeitgenössischer Kunst, die seit den späten 1960ern gewachsen war. Neben Werken anerkannter Künstler wie Lucio Fontana und Frank Stella werden auch Gemälde, Skulpturen, Holzschnitte, Fotografien und Videos unbekannter Künstler auf mehr als 1.400 qm über zwei Etagen gezeigt. Begonnen hatte alles nach dem Verkauf der Textilfabrik in Mönchengladbach. Nachdem der Versuch, in Dresden eine Kunsthalle neben den Zwinger zu setzen, am Geschmack des sächsischen Landesvaters Kurt Biedenkopf gescheitert war, planten sie in Berlin eine Wohnung für sich und ihre Kunstwerke zu finden, die jeden Samstag für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Der Unternehmer Rolf Hoffmann ist inzwischen verstorben; neben der Pflege der Privatsammlung  hat er sich auch im öffentlichen Leben der Stadt eingebracht. Als Kuratoriumsmitglied des Vereins der Freunde der Nationalgalerie initiierte er etwa 2000 den Preis für Junge Kunst, schien ihm doch Kultur einer der wenigen Standortvorteile Berlins gegenüber anderen deutschen Städten. Nicht nur die Politiker haben das inzwischen auch erkannt, auf den Pfad der Hoffmanns nach Berlin sind seither zahlreiche Sammler gefolgt und der Trend bricht nicht ab.


Katie Holmes


Fast könnte man meinen, Katie Holmes sei prädestiniert, Kunstmessen zu besuchen, schließlich entwickelte sich ihre Karriere in einer furchtlosen Pendelbeziehung zwischen Kunst und Kommerz. Holmes, nicht nur als Actrice, sondern auch als Gattin des derzeit die deutsche Widerstandsgeschichte aufarbeitenden Scientologen Tom Cruise bekannt, ist eine der ersten Prominenten die der Berliner Presse als Stargast des ART FORUM BERLIN angekündigt wurde. Im Star System Kunst hat sich längst auch ein Star-System der Sammler etabliert. Glamour fördert ohnehin den Absatz. Holmes soll also dem Käufer zeitgenössischer Kunst ein attraktives Gesicht verleihen. Ästhetik nicht nur in den Werken, sondern auch auf dem Catwalk zwischen den Ständen. Das Vermögen des Paars wurde anlässlich seiner Hochzeit auf 300 Millionen Dollar geschätzt.


Florian Illies


Im Zuge seiner durchaus steilen Karriere mit Ende 20 im Feuilleton der FAZ meinte Florian Illies (1971), sich mit seinem Buch „Generation Golf“ als Sprachrohr einer ganzen Generation erkannt zu haben. Seit der Herausgabe der Zeitschrift monopol – der Titel – ist Selbiges nun dem Kunstpublikum zugedacht. Bis Ende 2006 war Illies gemeinsam mit seiner Frau Amélie von Heydebreck sowohl Herausgeber als auch Chefredakteur der Zeitschrift. 2007 übernahm der ehemalige Welt am Sonntag-Kulturredakteur Cornelius Tittel die Chefredaktion, Illies und von Heydebreck blieben Herausgeber. Doch hat das Fürsprechen sich darin nicht erschöpft: den Anstoß zur Debatte um eine Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz ist Illies mitzuverdanken. Wir werden ihn noch oft von uns sprechen hören.


Georg Kargl
[Internat. Galerienbeirat]


