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Autoren
Dominikus Müller
Dominikus Müller, geboren 1978 in Memmingen, hat Soziologie in Berlin und London studiert. Seit 2007 schreibt er regelmäßig für verschiedene nationale und internationale Magazine und Tageszeitungen über zeitgenössische Kunst. Lebt in Berlin.
2010
Dezember
1. Dezember 2010
Artisten in der Museumskuppel: ratlos!
Dominikus Müller
Ein bisschen Abstand tut immer gut. Vor allem zu Fliegenpilzen und Rentierurin. Wie wirkt Carsten Höllers umstrittene Installation Soma, nachdem sich der mediale Trubel um sie gelegt hat? Das eigentliche Versuchskaninchen im Hamburger Bahnhof bleibt der Mensch.
November
11. November 2010
Falsche Fährten
Dominikus Müller
Menschen mit Fantasie sollten die Ausstellung von Jason Dodge meiden.
Oktober
29. Oktober 2010
Antihaftbeschichtetes Liebesdrama
Dominikus Müller
Keren Cytters aktuelle Schau bei Christian Nagel, Berlin, schaut wie gewohnt in emotionale und existenzielle Abgründe. Doch wird sie etwa selbstironisch?
27. Oktober 2010
Wert, in Form gegossen
Dominikus Müller
Kuratorisches Gesamtkunstwerk: Die Gruppenschau „My Lonely Days Are Gone“ bei ARRATIA, BEER, Berlin, macht aus Abstraktion im besten Sinne Interior Design.
22. Oktober 2010
Die Ästhetik der kurzen Wege
Dominikus Müller
Diese Umzugskartons haben es in sich: Was wie Abfallprodukte der Alltagskultur wirkt, ist eine kluge Reflexion über die Inszenierung von Wirklichkeit.
9. Oktober 2010
Das Ende des Durchreicheprinzips
Dominikus Müller
Unüberbrückbares Qualitätsgefälle: Selten schien die Kluft zwischen dem art forum berlin und den Satellitenmessen so groß. Nur die abc überzeugt.
6. Oktober 2010
Die alte Tante Gruppenschau
Dominikus Müller
Manche Ausstellung des steirischen herbst 2010 wirkt müde. Überzeugend ist es da, wo die Kunstwerke nicht unter einem kuratorischen Überbau ächzen.
1. Oktober 2010
Traditionstracht Feminismus
Dominikus Müller
Feminismus in der Kunst ist wichtiger denn je. In München aber bestätigen K8 Hardy & Ulrike Müller nur alte ästhetische Klischees.
September
25. September 2010
Die Welt mit Nadel und Faden heilen
Dominikus Müller
Yoko Ono ist mit einer großen Mission nach Berlin gekommen: Ihre Kunst soll die Welt verbessern. Doch statt Partizipation gibt es vor allem Pathos.
15. September 2010
Diskurs mit Wespentaille
Dominikus Müller
Rita McBride verwandelt den Streit um eine öffentliche Skulptur in eine Mischung aus Selbsttherapie, Konzeptkunst und cleverem Merchandising.
10. September 2010
In der Konzeptschleuse
Dominikus Müller
Im Fluss der Medien: In einer Publikation und Schau bei Gentili Apri, Berlin, ist Übersetzung zu gleichen Teilen Material, Thema und Strategie.
2. September 2010
Die Sammlung als Glücksfall
Dominikus Müller
Das Museum Ludwig Köln kann bei seiner sehenswerten Schau „Bilder in Bewegung“ aus dem Vollen schöpfen: dem eigenen Sammlungsbestand.
August
19. August 2010
Impulse aus dem Möbelhaus
Dominikus Müller
Ein kleiner Bildband, ein materialreiches Nachschlagewerk, ein lesenswerter Reader: Drei neue Bücher zum Umfeld „Kapitalistischer Realismus“.
17. August 2010
Die menschliche Malmaschine
Dominikus Müller
Franz Ackermann malt keine Bilder, er schafft Modelle unserer unübersichtlichen Welt. In seiner neuen Ausstellung erstarrt dieser Anspruch zur Pose.
5. August 2010
Die enthauptete Erzählung
Dominikus Müller
Gymnastischer Glücksfall: Omer Fast gelingt der Spagat zwischen Katalog und Künstlerbuch. Kitty Kraus aber publiziert Bodenturnen für Anfänger.
