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Absalon
Cellule No.2.
1992
Friedrich Christian Flick Collection
im Hamburger Bahnhof, ausgestellt 2005 in den Rieckhallen
© Estate of Absalon
Foto: Roman März

„Fast nichts“ im Hamburger Bahnhof, Berlin - Teil 1

Nichts ist zu sehen

Anne Marie Freybourg
12. Januar 2006
Die Zielrichtung der Begründer der Minimal Art war eine antimetaphysische; gegen den Illusionismus wurde das Faktische der Wahrnehmung gesetzt. Auf die Frage nach ihrem heutigen Verständnis antwortet die derzeitige Ausstellung „Fast nichts - Minimalistische Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof“ und eröffnet ganz andere philosophische Dialoge. Das Ausstellungskonzept bezieht sich auf Susan Sontags „nothingtoseeness“ und Hannes Böhringers „Fast Nichts“, als Grenzmarken ästhetischer Spiritualität und Sensibilität, die den Weg zu minimalistischen Tendenzen der Gegenwartskunst weisen sollen. Die kuratorische Intention zielt darauf, eine „mythologische Bildform“ entdecken zu können, die den Betrachter die philosophisch wie ästhetische Herausforderung des „Nichts“ wahrnehmen lässt. Dabei ist nicht immer zu entscheiden, ob es eine kalkulierte Gewichtigkeit oder mystische Einfachheit ist, die die Arbeiten kennzeichnet. So produziert das Konzept der Ausstellung eine spezifische Ambiguität. Denn was hier passiert, ist einerseits eine Überdehnung und Verunklarung des herkömmlichen Verständnisses des Minimalismus. Andererseits aber wird – in einer Zeit, in der die Frage nach der Religion geradezu boomt – eine interessante Neubetrachtung ermöglicht.
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Das gewisse Nichts von Michael Mayer
Fast nichts falsch gemacht. Der Hamburger Bahnhof zeigt Minimalistisches aus der Flick Collection.


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