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Die chinesischen Behörden habe den Anfang April verhafteten, regimekritischen Künstler Ai Weiwei aus der Haft entlassen. Frei ist er damit noch lange nicht. Er darf Peking nicht verlassen. Das artnet Magazin hat in den letzten Jahren regelmäßig über den Künstler berichtet.

Künstlerseite von Ai Weiwei auf artnet

Einst pries sie sich jung, wild und unwiderstehlich. Hat sich die innovative Berliner Kunstmesse durch den Boom des Kunstmarktes verändert?

Im Eröffnungstrubel der 51. Biennale di Venezia wirkt die Kunstwelt wie ein Pilzbefall, der sich über die Stadt legt; in der kleinsten Gasse noch trifft sich, wer gesehen werden will. „How’s it going“ – und im Vorüberhuschen wirft man den Getroffenen noch kürzlich Erreichtes und großartig Geplantes hinterher. Dazwischen schaut man eilig auf die Kunst und lässt sich erzählen, auf welcher Party man hätte sein müssen, auf welcher Yacht, auf welchem Geburtstag. Drei Tage später ist der Spuk vorüber, die Stadt leert sich, der Blick auf die Kunst wird wieder freier. Den richtigen Geheimtipp jedoch gibt es nicht und die Künstler gaben sich insgesamt mäßig Mühe, aus dem Überangebot herauszuragen. Wie groß die metaphysische Misere ist, lässt sich an der massiven Produktion von Kunst ablesen und an der Stärke des Reizes, den sie glaubt, hervorrufen zu müssen – der Rausch überdeckt alle Fragen oder aber sie verpuffen in Zynismus.

Das Art Forum Berlin als Kristallisationspunkt der hauptstädtischen Kunstwelt feiert 10-jähriges Jubiläum. Nie ist Berlin so international wie während der kurzen Woche im Herbst! Da birst die Stadt vor Energie: Galerien und Künstler zeigen ihr Bestes und sogar die Kunstinstitutionen beginnen langsam, mit an dem Strang zu ziehen. Das internationale Publikum, das zu diesem Anlass anreist, erkennt unsere Stadt dann zu Recht als kleine Zwillingsschwester von New York. Für die Berliner ist die Zeit um die Messe herum das jedes Jahr erneuerte Versprechen auf eine goldene Zukunft. Die Zeichen stehen gut: Im etwas schwierigen deutschen Galerienmarkt entsteht neuer Schwung und selbst kleinere „upstart“-Galerien in Berlin berichten von ausverkauften Vernissagen. Mit dem Art Forum Berlin als Schaufenster zur Welt etabliert sich Berlin immer mehr auch als wichtiger Marktplatz.

Die RAF-Ausstellung polarisiert. Zwischen Mythos und Revolutionsromantik einerseits und Medienanalyse andererseits angeordnet, verschließt sich die zeitgeschichtliche Erfahrung der Rote Armee Fraktion. Wird in der Ausstellung Geschichte aufgearbeitet oder neutralisiert? Die artnet Autoren diskutieren aus verschiedenen Blickwinkeln die kontroverse Ausstellung.

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