Juli
20. Juli 2010
Nationale Wohlfühlfolie
Dominikus Müller
Die Berliner Gruppenschau „Who Knows Tomorrow“ will das Verhältnis Afrika-Europa beleuchten. Und zeigt vor allem Political Correctness.
16. Juli 2010
Das fliegende Galerienviertel
Dominikus Müller
Halb Klassenfahrt, halb mobiles Messe-Modell: Auf Island zeigen 14 internationale Galerien einen Monat lang Kunst.
8. Juli 2010
Das Auge des Archivs
Dominikus Müller
Als die Stadt noch rau und die Kunst noch politisch war: „Goodbye London“ in der NGBK, Berlin, blickt zurück auf die 1970er-Jahre in England.
Juni
30. Juni 2010
Orpheus in der Unterschicht
Dominikus Müller
In der Berliner Galerie Koch Oberhuber Wolff lädt Michael E. Smith zur Höllenfahrt. Der soziale Abstieg wird zur physischen Naherfahrung.
17. Juni 2010
Arbeit an der Leerstelle
Dominikus Müller
Die Macht der Verdrängung: Julian Rosefeldts Ausstellung in der Berlinischen Galerie zeigt kollektiv Vergessenes und Vergessen als Überlebensprinzip.
11. Juni 2010
Eingebauter Denkabstand
Dominikus Müller
Kathrin Rhomberg erweist sich als Kuratorin der Künstler. Selten ließ eine Großveranstaltung Werken und Besuchern so viel Raum.
9. Juni 2010
Im Dickicht der Vielfalt
Dominikus Müller
Das Berlin Documentary Forum will eine Biennale für das Dokumentarische sein. Der Ansatz ist gut, doch das Projekt zerfällt in gelungene Einzelevents.
1. Juni 2010
Strass an der Kappe
Dominikus Müller
Früher fielen Mäzene ungern auf. Die Hamburger Deichtorhallen dagegen zelebrieren die Sammlerin Julia Stoschek als Werbeträgerin für die Kunst.
Mai
26. Mai 2010
Wissen von der Resterampe
Dominikus Müller
Dave Hullfish Bailey betreibt bei Krome, Berlin, nostalgische Moderne-Reflexion. Die Bibliothek wird zum Sinnbild einstiger Wissensorganisation.
19. Mai 2010
Durch die Leere zittern
Dominikus Müller
Die Bauchrednerpuppe wird zum Sprachrohr des Verdrängten, die geometrische Form zur Metapher für das Soziale: Asta Gröting im Berliner n.b.k.
13. Mai 2010
Vorsicht beim Aufblättern
Dominikus Müller
Zwei überraschend akademische Bücher zu Richard Hamilton und zur Sprache des Comics. Und ein Buch wie ein psychedelischer Trip.
11. Mai 2010
Hohlgelaufenes Perpetuum Mobile
Dominikus Müller
Manche Künstler sollte man vor dem Kunstbetrieb schützen. Olafur Eliasson etwa baut den Menschen Kaleidoskope. Doch alle Welt interpretiert Tiefsinn in sie hinein.
4. Mai 2010
Der monotone Klang schnurrender Katzen
Dominikus Müller
Gallery Weekend Berlin (Teil 1): Über Künstler als Schläfer, Steine mit Zahlen und die Galerie als widerstandsfähiges Einrichtungshaus.
April
7. April 2010
Ducken und Tarnen
Dominikus Müller
In der Temporären Kunsthalle Berlin inszenieren Tilo Schulz und Jörg van den Berg eine Ausstellung voller kreuzbraver Konventionen.
1. April 2010
Schutzzone des Analogen
Dominikus Müller
In manchen Nischen überlebt die nicht-digitale Welt. Die Künstlerpublikation bietet einen Hort für Buchdruck und Schallplatten-Pressung.
März
24. März 2010
Lebensspuren im Labyrinth
Dominikus Müller
Die Gegenwartskunst ist süchtig nach Historie. Bei Agnieszka Polska jedoch ist Geschichte nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Selbstanalyse.
18. März 2010
Der Zauber der Sperrholzplatte
Dominikus Müller
Mariele Neudeckers aktuelle Schau bei Barbara Thumm kreist um das Sehen. Ihre Werke balancieren zwischen Illusion und Ent-Täuschung.
12. März 2010
Der Riss durchs Museum
Dominikus Müller
„Early Years“ in den Berliner Kunst-Werken ist eine Schau über ein Museum, das es noch gar nicht gibt. Und damit für Kontroversen sorgt.
