13. Mai 2010
Hongkong. Der chinesische Markt ist zurück. Bei Ausbruch der Krise hatten sich die Sammler blitzartig zurückgezogen. Genauso schnell sind sie jetzt wieder da. Sotheby’s meldet für seine Frühjahrsauktionen in Hongkong Ende April die Rekordzuschlagssumme von 1,998 Milliarden Hongkong-Dollar (rund 202 Millionen Euro) – das Dreifache des Vorjahresergebnisses. Ein Großteil des Erlöses geht auf das Konto von kaiserlicher Kunst und Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts. Die stärkste Nachfrage kam aus Festlandchina. Schon im März hatte dort China Guardian mit seiner ersten Frühjahrsauktion die Rekordsumme von 260 Millionen Renmimbi (circa 30 Millionen Euro) umgesetzt. Hier erzielte das Gemälde Remembering Jiangnan des modernen Klassiskers Zhang Daqian mit knapp 23 Millionen RMB (rund 2,65 Millionen Euro) inklusive Aufgeld rund das Zehnfache seiner Schätzung.
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Schanghai. Die Galerie ShanghART präsentiert nach eigenen Angaben erstmals eine Soloschau eines ausländischen Künstlers. Auf neun Bildschirmen wird ab 20. Mai die Installation Ten Thousand Waves des Briten Isaac Julien zu sehen sein, eine „poetische Meditation über globale menschliche Migration“. Es ist ein wahrhaft aufwändiges Werk, dessen Produktion drei Monate in Anspruch nahm. Es entstand in Guangxi und Schanghai und mit einer Besetzungsliste von über 100 Darstellern, darunter bekannte chinesische Künstler verschiedener Genres, von der Schauspielerin bis zum Kalligraphen.
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Peking. Es hätte so ein schöner Frühling werden können. Mitten während der Vorbereitungen zum jährlichen Caochangdi PhotoSpring in Pekings bekanntem Kunstviertel – dieses Jahr geadelt durch die Partnerschaft mit dem Fotofestival in Arles – erhielten das Fotozentrum Three Shadows sowie die in Caochangdi beheimateten Galerien erneut die Ankündigung, dass ihre Häuser für den Abriss vorgesehen seien. Die Betroffenen setzen sich jetzt zur Wehr und bemühen sich, für eine Petition 10.000 Unterschriften zu sammeln.
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Zur Petition
Hongkong. Die ArtHK mausert sich in ihrer zehnten Ausgabe mit ihren 150 Ausstellern aus 29 Ländern zur Leitmesse im chinesischen Raum. Begünstigt durch die zentrale geografische Lage innerhalb Asiens, eine gewachsene west-östliche Kultur, die Anwesenheit vieler internationaler Konzerne und einer freundlichen Steuerpolitik, konnte die Messe in den letzten Jahren stetig zulegen. Zu den Teilnehmern zählen dieses Jahr Hauser & Wirth (Zürich/London), White Cube (London), Gagosian (weltweit an aktuell 6 Standorten) sowie eine starke Präsenz aus dem deutschen Sprachraum, etwa mit L.A. Galerie (Frankfurt), Michael Schultz (Berlin), Stefan Röpke (Köln) oder Ernst Hilger (Wien).
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