Cindy Sherman erhält Roswitha Haftmann-Preis

14. Dezember 2011

Cindy Sherman
Untitled #77, 1980
Farbfotografie
50,8 x 61 cm
Courtesy of Simon Lee Gallery, London

Der mit 150.000 Schweizer Franken dotierte Roswitha Haftmann-Preis geht 2012 an Cindy Sherman. 1954 in Glen Ridge, New Jersey, geboren, gehört Sherman zu den wichtigsten Vertreterinnen der inszenierten Fotografie. Laut Jury der Stiftung „ist sie nach Andy Warhol die bedeutendste Künstlerin der filmischen und fotografischen Selbsterforschung.“ Zu ihren berühmtesten Arbeiten zählen die Schwarz-Weiß-Fotografien Untitled Film Stills (1977/80) und die History Portraits (1988/90). Der höchstdotierte europäische Kunstpreis geht auf die Idee der Schweizer Galeristin Roswitha Haftmann zurück, die noch zu Lebzeiten die Gründung einer Stiftung beschloss. Große Teile ihres Vermögens kamen nach ihrem Tod der Einrichtung zu. Mit dem Roswitha Haftmann-Preis werden herausragende lebende Künstler ausgezeichnet, ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Nationalität. Der Sonderpreis, der zum dritten Mal ausgelobt wird und mit 75.000 Schweizer Franken dotiert ist, geht an den in Berlin lebenden Regisseur Harun Farocki (Jg. 1944). Die Verleihung findet am 10. Mai 2012 im Kunsthaus Zürich statt. In diesem Jahr bekamen Carl Andre und Trisha Brown (Sonderpreis) die Auszeichnung. Weitere Preisträger waren unter anderem Maria Lassnig, Mona Hatoum und Walter de Maria.


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