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Eric Aichinger

2010
Dezember
Er wollte den Blick des modernen Menschen revolutionieren, dessen Sinne schärfen und ihn auf die neue Zeit einschwören. László Moholy-Nagy trieb die Avantgarde mit Lichtexperimenten voran – in Berlin sieht sein Werk allerdings blass aus.
November
In der „Stalintorte“ ist die Demokratie lebendig wie nie. Der niederländische Künstler Aernout Mik entwirft in seiner Videoinstallation Szenen utopischer Zustände.
Oktober
Amie Siegel führt Krieg. In ihrer Berliner Ausstellung schlagen fiktive Kombatantinnen schlachten gegen die Zeichensprache unserer Mediengesellschaft.
Die Ausweitung der Kunstgeschichte: Die Schau „Das Verlangen nach Form“ in der Akademie der Künste, Berlin, stellt die brasilianische Moderne vor.
Das Fotobuch boomt, und mit ihm das Buch über das Fotobuch: Drei Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Korrigieren der Alltagswahrnehmung.
September
In der Berliner Galerie Thumm wird Kunstgeschichte rekonstruiert. Anna Oppermanns Installation ist ein Schlüsselwerk der 1970er-Jahre.
Der Kunstbetrieb kennt Altmeister und Stars. Und er kennt „Künstler-Künstler“. David Lamelas ist ein solcher stiller Held der Kunstgeschichte.
Manche künstlerische Position mit Gesellschaftsbezug wird von der Zeit überholt. Jürgen Klaukes Spiel mit geschlechtlicher Identität funktioniert heute noch.
August
Misserfolg als Glücksfall. Dem Fotografen Saul Leiter gab er Gelegenheit zum ungestörten Arbeiten. Nun aber wird sein Werk endlich entdeckt.
Miroslav Tichý war eine späte Entdeckung für den neuigkeitshungrigen Markt. Sein Erfolg zeigt auch, wie sehr der Kunstbetrieb Mythen liebt.
Juli
Campagne Première in Berlin untersucht das Verhältnis von Haupt- und Nebenwerken, ohne nahrhafte Antworten zu liefern.
Elaine Sturtevant will in ihrer Berliner Ausstellung zur Bildkritik anstiften, verwirrt ihr Publikum aber durch philosophische Überfrachtung.
Eine Ausstellung mit Video- und Klanginstallationen zeigt im Deutsche Guggenheim, Berlin, engagierte Kunst aus Indien.
Juni
Große Gesten: Thomas Schulte, Berlin, zeigt Gordon Matta-Clarks brachiale Architektureinschnitte und eine Maschinenskulptur von Alice Aycock.
Unwiederbringlich verloren: Bei Sotheby’s New York wurde die einzigartige Fotografiesammlung der Firma Polaroid versteigert.
Dass Bilder uns belügen, ist allbekannt. Wie sehr uns aber auch ihre Formen und Formeln manipulieren, zeigt eine klug-ironische Schau bei Adamski, Berlin.
Berlins Museum für Fotografie hat einen neu restaurierten Kaisersaal. Doch der will gefüllt sein. Der Institution aber fehlen Bestände.
Mai
Das Verfahren ist so simpel wie überzeugend: Michael Schirner löscht Personen auf bekannten Medienbildern aus und befragt so unser kollektives Unbewusstes.
Mit Stricheln die Zeit anhalten: Gerhard Faulhabers Zeichnungen nach alten Fotografien verlangsamen den Blick, bis er auf sich selber schaut.
Gallery Weekend Berlin (Teil 3): Beim Galerierundgang gab es auch Marktschreierei. Vielerorts beeindruckte dennoch das Vermittlungshandwerk.
April
Ingo Mittelstaedt montiert die Geschichte und Technik der Fotografie auseinander. Das macht er ebenso geschickt wie unterhaltsam.
Jazzgrößen und Helden des Alltags, Elitesoldaten und das Arsenal der Zollfahndung: Vier Bildbände zu Klassikern und Zeitgenossen der Fotokunst.
In den frühen Tagen der Videokunst waren die Filme krude, die Utopien groß. Die Berliner Schau „VT ≠ TV Videotape is not Television“ zeigt beides.  
März
„Wiederkehr der Landschaft“ in der Berliner Akademie der Künste ist eine sehenswerte interdisziplinäre Schau zum Thema Klimawandel.
Februar
In ihrer Schau bei Barbara Weiss, Berlin, zeigt Heike Baranowsky Bekanntes: dass und wie uns die apparativen Bildmedien Welt vorgaukeln.
Der Fotograf Don McCullin hat sich der Dokumentation von Krieg und sozialen Missständen verschrieben. C/O Berlin zeigt einen Überblick über sein Werk.
Vier Publikationen von und über Fotografen widerlegen das Vorurteil, dass Bildbände nur Dekoratives für Tisch und Auge bieten.
Januar
Luigi Ghirri beobachtet die Welt mit sanftmütiger Ironie. Reception Berlin zeigt seine erste Einzelausstellung in Deutschland seit 25 Jahren.
Die Beziehung der Kunst zum Bühnenhaften will eine Gruppenschau in der Johnen Galerie erkunden, gerät aber zur theatralischen Selbstinszenierung.
In seinen illusionistischen Fotografien macht Georges Rousse Raum als Kategorie und als Bedingung für Erkenntnis erfahrbar.
2009
Dezember
Das Freudenhaus wird zum Horrorkabinett. Auch fast 50 Jahre nach seinem Entstehen ist Ed Kienholz‘ Environment „Roxys“ von beklemmender Eindringlichkeit.
Jordan Wolfson lässt bei Johann König die Cola-Fläschchen marschieren und wirbelt vertraute Medien- und Werbewelten durcheinander.
November
Eine exzellente Schau in Ludwigshafen revidiert unser Bild vom Surrealismus. Nicht nur Paris, auch Prag war künstlerisches Zentrum jener Bewegung.
Oktober
Manchmal ist Kunst eine Flaschenpost. In der Frankfurter Schirn wird mit Moholy-Nagys Raum der Gegenwart eine echte Reformbotschaft entkorkt.
In ihrem aktuellen Video erzählen Hubbard/Birchler die unendliche Geschichte des Kinos. Die Hauptrolle aber spielt der Betrachter.
September
Es gibt erzählerische Kunst. Und es gibt Kunst, die unseren Erzählglauben stört. Ceal Floyer erzählt uns mit jeder Irritation die Bedingungen unserer Wahrnehmung nach.
August
Eine Gruppenschau in der Berliner Akademie der Künste widmet sich dem Alltag im Postsozialismus. Konflikte werden dabei ausgeblendet.
Juli
Die Ausstellung „Source Codes“ bei Sprüth Magers Berlin erscheint wie ein Club der Gentlemen. Doch sie hat das Potenzial zu einer Befragung historischer Kategorisierungen.
Das Medium ist jung, entsprechend wenige Publikation gibt es zum Thema Videokunst. Doch der Sammelband „Art of Projection“ ist kein Buch für Einsteiger.
Juni

