18. Mai 2012
Noch ein Buch über Caspar David Friedrich? Allerdings! Die Studie von Johannes Grave zeigt den Romantiker als Bildkritiker im Bild und demonstriert damit seine herausragende Aktualität.
2007
November
Eine kleine Publikation nimmt Interdisziplinarität wörtlich und liefert Einstein einem ästhetischen Laborexperiment aus.
Das soeben im Hamburger Junius-Verlag erschienene Buch „Street Art Hamburg“ dokumentiert den Sprühkampf einer Stadt.
Die Zeitschrift „Tumult“ widmet sich in ihrer neuesten Ausgabe dem Gesicht und gewährt dabei erstaunliche Einblicke.
Oktober
Hanno Rauterberg legt eine Orientierungshilfe für die Gegenwartskunst vor und rückt den Betrachter wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Der von Suzanne Cotter herausgegebene Band Out of Beirut dokumentiert die Produktion von Kunst in Zeiten des Krieges.
Helmut Draxler hat kürzlich zwei Bücher vorgelegt, die von verschiedenen Blickwinkeln aus nach der Möglichkeit und den Auswirkungen kunstkritischen Denkens fragen.
Dass Bilder Akteure von Handlungen seien, hat Aby Warburg zwar so nie gesagt – aber nach Ansicht von Karl Sierek irgendwie gemeint.
September
Über Deleuzes Verhältnis zur Kunst sprechen, heißt über Deleuze sprechen. Ein Sammelband macht die Probe aufs Exempel.
Ein unaufdringlicher Großsponsor beschert dem Kunstmarkt ein ambitioniertes Gratis-Kunstmagazin.
August
Peter Sloterdijks bislang nur verstreut zu findende Texte zur Ästhetik liegen nun gebündelt vor.
Der Titel von Wolfram Völckers Buch „Was ist gute Kunst?“ hält nicht, was er vollmundig verspricht.
Mit breit gefächertem Themenspektrum tritt Beat Wyss einmal mehr in Opposition zur Bildwissenschaft. Und verharrt in bildungsbürgerlichem Imponiergabe.
Die Koordinierungsstelle für Kulturgüterverluste Magdeburg gibt ein Kompendium zum Kulturgüterrecht heraus.
Juli
Wolfgang Ullrich stellt in seinem Buch die verborgenen Affinitäten zwischen der Logik des Geldes und der Kunst heraus. Leider verlässt ihn dabei der Mut.
White Cube all over: Nach den Biennalen stellen auch die öffentlichen Kunstinstitutionen die euroamerikanische Ausstellungspraxis in Frage.
Das Buch „Künstler in der Lehre“ verschafft Einblicke in das Denken ausgesuchter Künstler über den Sinn der Lehre von Kunst.
Juni
Das dritte „documenta 12 Magazine“ sollte mit seinem Leitmotiv „Was tun?“ eigentlich klare Konturen zeigen – das Gegenteil ist der Fall.
In seiner Anthologie „The Velvet Grind“ sucht David Robbins den Freiraum zwischen Kunst und Unterhaltungskultur.
In seiner Studie „Duchamps Experiment“ geht Theo Steiner der Frage nach, wie sich Marcel Duchamp zwischen Wissenschaft und Kunst bewegt hat.
Das „documenta Magazine No. 2“ spannt das zweite Leitmotiv der documenta 12 auf: „Was ist das bloße Leben?“.
Mai
Kai Hammermeister systematisiert die Kunstfeindschaft und weist ihr die Wertschätzung von Kunst nach.
Inka Graeve Ingelmann legt ein spannend geschriebenes und einfühlsames Porträt der Fotografin Ellen Auerbach vor.
Ohne Mitmachen läuft nichts: Drei der wegweisenden Filmarbeiten von John Baldessari aus den 1970er Jahren sind jetzt auf DVD erhältlich.
Jörg Heiser überrascht mit dem erhellenden Versuch, zeitgenössische Kunst mit den Strategien des Slapsticks zu konfrontieren.
Ein Gespräch mit dem renommierten Kunsthistoriker Horst Bredekamp über die Gemeinsamkeiten von Fußball und Kunst.
