29. November 2005
Wer die Berliner Skulptur im öffentlichen Raum kennt, dem ist Bernhard Heiliger kein Unbekannter. Großplastiken wie „Die Flamme“ (1962/63) am Ernst-Reuter-Platz oder das „Auge der Nemesis“ (1979/80) vor der Neuen Schaubühne sind zum Bestandteil des Stadtbildes geworden. Demgegenüber nimmt sich die Retrospektive „Bernhard Heiliger 1915-1995 – Kosmos eines Bildhauers“ auch der weniger raumgreifenden Werke des Bildhauers an. Nicht die erste zwar, aber die umfangreichste Werkschau ist es, die im Berliner Martin-Gropius-Bau geboten wird. Das Schaffen des Künstlers, der mit seinen Werken die westdeutsche Bildhauerei der Nachkriegszeit entscheidend prägte, wird durch 120 Skulpturen und Reliefs sowie eine Vielzahl von Zeichnungen dokumentiert. Als Anlass der Ausstellung nahm der Kurator und gleichzeitig Stiefsohn des Künstlers, Dr. Marc Wellmann, den 90. Geburtstag Heiligers.
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Gitta Ho