Stand der Galerie Mirko Mayer/M-Projects, Köln
PULSE Miami, 2010
Courtesy of Mirko Mayer Galerie / M-Projects, Köln
Foto: Stefan Kobel

Die Satellitenmessen in Miami 2010

Unrundes Universum

Gerrit Gohlke, Stefan Kobel
6. Dezember 2010
Nicht alle Satelliten in Miami rotieren synchron. Fünfzehn die Art Basel Miami Beach begleitende Kunstmessen sollen es diesjährig gewesen sein. Wer zwischen Hochwertigem, Kitsch, Kram und Neuentdeckungen den Überblick behalten wollte, musste Zeit mitbringen.
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Der Lack ist ab von Gerrit Gohlke & Stefan Kobel
Es gibt ihn nicht mehr, den einen Kunstmarkt. Und eben das scheint auch das Dilemma der Art Basel Miami Beach zu sein, die ab heute demonstriert, dass manche Mythen scheinbar doch nicht ewig währen.

Im Totenreich der Luxus-Deko von Gerrit Gohlke & Stefan Kobel
Das hat das arme Design nicht verdient. Die DesignMiami/ nimmt es nicht ernst und präsentiert im kokett geschlitzten Festzelt bis auf wenige Ausnahmen reine Deko. Ein Gleichnis von Möbellagerambiente und vertaner Chance.

Ein Bad Boy für Miamis schöne neue Welt von Gesine Borcherdt
Die Krise hat die Galeristen kreativer gemacht: So bildeten dieses Jahr die Harris Lieberman Gallery aus New York und Guido W. Baudach aus Berlin auf der Art Basel Miami Beach einen Doppelstand mit der aufwändigen Installation „New England“ von Thomas Zipp. Synergie ist die nachhaltigere Strategie.

In der Ruhe liegt die Langeweile von Stefan Kobel
Die Party ist zu Ende und niemand hat’s bemerkt? Die Art Basel Miami Beach, einst angesagteste Kunstmesse der Welt, ist nicht mehr das, was sie einmal war. Keine Leidenschaft, keine Energie, keine Sammler. Stefan Kobel singt zum Abschied leise Servus

Welcome to Miami von Gesine Borcherdt
Trotz aller Unkenrufe: Auf der Art Basel Miami Beach stellen immer noch die weltweit besten Galerien aus. Artnet zeigt einige der wichtigsten Teilnehmer an ihren Ständen.

Saugen statt Sammeln von Gesine Borcherdt
Amerikanische Privatsammler wie die Rubells oder de la Cruz häufen tonnenweise Kunst an – ohne jedes Konzept. Einzelne Kunstwerke gehen in solchen Sammelsurien völlig verloren. Die Macht über den Markt ist den Käufern trotzdem gewiss.


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