18. Mai 2012
Noch ein Buch über Caspar David Friedrich? Allerdings! Die Studie von Johannes Grave zeigt den Romantiker als Bildkritiker im Bild und demonstriert damit seine herausragende Aktualität.
2012
Mai
Das Münchner Kunstauktionshaus Neumeister stellt sich seiner Vorgeschichte.
Viel zu lesen gibt es noch nicht über die diesjährige documenta. Doch zwei leichtgängige Unterhaltungsbücher zum Thema liefern den ersten Gesprächsstoff.
April
Es ergibt keinen Sinn, Jonathan Meeses Buch zu lesen. Und es ergibt keinen Sinn, es nicht zu lesen.
März
„Kultur & Gespenster“ ist die Zeitschrift der Stunde. Der Titel der aktuellen Ausgabe – „Stabile Seitenlage“ – passt zum Kreuzfahrt- wie zum Kreativsektor.
Mit seiner Anthologie französischer Bildtheorien revidiert Emmanuel Alloa das Vorurteil einer typisch französischen Visualitätsfeindlichkeit.
Februar
Unter dem vielsagenden Titel „Freunde von Freunden“ ging 2009 eine Website der Berliner Kreativszene online. Jetzt kommt das Buch zum Netzwerk. Doch über ein beliebiges Potpourri der Namen und Orte geht es nicht hinaus.
Januar
Die Geschichte des Bildes ist eine Geschichte von Bilderverehrung und Bildersturm. Stefan Ripplinger sucht eine dritte Position. Und findet sie: den Bildzweifel.
2011
Dezember
Die Konkurrenz ist groß. Auch in der Kunst. Christian Janecke entlarvt die Maschen, mit denen Künstler um die Gunst des Publikums buhlen.
Oktober
Thomas Becker diagnostiziert den epochalen Wandel zwischen unseriöser Alltags- und seriöser Hochkultur.
September
Fragen der Präsentation, der Gestaltung und des Stils sind auch für nüchtern daherkommende Theorien bedeutsam.
Wir leben in unruhigen Zeiten. Zeiten für politische Kunst? Ein aufwendig ausgestatteter Sammelband zeigt ein breites Potpourri politischer Positionen rund um den Globus.
August
Nach fast zehn Jahren ist kürzlich in der Berliner Edition Kröthenhayn eine Box mit CDs, Schallplatten und Texten zu Kippenbergers musikalischer Hinterlassenschaft erschienen. Zeit, mit der Aufarbeitung zu beginnen.
Ein Jahr vor der dOCUMENTA (13) bringt Hatje Cantz die Schriftreihe „100 Notizen – 100 Gedanken“ heraus: Künstler, Naturwissenschaftler, Politologen und Poeten umkreisen Namen, Ideen und Orte der Ausstellung. Am Ende soll es 100 Notebooks geben: Für jeden Ausstellungstag ein Gedanke.
Juli
Das Sammeln wird immer offensichtlicher zur Privatsache. Eine neue Publikation, erschienen im Distanz Verlag, präsentiert 60 private Sammlungen zeitgenössischer und moderner Kunst in Deutschland, Österreich und der Schweiz. artnet stellt neun von ihnen vor.
Mai
Kunst interessiert keine Sau? Wirklich nicht? Sandra Danicke hat einen lesenswerten und angenehm unverkrampften „Ratgeber“ für den Kunstmuffel geschrieben. Ein anderer Ratgeber eigens für Künstler, die sich durch Social Networks am Markt besser platzieren möchten, kommt vom Fachverlag für den Kunstmarkt. Möge es nützen!
März
Mehr als achtzig Jahre nach seinem Tod ist Aby Warburg prominenter denn je. Und doch entzieht sich seine Gestalt hartnäckig ihrer Verortung und Historisierung. In einer in jeglicher Hinsicht gewichtigen Studie zeigt Georges Didi-Huberman, warum das so ist und seine Richtigkeit hat.
Steffen Dengler rekonstruiert vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs die Kunstrezeption im geteilten und dann vereinigten Deutschland. Was sich spröde anhören mag, ist höchst interessant, meint Michael Mayer. Denn Denglers politische Kunstgeschichte entzieht der ideologisch motivierten Abwertung der DDR-Kunst schlicht den Boden.
Februar
Horst Bredekamp wagt sich an eine große Frage. Das ist aller Ehren wert, meint unser Rezensent, vermisst aber nicht nur eine überzeugende Antwort, sondern auch die Auseinandersetzung mit der bildwissenschaftlichen Avantgarde unserer Tage.
Januar
Endlich gibt es sie: Die großartige Monografie über Japans Pop-Künstler Yoshitomo Nara. Sie erklärt, wie er seine einsame Kindheit in Porträts von comicartigen Teenagerpunks verarbeitet – und lässt offen, warum er mit Manga nichts zu tun haben will.
2010
Dezember
Spätestens seit Sigmund Freud ist der Traum seiner Unschuld beraubt. Ein im Suhrkamp Verlag erschienenes Büchlein zu den Träumen und Aufzeichnungen von Meret Oppenheim ist mehr als das Tagebuch einer unruhigen Schläferin.