Die Galerie Georg Kargl Fine Arts, deren Ausstellungsräume sich mit über 350 qm auf 3 Ebenen erstrecken, wurde im Juni 1998 in der Schleifmühlgasse, inmitten eines der inzwischen renommiertesten Galerieviertel Wiens eröffnet. Kargl konzentriert sich auf die Positionierung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Neben Einzelpräsentationen von u.a. Mark Dion (2001), Vera Frenkel (2003), Clegg & Guttmann (2005) zeigt die Galerie kuratierte Themenausstellungen, wie „From Above" (2004) oder die von Thomas Locher zusammengestellte Schau „Re-Production 2“ (2003). Der 150 qm große Oberlichtsaal einer ehemaligen Druckerei bietet darüber hinaus Platz für die Präsentation großer Installationen. Mit der Eröffnung der so genannten BOX schaffte Georg Kargl 2005 einen neuen Ausstellungsraum, der es ihm erlauben sollte, Projekte auch kurzfristiger zu realisieren. So konnte er etwa den US-amerikanischen Künstler Richard Artschwager dazu ermuntern, sich erstmals mit einer Fassadengestaltung auseinanderzusetzen und diese in Wien als dauerhafte Installation im öffentlichen Raum zu integrieren.


Coco Kühn


Coco Kühn ist Künstlerin, unter Vertrag war sie unter anderem bei der mittlerweile geschlossenen Berliner Galerie Markus Richter. Seit ihrer Erfindung des White Cube zusammen mit Constanze Kleiner kämpft die Kunstmanagerin Kühn um eine temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz. Der White Cube war 2005 aus den Ruinen im Palast der Republik erstanden: 36 international bekannte und in Berlin lebende Künstler hatten in Eigeninitiative die Chance genutzt, in unmittelbarer Nähe zur Museumsinsel auf die kreative Kraft der Stadt zu verweisen und die fehlende Kunsthalle für zeitgenössische Kunst mit ihrem Engagement zu thematisieren. Die Presseresonanz war groß, ebenso der Andrang von etwa 10.000 Besuchern in nur 9 Tagen. Berlin hat damit sein zweites temporäres Kunsthallenprojekt neben dem von Florian Illies geforderten temporären Projekt für den Berliner Schlossplatz.


Stella Lohaus
[Internat. Galerienbeirat]


Die Antwerpener Galerie Stella Lohaus feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen – mit einer Einzelausstellung zu neueren Bronzeskulpturen des ehemaligen Beuys-Schülers Bernd Lohaus (1940). Die Namensgleichheit ist kein Zufall; Stella Lohaus ist die Tochter von Anny De Decker und Bernd Lohaus. Von 1966 bis 1976 hatte das Ehepaar die legendäre Avantgarde-Galerie Wide White Space geführt, zu deren Künstlern unter anderen Dr. Hugo Heyrman (The Happy Spacemaker) und Panamarenko zählten. Die Galerie der Tochter fällt postmoderner aus, zu ihren Positionen gehören u.a. John Bock, Jan De Cock, Sven´t Jolle, Erik van Lieshout, Bjarne Melgaard und Manfred Pernice.


Gerd Harry Lybke
[Internat. Galerienbeirat]


Der Leipziger Gerd Harry Lybke (1961) ist der Ubiquitäre. Mit seiner 1992 in Berlin eröffneten Galerie Eigen + Art gehört er zu den derzeit erfolgreichsten Galeristen Deutschlands. Seine Laufbahn begann er in seiner Geburtsstadt Leipzig, wo die Stasi seine als Werkstatt getarnten Ausstellungen nicht zu verhindern wusste. Mitte der 1980er Jahre entdeckt Lybke Neo Rauch. Mittlerweile hängen dessen Werke in den bekanntesten Kunstsammlungen weltweit. Lybkes Interesse an junger deutscher Malerei ist nach wie vor groß und auch zusammen mit der Neuen Leipziger Schule machte seine Galerie Furore. Unter anderem vertritt er heute Martin Eder, Tim Eitel, Uwe Kowski, Jörg Herold, Christine Hill, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai und Matthias Weischer. Gerd Harry Lybke, der inzwischen in manchen Äußerungen Markt-Skepsis erkennen lässt, wird in Anlehnung an einen rotblonden Charakter der US-amerikanischen TV-Serie Lieber Onkel Bill „Judy“ genannt.