Preisträgerausstellungen sind oft Gemischtwarenläden. Der Deutsche Börse Photography Prize dagegen demonstriert die Macht fotografischer Intelligenz.

Manchmal ist eine Entstehungsgeschichte spannender als ein Werk selbst. Das gilt auch für den Underground-Film „The Telephone Book“, jüngst dem cineastischen Vergessen entrissen.
April
Das Thema von Józef Robakowski ist das Material, mit dem er arbeitet. Im Falle seiner Ausstellung im Polnischen Institut Berlin ist es das Licht, das er durch perforierte Filmbänder schickt.
Der Fotograf Helmar Lerski gilt heute als Klassiker. Lange tat man sich mit seinen Porträts schwer, die das Gesicht als künstlerische Modelliermasse auffassen.
März
In Berlin hat man ihn so oft noch nicht gesehen. Nun zeigt Christopher Williams bei Capitain Petzel seine überperfekt inszenierten Fotografien. Die damit ihre Künstlichkeit beredt entblößen.
Die Ausstellung der sogenannten „Helsinki School“ im Kunstmuseum Wolfsburg zeigt vor allem eines: Wie man ein Label kreiert und bewirbt.
Harun Farocki ist wahrlich kein Unbekannter. Dennoch war sein Werk in Berlin bislang kaum zu sehen. Eine Ausstellung bei Barbara Weiss leistet Aufklärungsarbeit.
Februar
Gerne ziehen Künstler die Wissenschaft heran, um die Verlässlichkeit aller Erkenntnis in Zweifel zu ziehen. Cornelia Schmidt-Bleek tut dies ebenso gekonnt wie poetisch.
Mit Effizienz und Einfachheit erweist sich Pavel Büchler als Tricktechniker der Konzeptualismuskritik.
Im neuen Video von Guy Ben-Ner dressieren Menschen Tiere und der Künstler seine Protagonisten. Eine Parabel über das Leben.
Januar
Die Videos von Aernout Mik sind und zeigen Sozialexperimente, bei denen alles aus dem Ruder läuft. Doch im Chaos liegt zugleich die Chance.
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