April
Susanne Kippenberger schreibt über ihren älteren Bruder Martin Kippenberger.
Ein Thema wie Glatteis: Die „Texte zur Kunst“ widmen sich in ihrem 65. Heft der Romantik.
Irene Müller et al. legen eine ebenso informative wie ästhetisch ansprechende Publikation vor, die sich dem Schweizer Künstlerduo „Relax“ widmet.
März
Der Band „Das Leben der Dinge“ verfolgt die Idee des Stilllebens in der Fotografie am Beispiel der Sammlung Dietmar Siegert.
Dass unsere Gegenwart eine Zeit der Bilder sei, pfeifen die Spatzen längst von allen Dächern. Was aber bedeutet das?
„The Uncertain States of America Reader“ wartet kaum mit überraschenden oder tiefgehenden Analysen der amerikanischen Gesellschaft und ihrer Kultur auf.
Isa Genzken widersetzt sich in ihrem Collagen-Buch von New York schonungslos dem traditionellen Skulptur- und Raumverständnis.
Februar
Charlotte Mullins stellt Malerinnen und Maler aus der ganzen Welt vor, die sich in ihren jüngsten Arbeiten mit der menschlichen Figur befasst haben.
An insgesamt 26 Bildern entfalten Jean-Luc Nancy und Federico Ferrari ihre Miniaturen zur „Haut der Bilder“ und zeigen: Das Anliegen des künstlerischen Aktes ist die Nacktheit selbst.
Der Sammelband „Art and its Institutions“ untersucht angesichts schwindender öffentlicher Gelder die heutigen Möglichkeiten der Institutionskritik.
Thomas Hecken untersucht in seinem Buch den Zusammenhang zwischen Avantgarde und Terrorismus und reicht zum Verdacht das Material.
Januar
Nina Zschocke macht sich in ihrem Buch auf die Suche nach Momenten, wo Kunst unsere alltäglichen Wahrnehmungen stört, sabotiert oder gar stillstellt.
Fotografische Bilder vom Krieg haben sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben. Wie Künstler darauf zurückgreifen, untersucht Agnes Matthias.
Nina Tessa Zahner sucht nach den „neuen Regeln der Kunst“ im durchaus kritischen Anschluss an Pierre Bourdieu. Großartig, meint unser Rezensent. Und hat dennoch Fragen.
Einen kaleidoskopischen Einblick in die mit rasantem Tempo ratternde Maschinerie des chinesischen Kunstbetriebs bietet „Touching the Stones“.
Kunst als Serviceleistung? Der Reader Schnittstelle Kommunikation untersucht partizipatorische Projekte im öffentlichen Raum.
Der französische Philosoph Jacques Rancière versucht sich an einer Neujustierung des Verhältnisses von Kunst und Politik. Dabei entdeckt er ihr gemeinsames Territorium.
2006
Dezember
Fast 15 Jahre eigene Kunstkritik veröffentlicht FAZ-Autor Thomas Wagner in seiner Sammlung „Freihändig“ im Hatje Cantz Verlag.
Mit der Anthologie „Bilderwelten“ präsentiert Stefan Lüddemann seine Kunstkritiken über das publizistische Tageswerk hinaus als Zeitdokumente ästhetischer Reflexion.
November
Mit ihrer Anthologie fordern Irene Below und Beatrice von Bismarck dazu auf, Kunstproduktion und Kunstgeschichte neu zu denken.
Das eindrückliche Panorama einer ebenso historisch wie systematisch ausgerichteten Medienwissenschaft breitet diese Anthologie aus.
Jugendliche sind das Sujet der holländischen Fotografin Hellen van Meene. Ein Bildband zeigt jetzt ihre Arbeiten.
In ihrer Anthologie spüren Horst Bredekamp und Pablo Schneider „visuellen Argumentationsstrategien“ der frühen Neuzeit nach.
Der französische Philosoph und Sinologe François Jullien kontrastiert die chinesische Kunstphilosophie mit der des Abendlandes.
Oktober
Volkmar Mühleis widmet der Sehschwäche in der Kunst eine längst überfällige Studie.
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