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Cathy Wilkes
Non Verbal (version), 2006
Installation 2007
Courtesy of Galerie Giti Nourbakhsch, Berlin
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Gallery Weekend Berlin 2007

29 GALERIEN – 29 ERÖFFNUNGEN

Mario Airò und Cathy Wilkes bei Galerie Giti Nourbakhsch


Sherin Hamed
27. April 2007


Gallery Weekend Berlin 2007 - artnet Magazin „Ywap“, Mario Airò / „Non Verbal (version)“, Cathy Wilkes bei Galerie Giti Nourbakhsch, Kurfürstenstraße 12, 10785 Berlin. 27. April bis 26. Mai bzw. 30. April 2007

Einer künstlerischen Idee durch Poesie ein ästhetisches Geleit zu geben, ist ein hochfliegender Gedanke. Mario Airò thematisiert in seiner Ausstellung „Ywap“ mit seinen installierten Objekten den ewigen Traum vom Fliegen. Dieses Verlangen, das schon seinen Landsmann Leonardo da Vinci um den Schlaf brachte, hat der 1961 in Padua geborene und heute in Chianti lebende Künstler in mobile Metaphern übersetzt – genauer in zwei abstrahierte Bienenkörbe, die, mit Licht durchdrungen, Flugspuren auf den Boden zeichnen.

Auf der anderen Seite des Raumes blitzt ein Schriftbild auf. Das Werk trägt den Titel der Ausstellung und referiert auf ein Gedicht des Literaten Walt Whitman, der als ein Begründer der modernen amerikanischen Dichtung gilt. Lesbar ist Airòs knallgelbe Schriftlinie nicht mehr, doch als reines Zeichen möchte er sie auch nicht verstanden wissen. Es ist ein Signal, das Airò an uns sendet. Der Künstler choreografiert den realen Raum und versucht, ihn zu einem Areal emotionaler Erfahrungen zu aktivieren: „I always try to realize a kind of experience field – to create a situation that opens up our perceptions.“ Der Traum vom Fliegen findet in Airòs Objekten eine überraschend am Boden haftende Umsetzung. Eine Erkenntnis ist jedenfalls garantiert: Die Überwindung der Schwerkraft überlässt der Künstler uns.

Der 1966 in Belfast geborenen Cathy Wilkes ist die zweite Ausstellung gewidmet. Heute in Glasgow lebend, präsentiert sie ihre Arbeiten überwiegend in Irland und Großbritannien. In deutschen Gefilden gastiert sie eher selten – umso erfreulicher, dass Giti Nourbakhsch sie nun schon zum dritten Mal nach Berlin eingeladen hat. Anlässlich des Galerienwochenendes zeigt die Künstlerin ihre raumübergreifende Multimediainstallation Non Verbal (version) aus dem Jahr 2006. In der minimalistischen Inszenierung fügen sich vorgefundene Protagonisten wie eine behelmte Schaufensterpuppe, ein Kinderwagen und ein Fernseher zu verstörenden Kompositionen. In diesem Theater der obskuren Verknüpfungen wird unsere Imagination zum Kalkül. Wilkes Rechnung geht auf, die Schaulust ist entzündet.

Die Preise von Mario Airòs Arbeiten liegen zwischen 12.000,-  und 30.000,- Euro.
Cathy Wilkes Installation „Non Verbal (version)“ von 2006 kostet ca. 36.700,- Euro.

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