November
Wie sich neues Design mit Klimawandel, Massenkonsum und Web 2.0 beschäftigt, zeigen drei neue Publikationen
Oktober
Lesen oder nicht? Quellen zur russischen Avantgarde, ein Katalog zum Umgang mit dem Fremden in der Moderne und ein Band über die Politik des Zeigens.
Das Fotobuch boomt, und mit ihm das Buch über das Fotobuch: Drei Empfehlungen zum Lesen, Schauen und Korrigieren der Alltagswahrnehmung.
September
Glücksfall eines Ausstellungskatalogs: Die selbstreflexive Publikation „Riss/Lücke/Scharnier A“ von Heinrich Dunst und Walter Pamminger.
Produktive Flecken: Peter Geimer denkt die Fotografie vom Störfall her. Zwei weitere neue Bücher beweisen indes, wie unzuverlässig Bilder als Abbilder sind.
Drei aktuelle Bücher zur Kunst von heute: eine neue Hitliste, eine reaktionäre Geschichte und ein Aufruf zur Emanzipation von Jacques Rancière.
Neue Ahnen für die Biennale von Venedig, wider das Einheitsmuseum und die Entgermanisierung Michelangelos: Drei Bücher räumen im Kunstbetrieb auf.
August
Ein kleiner Bildband, ein materialreiches Nachschlagewerk, ein lesenswerter Reader: Drei neue Bücher zum Umfeld „Kapitalistischer Realismus“.
Gymnastischer Glücksfall: Omer Fast gelingt der Spagat zwischen Katalog und Künstlerbuch. Kitty Kraus aber publiziert Bodenturnen für Anfänger.
Juli
Intime Analysen: Roland Barthes‘ autobiografisch geprägtes „Tagebuch der Trauer“ und der Barthes-Fan-Sammelband „Photography Degree Zero“.
Während die Kunst noch immer das Scheitern der Utopie beklagt, zieht das Design lässig vorbei. In neuen Publikationen ist Raum für die Zukunft.
Juni
Keine leichte, aber lohnenswerte Lektüre: Rosalind Krauss’ aktuelles Buch „Perpetual Inventory“ übersetzt den Modernismus ins Heute.
Mai
Eine Autobiografie kann eine Ausstellung sein. Wie Paul McCarthy mit einem Künstlerbuch beweist. Wilhelm Uhdes Vita in Buchform ist Kulturgeschichte.
Zwei überraschend akademische Bücher zu Richard Hamilton und zur Sprache des Comics. Und ein Buch wie ein psychedelischer Trip.
April
Das Design tut sich mit Selbstreflexion schwer. Nun aber erhält es philosophische Schützenhilfe. Und einen Energieschub von innen.
Jazzgrößen und Helden des Alltags, Elitesoldaten und das Arsenal der Zollfahndung: Vier Bildbände zu Klassikern und Zeitgenossen der Fotokunst.
In manchen Nischen überlebt die nicht-digitale Welt. Die Künstlerpublikation bietet einen Hort für Buchdruck und Schallplatten-Pressung.
März
Passend zur Schau in München erzählt ein neues Buch aus Ed Ruschas Los Angeles. Im Zeichnungs-Katalog des MoMA hingegen schweigen die Bilder.
Zu Harun Farocki ist ein großartiger Katalog erschienen. Zwei Bücher über die jüngeren Kollegen Guy Ben-Ner und Nasan Tur leisten wackere Grundlagenforschung.
Februar
„The Exhibitionist“ ist das erste Magazin von Kuratoren für Kuratoren. Eine solche Zeitschrift war überfällig, braucht aber dringend mehr Selbstkritik.
Wer Kunst sehen will, muss reisen. Doch das ist nicht immer möglich. Zum Glück entschädigen die meisten Museen mit Katalogen.
Gelungen in der Lebensbeschreibung, enttäuschend in der Wissenschaft: Jean-Michel Palmiers voluminöser Band zu Walter Benjamin.
Vier Publikationen von und über Fotografen widerlegen das Vorurteil, dass Bildbände nur Dekoratives für Tisch und Auge bieten.
Gedruckte Zeitschriften werden oft totgesagt. Doch stillschweigend entwickelt sich hier ein Reservat kritischer Design-Reflexion.
Januar
Dieter Rams gilt als einer der bekanntesten Industriedesigner. Ein schwergewichtiger Katalog blickt nun auf sein Werk, Rams auf das seiner Kollegen.
Thierry de Duve ist einer der meistgelesenen aktuellen Kunsttheoretiker. Nun überrascht er mit Reflexionen über das Christentum.
Bunte Weihnachtsromantik war gestern. Nun regiert der kühle Text. Zwei Sammelbände befragen das politische Potenzial von Kunst, einer widmet sich dem Exzess.
2009
Dezember
Die besten Bücher 2009 – artnet-Autoren stellen Ihnen Titel vor, die Sie sich anschaffen sollten (Teil 4).
Die besten Bücher 2009 – artnet-Autoren stellen Ihnen Titel vor, die Sie sich anschaffen sollten (Teil 3).
Es gibt den Katalog als vermittelnden Kontext-Provider, und Kataloge, die selbst Kunst sind. Bücher zum Schenken (Teil2).
Weitere Artikel aus dem artnet Bücher-Archiv
Erste Seite / Vorherige / 12345 / Nächste / Letzte Seite