Christian Nagel
[Internat. Galerienbeirat]


Der 2002 nach Berlin gezogene Galerist Christian Nagel mag’s gerne inhaltlich, und das heißt: politisch. In seiner Galerietätigkeit geht es ihm um Aufklärung, um Konzepte und Haltungen der von ihm vertretenen Künstler und Künstlerinnen, die sich unterschiedlicher künstlerischer Mittel bedienen, so etwa Malerei, Fotografie, Video oder Installation. Neben zahlreichen weiteren Ausstellungen konnte Nagel deren Position in den verschiedenen documenta-Ausstellungen, der Biennale Venezia sowie dem Skulpturenprojekt Münster etablieren. Vertreten von ihm werden u.a. Michael Krebber, Christian Philipp Müller, Joseph Zehrer, Andrea Fraser, Hans-Jörg Mayer, Heimo Zobernig, Mark Dion. Eine jüngere Generation wird repräsentiert durch Stephanie Taylor, Markus Selg, Kalin Lindena oder Stefan Müller. Angefangen hat Nagel 1990 in Köln, wo er auch heute noch sitzt. In seiner Präsentation auf der Art Forum Berlin will Nagel den Frauen das Feld überlassen: Josephine Pryde, Martha Rosler, Andrea Fraser sollen „lustvoll und ironisch, bitterböse und sentimental die Sicht der Frauen auf die Welt unterstreichen“. Außer auf dem Art Forum Berlin trifft man die Galerie Christian Nagel auch bei der Armory Show, Art Athina, Frieze, Art Basel, Art Cologne sowie der Art Basel Miami Beach an.


Reinhard Onnasch (El Sourdog Hex)
[Sammler]


Bereits seit den 1960ern mit einer Galerie am Kurfürstendamm in Berlin zugegen, präsentiert Reinhard Onnasch seit Anfang diesen Jahres Stücke aus seiner Sammlung in der Galerie El Sourdog Hex. Diskreter als andere Berliner Sammler will sich Onnasch in seinem „kleinen Museum“  auf 300 qm in der Zimmerstraße präsentieren, wohl gemerkt in einer Vereinsgalerie. Um den Verkauf soll es nicht gehen, lediglich um die Präsentation von insgesamt 19 Künstlern mit Schwerpunkt auf die 1960er und 1970er Jahre. Eigentlich will Onnasch auch gar nicht in Zusammenhang mit der Galerie genannt werden – Understatement? Zurzeit werden noch bis Ende Oktober Landschaftsbilder von Bernd Koberling gezeigt.


Markus Richter


Bis 2005 war Markus Richter Galerist. Die Galerie vertrat aktuelle minimale, konstruktive und konzeptuelle Positionen. Sowohl viel versprechenden jungen Talenten wie Lucas Lenglet, Michael Sailstorfer oder Peter Welz als auch älteren Künstlern wie Alan Charlton, Hartmut Böhm, David Tremlett oder Barry le Va sollte ein Podium geboten werden. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Grenzbereich zwischen Architektur und Kunst. Markus Richter arbeitet seit Sommer 2005 als Kurator für European Art Projekts. Als erstes großes Ausstellungsprojekt hat er 2006 zusammen mit Sabrina van der Ley die Ausstellung „Ideal City - Invisible cities“ in Zamosc, Polen und Potsdam kuratiert. 2007 wird „Within the Big Structure - 60ties Utopia Revisited” in Berlin folgen. Für 2008 ist das Projekt „Finis Terrae - The End of the World” in Sagres, Portugal und Santa Maria di Leuca, Italien geplant.


Sabrina van der Ley
[Messeleitung]


Sabrina van der Ley (1967) ist die Chefin – in diesem Jahr zeichnet sie zum siebten Male für das Art Forum Berlin verantwortlich. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte, Anglistik und Germanistik in Köln arbeitete sie seit 1990 in Galerien in Europa und den USA, zwischen 1994 und 1997 war sie Geschäftsführerin der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig Köln e.V. und bis 1999 Kustodin der Berliner Privatsammlung Hoffmann. Seit Januar 2000 hält sie als künstlerische Leiterin die Fäden für das Art Forum Berlin in der Hand.


27. September 2007



Mehr im Dossier ART FORUM BERLIN 2007


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