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Dominikus Müller

Dominikus Müller, geboren 1978 in Memmingen, hat Soziologie in Berlin und London studiert. Seit 2007 schreibt er regelmäßig für verschiedene nationale und internationale Magazine und Tageszeitungen über zeitgenössische Kunst. Lebt in Berlin.
2010
Dezember
Ein bisschen Abstand tut immer gut. Vor allem zu Fliegenpilzen und Rentierurin. Wie wirkt Carsten Höllers umstrittene Installation Soma, nachdem sich der mediale Trubel um sie gelegt hat? Das eigentliche Versuchskaninchen im Hamburger Bahnhof bleibt der Mensch.
November
Menschen mit Fantasie sollten die Ausstellung von Jason Dodge meiden.
Oktober
Keren Cytters aktuelle Schau bei Christian Nagel, Berlin, schaut wie gewohnt in emotionale und existenzielle Abgründe. Doch wird sie etwa selbstironisch?
Kuratorisches Gesamtkunstwerk: Die Gruppenschau „My Lonely Days Are Gone“ bei ARRATIA, BEER, Berlin, macht aus Abstraktion im besten Sinne Interior Design.
Diese Umzugskartons haben es in sich: Was wie Abfallprodukte der Alltagskultur wirkt, ist eine kluge Reflexion über die Inszenierung von Wirklichkeit.
Unüberbrückbares Qualitätsgefälle: Selten schien die Kluft zwischen dem art forum berlin und den Satellitenmessen so groß. Nur die abc überzeugt.
Manche Ausstellung des steirischen herbst 2010 wirkt müde. Überzeugend ist es da, wo die Kunstwerke nicht unter einem kuratorischen Überbau ächzen.
Feminismus in der Kunst ist wichtiger denn je. In München aber bestätigen K8 Hardy & Ulrike Müller nur alte ästhetische Klischees.
September
Yoko Ono ist mit einer großen Mission nach Berlin gekommen: Ihre Kunst soll die Welt verbessern. Doch statt Partizipation gibt es vor allem Pathos.
Rita McBride verwandelt den Streit um eine öffentliche Skulptur in eine Mischung aus Selbsttherapie, Konzeptkunst und cleverem Merchandising.
Im Fluss der Medien: In einer Publikation und Schau bei Gentili Apri, Berlin, ist Übersetzung zu gleichen Teilen Material, Thema und Strategie.
Das Museum Ludwig Köln kann bei seiner sehenswerten Schau „Bilder in Bewegung“ aus dem Vollen schöpfen: dem eigenen Sammlungsbestand.
August
Ein kleiner Bildband, ein materialreiches Nachschlagewerk, ein lesenswerter Reader: Drei neue Bücher zum Umfeld „Kapitalistischer Realismus“.
Franz Ackermann malt keine Bilder, er schafft Modelle unserer unübersichtlichen Welt. In seiner neuen Ausstellung erstarrt dieser Anspruch zur Pose.
Gymnastischer Glücksfall: Omer Fast gelingt der Spagat zwischen Katalog und Künstlerbuch. Kitty Kraus aber publiziert Bodenturnen für Anfänger.
Juli
Die Berliner Gruppenschau „Who Knows Tomorrow“ will das Verhältnis Afrika-Europa beleuchten. Und zeigt vor allem Political Correctness.
Halb Klassenfahrt, halb mobiles Messe-Modell: Auf Island zeigen 14 internationale Galerien einen Monat lang Kunst.
Als die Stadt noch rau und die Kunst noch politisch war: „Goodbye London“ in der NGBK, Berlin, blickt zurück auf die 1970er-Jahre in England.
Juni
In der Berliner Galerie Koch Oberhuber Wolff lädt Michael E. Smith zur Höllenfahrt. Der soziale Abstieg wird zur physischen Naherfahrung.
Die Macht der Verdrängung: Julian Rosefeldts Ausstellung in der Berlinischen Galerie zeigt kollektiv Vergessenes und Vergessen als Überlebensprinzip.
Kathrin Rhomberg erweist sich als Kuratorin der Künstler. Selten ließ eine Großveranstaltung Werken und Besuchern so viel Raum.
Das Berlin Documentary Forum will eine Biennale für das Dokumentarische sein. Der Ansatz ist gut, doch das Projekt zerfällt in gelungene Einzelevents.
Früher fielen Mäzene ungern auf. Die Hamburger Deichtorhallen dagegen zelebrieren die Sammlerin Julia Stoschek als Werbeträgerin für die Kunst.
Mai
Dave Hullfish Bailey betreibt bei Krome, Berlin, nostalgische Moderne-Reflexion. Die Bibliothek wird zum Sinnbild einstiger Wissensorganisation.