4. März 2010
Die Angriffslust der Roten Berta
Dominikus Müller
Zu Harun Farocki ist ein großartiger Katalog erschienen. Zwei Bücher über die jüngeren Kollegen Guy Ben-Ner und Nasan Tur leisten wackere Grundlagenforschung.
Februar
27. Februar 2010
Für mich gibt es diese Lust am Schauen nicht
Dominikus Müller
Elke Krystufek im artnet-Gespräch über die Aggression das permanente Scheitern der Blicke und die permanente Aggression der Kunstproduktion.
3. Februar 2010
Drängendes, gärendes Fleisch
Dominikus Müller
Hier leistet der Zombie Gesellschaftskritik. Der neue Film von Bruce LaBruce nutzt Pornografie als künstlerisch befreite Zone.
Januar
28. Januar 2010
Das Bergwerk der Splatterromantik
Dominikus Müller
Ben Cottrell drückt bei Ben Kaufmann schwer auf die Tube und unternimmt Ausflüge in Bergromantik und schwülstige Sexualität.
23. Januar 2010
Die Dominanz der Mitte
Dominikus Müller
In ihrem aktuellen Video lässt Jeanne Faust ein Pressefoto nachstellen und uns bei den Mechanismen der Bildwerdung zusehen.
21. Januar 2010
Forscher im Kunstschnee
Astrid Mania, Dominikus Müller
Wie mit den fremden Gästen im eigenen Haus umgehen? Die gemeinschaftlich kuratierte Schau ist eine Antwort beim Galerienaustausch Berlin-Paris.
19. Januar 2010
Fluchtlinien aus der Moderne
Astrid Mania, Dominikus Müller
Der Galerienaustausch Berlin-Paris geht in die zweite Runde. Viele der 13 Berliner Galerien haben sich dabei für klassische Positionen entschieden.
13. Januar 2010
Die Halbwertzeit der Utopien
Dominikus Müller
Wenn der Fortschrittsglaube von einst zum Trauma der Gegenwart wird: Armin Linke inszeniert bei Klosterfelde Berlin eine gescheiterte Zukunft.
6. Januar 2010
Die Einnistung der Epiphyten
Dominikus Müller
Carsten Fock hält seine Kunst in einer prekären Balance. Im Bregenzer Kunstverein erweitern sich die Bilder in den Raum, während der Raum Bild wird.
2009
Dezember
29. Dezember 2009
In zwei Stunden die Welt notieren
Dominikus Müller
Channa Horwitz erklärt im artnet-Gespräch mit Dominikus Müller, wie mit Ende 60 die Karriere beginnt und warum ehrliche Kunst abwarten kann.
17. Dezember 2009
Von der Künstler-Tropfsteinhöhle ins Scheinwerferlicht
Dominikus Müller
Es gibt den Katalog als vermittelnden Kontext-Provider, und Kataloge, die selbst Kunst sind. Bücher zum Schenken (Teil2).
12. Dezember 2009
Das Motorgeräusch der Kunstfabrik
Dominikus Müller
Die Kreativindustrie ist Berlins großer Mythos. Karin Sander lässt in der Temporären Kunsthalle seinen Chor erklingen.
10. Dezember 2009
Das Rattern der Erinnerung
Dominikus Müller
Mit David Maljkovic und Cyprien Gaillard haben sich Sprüth Magers die Moderne-Befrager ins Haus geholt. Gaillard brilliert dabei mit berührenden Bildern.
2. Dezember 2009
Tautologisches Kammerspiel
Dominikus Müller
Eine Ausstellung im n.b.k. Berlin reklamiert „Die Welt als Bühne“ und kommt doch nicht über eine klischeehafte Selbstreflexion des Kunstbetriebs hinaus.
November
26. November 2009
Aktivismus zum Hineinschlüpfen
Dominikus Müller
Silke Wagner wird ruhiger. In ihrer aktuellen Schau nutzt sie den Umweg über die Mode, um das Verhältnis von Ästhetik und Aktivismus zu reflektieren.
18. November 2009
Der Schoß ist eine Zwiebel
Dominikus Müller
Seit der Konzeptkunst sind Formen populär in der Kunst. Gianfranco Baruchello aber ist ein Künstler der Anti-Formel, chaotisch, organisch und produktiv.
10. November 2009
Angriff der Suprematistengötter
Dominikus Müller
In Pavel Peppersteins aktuellem Zeichnungszyklus geht es um Allmachtsfantasien. Griechische Sagenwelt und russischer Suprematismus prallen aufeinander.
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