Die Bauchrednerpuppe wird zum Sprachrohr des Verdrängten, die geometrische Form zur Metapher für das Soziale: Asta Gröting im Berliner n.b.k.
Zwei überraschend akademische Bücher zu Richard Hamilton und zur Sprache des Comics. Und ein Buch wie ein psychedelischer Trip.
Manche Künstler sollte man vor dem Kunstbetrieb schützen. Olafur Eliasson etwa baut den Menschen Kaleidoskope. Doch alle Welt interpretiert Tiefsinn in sie hinein.
Gallery Weekend Berlin (Teil 1): Über Künstler als Schläfer, Steine mit Zahlen und die Galerie als widerstandsfähiges Einrichtungshaus.
April
In der Temporären Kunsthalle Berlin inszenieren Tilo Schulz und Jörg van den Berg eine Ausstellung voller kreuzbraver Konventionen.
In manchen Nischen überlebt die nicht-digitale Welt. Die Künstlerpublikation bietet einen Hort für Buchdruck und Schallplatten-Pressung.
März
Die Gegenwartskunst ist süchtig nach Historie. Bei Agnieszka Polska jedoch ist Geschichte nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Selbstanalyse.
Mariele Neudeckers aktuelle Schau bei Barbara Thumm kreist um das Sehen. Ihre Werke balancieren zwischen Illusion und Ent-Täuschung.
„Early Years“ in den Berliner Kunst-Werken ist eine Schau über ein Museum, das es noch gar nicht gibt. Und damit für Kontroversen sorgt.
Zu Harun Farocki ist ein großartiger Katalog erschienen. Zwei Bücher über die jüngeren Kollegen Guy Ben-Ner und Nasan Tur leisten wackere Grundlagenforschung.
Februar
Elke Krystufek im artnet-Gespräch über die Aggression das permanente Scheitern der Blicke und die permanente Aggression der Kunstproduktion.
Hier leistet der Zombie Gesellschaftskritik. Der neue Film von Bruce LaBruce nutzt Pornografie als künstlerisch befreite Zone.
Januar
Ben Cottrell drückt bei Ben Kaufmann schwer auf die Tube und unternimmt Ausflüge in Bergromantik und schwülstige Sexualität.
In ihrem aktuellen Video lässt Jeanne Faust ein Pressefoto nachstellen und uns bei den Mechanismen der Bildwerdung zusehen.
Wie mit den fremden Gästen im eigenen Haus umgehen? Die gemeinschaftlich kuratierte Schau ist eine Antwort beim Galerienaustausch Berlin-Paris.
Der Galerienaustausch Berlin-Paris geht in die zweite Runde. Viele der 13 Berliner Galerien haben sich dabei für klassische Positionen entschieden.
Wenn der Fortschrittsglaube von einst zum Trauma der Gegenwart wird: Armin Linke inszeniert bei Klosterfelde Berlin eine gescheiterte Zukunft.
Carsten Fock hält seine Kunst in einer prekären Balance. Im Bregenzer Kunstverein erweitern sich die Bilder in den Raum, während der Raum Bild wird.
2009
Dezember
Channa Horwitz erklärt im artnet-Gespräch mit Dominikus Müller, wie mit Ende 60 die Karriere beginnt und warum ehrliche Kunst abwarten kann.
Es gibt den Katalog als vermittelnden Kontext-Provider, und Kataloge, die selbst Kunst sind. Bücher zum Schenken (Teil2).
Die Kreativindustrie ist Berlins großer Mythos. Karin Sander lässt in der Temporären Kunsthalle seinen Chor erklingen.
Mit David Maljkovic und Cyprien Gaillard haben sich Sprüth Magers die Moderne-Befrager ins Haus geholt. Gaillard brilliert dabei mit berührenden Bildern.
Eine Ausstellung im n.b.k. Berlin reklamiert „Die Welt als Bühne“ und kommt doch nicht über eine klischeehafte Selbstreflexion des Kunstbetriebs hinaus.
November
Silke Wagner wird ruhiger. In ihrer aktuellen Schau nutzt sie den Umweg über die Mode, um das Verhältnis von Ästhetik und Aktivismus zu reflektieren.
Seit der Konzeptkunst sind Formen populär in der Kunst. Gianfranco Baruchello aber ist ein Künstler der Anti-Formel, chaotisch, organisch und produktiv.
In Pavel Peppersteins aktuellem Zeichnungszyklus geht es um Allmachtsfantasien. Griechische Sagenwelt und russischer Suprematismus prallen aufeinander.
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